Falken

Wanderfalken im Heiliggeistturm


Quelle: Citykirche Heiliggeist
 
Die Falken können über drei Live-Webcams live beobachtet werden (hier).

Aktuell

Herzlichen Glückwunsch! Zum dritten Mal nach 2014 und 2016 erhielt am 13.6.2018 das Wanderfalkenprojekt im Turm der Heiliggeistkirche die Auszeichnung der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Momentane Hausherren sind Zephyr mit Gattin Palatina, deren vierköpfiger Nachwuchs erst vor wenigen Tagen flügge wurde. Dieses Wiederansiedlungsprojekt gilt als außerordentlich erfolgreich: Seit 2000 flogen 61 Wanderfalken von Heiliggeist aus in die Welt; zuvor war das letzte Exemplar 1953 gesichtet worden.
 
Quelle: Citykirche Heiliggeist
Beringung 2018
Wir haben wieder Falkennachwuchs! 
Dieses Jahr nahm sich PALATINA einen neuen Terzel: ZEPHYR.
Was aus PERKEO geworden ist, wissen wir nicht.
Mit ihm bekam PALATINA vier Jungfalken.
Sie heißen (obwohl sie nicht alle Weibchen sind):
ANNETTE,
KRYSTYNA,
CORIENA
und ISABELLA.
Das Foto zeigt die vier Falkenküken bei der Beringung.
Inzwischen sind sie alle flügge. 
 
 

Falkenbuch der Bibliotheca Palatina

Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg
Falkenbuch: Friedrich II. mit seinem Falken
Das Original-Falkenbuch des Stauferkaisers Friedrich II. mit 500 Vogel-Miniaturen und einer fachkundigen Beschreibung des Wanderfalken ging verloren. Das kostbare Zweitexemplar des Falkenbuches seines Sohnes Manfred (Manfredkopie, Unteritalien, 1258-1266) gelangte im 16. Jahrhundert in den Besitz der pfälzischen Kurfürsten und befand sich bis zum päpstlichen Auftragsraub im Jahr 1623 in der Bibliotheca Palatina auf der Südempore der Heiliggeistkirche.
 
Im Jahr 1986 war das Falkenbuch im Rahmen der Palatina-Ausstellung in der Heiliggeistkirche zu sehen.

Wanderfalken

Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg
Nach 47 Jahren Abwesenheit konnten im Jahr 1999 im Turm der Heiliggeistkirche wieder Wanderfalken angesiedelt werden.
 
Der Wanderfalke ist etwa so groß wie eine Rabenkrähe, wiegt etwa 700 g bis 1000 g, die Spannweite seiner Flügel ist etwa ein Meter. Seine Farbe ist blaugrau mit weißer Brust und gelben Fängen. Das Männchen (Terzel) ist deutlich kleiner und leichter. Die Brutzeit ist zwischen März und Juni.  
Wanderfalken sind relativ seltene Greifvögel, die ausschließlich im freien Luftraum Vögel erbeuten. Aus großer Höhe stoßen sie mit weit über 200 km/Std. auf die Beute herab und töten sie durch einen Biss in das Genick.  
Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg
Der Wanderfalke wird oft mit dem kleineren Turmfalken verwechselt, der über seiner Beute rüttelt und von Mäusen und großen Insekten lebt.  
Wanderfalken wurden wegen ihrer Schönheit und ihrem rasanten Jagdflug für die Falknerei ausgehorstet und gefangen gehalten. Taubenzüchter verfolgten sie, der Klettersport vertrieb sie aus ihren Felshorsten und Umweltgifte vernichteten ihre Gelege. Sie waren vom Aussterben bedroht und galten noch vor kurzer Zeit als stark gefährdet in ihrem Bestand.  

Wiederansiedlung auf dem Heiliggeistturm

Quelle: www.ag-wanderfalken.de
Falkenküken schlüpft am 15.4.2016
Im Jahr 1999 wurden die Wanderfalken wieder als wild lebender Brutvogel angesiedelt. Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule richteten einen Nistkasten in 56 m Höhe im Turmhelm der Heiliggeistkirche ein. Seit 2007 wird das Projekt unter Federführung des NABU Heidelberg AK Greifvögel organisiert.  
Der Nistkasten (genauer: Nistraum):
1,50 m lang, 1 m breit, 2 m hoch
Boden: 0,15 m tief, Kies und Sand
Der Nistkasten ist gegen das Eindringen der Nilgänse alarmgesichert  
 
Die Falken können von Januar bis Mitte Juni über drei Live-Webcams im Internet beim Balzen, Brüten und der Aufzucht der Jungvögel beobachtet werden.
 

Wanderfalken-Nachwuchs aus der Heidelberger Heiliggeistkirche

Im Mai 1999 besetzt ein zweijähriges, beringtes Wanderfalkenweibchen den Nistkasten, ein nicht beringtes Männchen kommt hinzu.  Wir nennen sie AURORA und FRITZ.
 
FRITZ verschwindet 2006. Den neuen Terzel, der 2007 auftaucht, nennen wir PHÖNIX. 2009: PHÖNIX und AURORA brüten nun auf dem Kamin am Heidelberger Römerkreis. Ein neues wild lebendes Paar bezieht 2009 Heiliggeist: JETTA und PERKEO. Sie ziehen bis 2013 17 Jungfalken auf! 2014 kommt eine neue Partnerin zu PERKEO nach Heidelberg: PALATINA. Im Jahr 2018 nimmt sich PALATINA einen neuen Terzel: ZEPHYR.  
 
Quelle: www.ag-wanderfalken.de
Wanderfalken-Nachwuchs:   
2000: JANA und RON, 2001: DONNA, REINI, LIESE, LOTTE, 2002: SOPHIE, HANS, EURO, RUPRECHT, 2003: CAROLINA, LEO, SASCHA, ADRIAN, 2004: BEATE, MONIKA, ECKART, HANS-WOLF, 2005: ELSBETH, TOBIAS, REINHARD, 2006: keine Brut! 2007: HEIKE, MARION, GRIGOR, KARLFRIED, 2008: GERD, JÜRGEN, 2009: HAZECHA, MORATA, FROONA, 2010: RALF, REINHARD,TOM, VALENTIN, 2011: SUSANNE, INGO, MANFRED, FRIEDRICH-FRANZ, 2012: ANNETTE, ANNA-LIVIA, MANUEL, FLORIAN, 2013: KARL-FRIEDRICH, MICHAEL, JÖRG, 2014: MARLENE, ROSWITHA, VOLKER, 2015: HILDE, MELCHIOR, SULPIZ, 2016: CUDA, CAFFE, MARTIN,
2017: FRIEDER, HERMANN, MARIA SIBYLLA, GUIDO,
2018: ANNETTE, KRYSTYNA, CORIENA, ISABELLA 
  
Quelle: www.undekade-biologischevielfalt.de
Als eine der ersten Kirchen in Baden-Württemberg wurde die Heiliggeistkirche 2007 vom Naturschutzbund Deutschland NABU mit der Plakette Lebensraum Kirchturm ausgezeichnet.
Wie bereits 2014 hat die Fachjury der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Jahr 2016 erneut unser Projekt „Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche“ als vorbildlich ausgezeichnet. Die Jury schreibt: "Anlässlich der Wiederauszeichnung werden wir auf der Startseite der UN-Dekade Webseite auf Ihr Projekt aufmerksam machen. Unter der Rubrik „Projekt der Woche“, präsentieren wir Ihr Vorhaben mit dem von Ihnen zuerst eingestellten Foto."
 
 
Presse
Kinder-Beitrag im SWR-Fernsehen über die Beringungen unserer Wanderfalken (31.5.2016)

 
Bibliotheca Palatina
Geschichte
Kirchengebäude
Aktueller Monatsplan

Januar:

Tanznacht
Valentin-Gottesdienst
Jahresthema Citykirche
Virtueller Rundgang
Altstadtgemeinde