50 Jahre Lutherkirche

Quelle: Luthergemeinde

„Gott ist rund“ – mit dieser gewagten Aussage grüßte Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs als Bezirksbeauftragte für Kirche und Kunst die Luthergemeinde und ihre Gäste am Tag des 50jährigen Jubiläums der Lutherkirche. Mit den Worten nahm sie Bezug auf die künstlerische Umsetzung des Vaterunsers durch den Heidelberger Künstler „SAGA“ (Siegfried Arno Gottlieb Angermüller). Seit dem 1. Advent schmückt sein 10-teiliger Bilderzyklus die Altarwand der Kirche. In runden und eckigen geometrischen Formen sowie durch eine beeindruckende Farbgebung verleiht der Künstler dem zentralen Gebet des Christentums eine besondere Ausdrucksform. Gemeinsam mit der Paramentikerin und Kunsthistorikerin Katharina Hinz entwarf Angermüller zudem neue Paramente für Altar und Kanzel. Den neuen Glanz des Kirchenraums sowie das „goldene“ Jubiläum des Gebäudes nahm die Gemeinde zum Anlass, mit vielen Gästen zu feiern.

Quelle: Luthergemeinde

Pfarrer David Reichert begrüßte die stattliche Festgemeinde zu Beginn des Gottesdienstes mit den Worten aus dem 127. Psalm: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“. Er verwies auf den Segen, den Gott in den fünf Jahrzehnten des Bestehens der Lutherkirche in diesem Bau an Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation erwiesen hat. In ihrer Predigt betonte dann Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug die große Bedeutung des Vaterunsers, vor allem in Bezug auf das „tägliche Brot“, für das wir Menschen immer wieder dankbar sein können. Zudem, so die Dekanin, lebten wir von der Vergebung her, die wir im Miteinander mit anderen deutlich werden lassen sollten.

Quelle: Luthergemeinde

Neben der stimmgewaltigen Dilsberger Kantorei, den feierlichen Klängen des Posaunenchores der Luthergemeinde sowie der Orgel, gespielt von Hans-Albrecht Seyfarth, waren jedoch auch noch wehmütige Töne zu hören. So nahm die Gemeinde, gemeinsam mit der Kreuzgemeinde Wieblingen, an diesem Tag offiziell Abschied von Gemeindediakonin Antje Tuscher. Nach fast fünfjähriger Tätigkeit in beiden Gemeinden trat sie zum 1. November einen neuen Dienst als Landesjugendreferentin beim Projekt „Intakt“ im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe an. Nach den Dankesworten und der Segensbitte von Schuldekanin Dr. Beate Großklaus sagte auch Kai Neureuther, Ältestenkreisvorsitzender der Kreuzgemeinde, im Namen beider Gemeinden „Danke“ für die segensreiche Arbeit von Frau Tuscher.

Quelle: Luthergemeinde

Dem Gottesdienst schloss sich ein Empfang mit weiteren Grußworten im Kirchenraum an. Der Vorsitzende des Ältestenkreises der Luthergemeinde, Dr. Klaus-Dieter Block, begrüßte alle Anwesenden. Einzelne Ehrengäste wurden gesondert begrüßt. Neben dem Architekten der Lutherkirche, Herrn Dieter Quast, freute man sich über die Anwesenheit von Pfarrer Michael Haß, dem ehemaligen Pfarrer der Gemeinde. Beide richteten ebenfalls Worte an die versammelte Festgemeinde. Von der römisch-katholischen Gemeinde Philipp Neri überreichten Pastoralreferentin Monika Attipoe und Dr. Franziska Geiges-Heindl vom Gemeindeteam einen Geburtstagskuchen mit brennenden Kerzen. Aktive und ehemalige ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Heidelberger Stadtkirchenbezirk, Vertreterinnen und Vetreter mit der Gemeinde verbundener Vereine und Institutionen sowie Gemeindeglieder waren sich am Ende einig: die Jubiläumsfeier war eine „runde Sache“.