Im Sterbefall

Quelle: Helmut Brodt

Jemand stirbt …

Unterbrechung des Lebens.
Der Alltag stockt.
Zeit der Fragen.
Zeit der Suche.
Ein unbekanntes Land.
das Sterben und der Tod.
Und dann?

Jemand stirbt …
Zeit der Erinnerung.
Zeit des Erzählens.
Zeit der Hoffnung.
Ein neues Land tut sich auf.
Mitten im Tod begegnet das Leben.
Auferstehung!

 

Was tun, wenn ein Angehöriger stirbt?

Folgende kirchliche und pastorale Angebote gibt es:

In der Sterbephase sind unsere PfarrerInnen gerne bereit, einen Besuch am Sterbebett zu machen, ggf. mit den Angehörigen Hausabendmahl zu feiern und den/die Sterbende/n zu segnen.

Nach dem Tod kommen unsere PfarrerInnen auf Wunsch ins Sterbehaus zur Aussegnung des/der Verstorbenen aus dem Sterbehaus. Dies ist oft gerade im Kreis der nächsten Angehörigen ein wohltuender Moment des Abschiednehmens.

In der Regel wird nach dem Tod ein Bestattungsunternehmen mit der Organisation und Durchführung der Beerdigung beauftragt. Dieses setzt sich im Hinblick auf die Terminfestsetzung mit dem bzw. der Pfarrer/Pfarrerin in Verbindung. Zur Beratung oder zum Vorgespräch können Sie sich aber direkt mit Ihrem/Ihrer Pfarrer/Pfarrerin in Verbindung setzen.

Zwischen Tod und kirchlicher Beerdigung liegen in der Regel 4-7 Tage. Vor der Beerdigungsfeier wird sich der/die zuständige Pfarrer/Pfarrerin mit den Angehörigen zum Beerdigungsgespräch treffen. Dieses Gespräch findet gerne auch im Haus der Verstorbenen oder bei den Angehörigen statt. Es dient dazu, dass die Angehörigen über das Leben und Sterben der/des Toten erzählen können und gemeinsam der liturgische Ablauf der Beerdigung besprochen wird. Gerne dürfen die Angehörigen Wünsche für Lieder und Musikstücke äußern. Ebenso ist es oft sehr schön, wenn der Taufspruch oder der Konfirmationsspruch des/der Verstorbenen bekannt ist.

Die klassische evangelische Beerdigung orientiert sich an folgendem Ablauf:

Orgelvorspiel

Begrüßung

Lied

Psalm/Gebet

Biblische Lesung

Lied

Traueransprache
Das Leben wird im Licht eines Bibelwortes betrachtet und die Trauer wird im Kontext des christlichen Glaubens gedeutet.

Lied/Musik

Gebet und Abschied

Evtl. Musik

Aussegnung

Orgelspiel zum Auszug

Danach entweder Gang zum Grab mit Bestattung
oder Überführung des Sarges ins Krematorium (Urnenbeisetzung zu einem späteren Termin)

Am Sonntag nach der Beisetzung gedenkt die Friedensgemeinde ihrer Verstorbenen im Gottesdienst um 10 Uhr (sog. Totengedenken).

 

Quelle: Denise Reuter