Jahresthema

500 Jahre Heidelberger Disputation

Quelle: ekihd
Rückblick Jahresthema 2015 2016
 
Von Oktober 2016 bis April 2018 gedenkt die Evangelische Kirche in Heidelberg "500 Jahre Reformation". Im Rahmen des Jubiläumsjahrs wurde Heidelberg zur "Reformationsstadt Europas" ernannt.
Das Reformationsgedenken geht in Heidelberg nicht wie anderswo bis zum Reformationstag 2017, sondern bis April 2018.
Martin Luther war vor 500 Jahren in Heidelberg und damals wohl auch persönlich in der Heiliggeistkirche. Vom Augustiner-Eremiterorden nach Heidelberg eingeladen, um  seine berühmten 95 Thesen vor einer universitären Öffentlichkeit zu verteidigen, fand am 26. April 1518 eine Disputation in der Universität statt, auf dem Gelände des heutigen Universitätsplatzes. Diese hatte eine große Bedeutung für die beginnende Reformation. Von Heidelberg aus wurden Luthers theologische Einsichten in ganz Deutschland und darüber hinaus verbreitet. In der Heidelberger Disputation hat Luther seine neuen reformatorischen Erkenntnisse Vertretern von Kirche und Universität vorgestellt und gegenüber den 95 Thesen erheblich ausgeweitet und verschärft. Er entwickelte die Theologie des Kreuzes und beschäftigte sich mit der Ethik der guten Werke.
 
Diese beiden Bereiche „Kreuz“ und „Gute Werke“ sind die Themen der Veranstaltungsreihe der Citykirche zu „500 Jahre Heidelberger Disputation“. Luthers Heidelberger Gedanken zu den guten Werken werden in einem Theatergottesdienst ins Gespräch gebracht mit jenen Brechts und in einem CityGottesdienst zum 200. Geburtstag von Karl Marx mit jenen von Marx. Das Thema „Kreuz“ wird in einem Flamenco-Gottesdienst choreografisch und in einer Ausstellung in sechs Innenstadtkirchen mit Kreuz-Objekten von Ludger Hinse künstlerisch umgesetzt. Abgerundet wird die Veranstaltungsreihe durch eine Installation zu Luthers Sprachgewalt in der Heiliggeistkirche und einem Festgottesdienst zu „500 Jahre Heidelberger Disputation“ mit Prof. Dr. Margot Käßmann. 

Quelle: Ludger Hinse
Ausstellung "Licht vom Licht" - Ökumenische Kreuz-Ausstellung  von Ludger Hinse

Ort: Heiliggeistkirche, Providenzkirche, Jesuitenkirche, Peterskirche, Kapelle, St. Anna

Vernissage: Ökum. Osternacht, 31.3.2018, 21.30 Uhr Heiliggeistkirche
Ausstellung: Ostern bis Pfingsten 2018

Öffnungszeiten Heiliggeistkirche: Montag bis Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr;  Sonn- und Feiertag: 12.30 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei
 
 

"Die Botschaft vom Kreuz ist eine Gotteskraft" - Festgottesdienst „500 Jahre Heidelberger Disputation“ mit Margot Käßmann

Sonntag, 29.4.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: ekihd
Der einzige Besuch Martin Luthers im Territorium des heutigen Baden-Württembergs fand in Heidelberg statt. Am 26.4.1518 verteidigte er seine Thesen an der Universität und brachte damit die Reformation im Südwesten Deutschlands ins Rollen.
Am Sonntag, 29.4., hält Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin und ehemalige-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Predigt im Festgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg. Der Festgottesdienst bildet den offiziellen Abschluss der Heidelberger Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum. Zum Ende ihrer Tätigkeit wird Margot Käßmann eine Bilanz der Reformationsdekade ziehen und einen Ausblick auf die Zukunft der Evangelischen Kirche geben.
Quelle: epd-bild/Mathias Ernert
Luther nahm in Heidelberg am Generalkapitel des Augustinerordens teil, in dem er als Mönch Mitglied geworden war. Im Zuge der Versammlung fand am 26. April eine Disputation statt, also ein Streitgespräch, bei dem prägnante Thesen Luthers diskutiert wurden. Darin ging es unter anderem um die Gnade Gottes und die Konzeption einer Theologie, die sich am Kreuzestod Jesu Christi ausrichtet. Durch die anwesenden Studenten wie Martin Bucer oder Johannes Brenz entfaltete die Heidelberger Disputation eine enorme Wirkung auf den Fortgang der Reformation im Südwesten Deutschlands.
 
Predigt: Pfrin. Prof. Dr. Margot Käßmann
Liturgie: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Pfr. Dr. Vincenzo Petracca
Musik: Bezirksposaunenchor, Michael Braatz-Tempel (Orgel)

Veranstalter: Evangelische Kirche in Heidelberg
 

Rückblick: Reformationsjahr

Kirchentagspräsidentin sprach zu "Die Reformation für heute und morgen!"

Donnerstag, dem 15. September 2016, um 19 Uhr Heiliggeistkirche 
Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer
 
Quelle: Citykirche Heiliggeist
Die Reformatoren des 16. Jahrhunderts und ihre Nachfolger haben vieles bewegt. Sie haben einen neuen Blick auf Gott, auf den Glauben und auf den Menschen geschaffen. Das Wirken der „Protestanten“ in der Welt hat diese radikal verändert, bis auf den heutigen Tag. Können diese Gedanken uns auch heute noch bewegen?
Wie können zentrale Ideen wie ein kritischer Umgang mit der Bibel und das "Christus allein“ in unseren heutigen Säkularisierung verstanden werden? Wie kann protestantische Freiheit in einer Zeit gelebt werden, in der Individualismus und Globalisierung den Takt vorgeben? Was bedeutet das Erbe der Reformation für morgen?
Diesen Fragen ging Kirchentagspräsidentin Professor Dr. Christina Aus der Au (Zürich) am Vorabend des fünfhundertjährigen Reformationsjubiläums in einem Vortrag mit Diskussion nach.
 
Vortrag von Christina Aus der Au als PDF:

Quelle: Christina Aus der Au

 

Jetzt mal „Luther bei die Fische“ - Bei einem Poetry Slam in der Heiliggeistkirche drehte sich alles um den großen Reformator

Mittwoch, 26.10.2016, 20 Uhr, Heiliggeistkirche

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Arndt Krödel am 3. November 2016
 
Quelle: http://dai-heidelberg.de
Klatschen, pfeifen, johlen in der ehrwürdigen Heiliggeistkirche, nach ziemlich profanen Textvorträgen, in denen es ganz schön zur Sache geht? Martin Luther macht’s möglich. Seine im Kontext der Bibelübersetzung gebrauchte – im besten Sinne des Wortes populistische – Formel, man müsse dem Volk „aufs Maul schauen“, um verstanden zu werden, wurde zum Thema eines Poetry Slams in Heidelbergs größter Kirche, in der sich der Reformator vor 500 Jahren persönlich aufgehalten hat. Für Pfarrer Vincenzo Petracca von der Citykirche Heiliggeist, die den Abend gemeinsam mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) veranstaltete, gab es deshalb keine Bedenken, auch einen mit Showelementen arbeitenden Textwettstreit im sakralen Raum stattfinden zu lassen. Es ist Reformationsjubiläum – und das lässt sich auch mit ungewöhnlichen Programmen feiern, wenn Luther inhaltlicher Dreh- und Angelpunkt ist.
 
Quelle: Jens Keienburg
„Luther wäre ein guter Slammer gewesen“, glaubt Petracca. Schließlich habe er die deutsche Sprache geprägt wie kein Zweiter. Dem konnte Moderator Philipp Herold, selbst Slam-Poet, mit stilistischen Beispielen nur beipflichten: Worte wie „Feuertaufe“ oder „Machtwort“, dazu Redewendungen wie „die Zähne zusammenbeißen“ stammen schließlich von dem Reformator. Sechs der bekanntesten deutschsprachigen Poetry Slammer stellten sich dem Luther-Slam in der etwa zur Hälfte gefüllten Heiliggeistkirche. Johannes Berger aus Hannover machte den Anfang, ein deftig-witziger Einstieg ins Thema mit dem Luther zugeschriebenen Tischspruch „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?“. Das fragt die Oma in die Familienrunde und löst eine Diskussion über die Freiheit der Rede aus, im Laufe derer der Großvater einen seiner Enkel – der den Reformator als Antisemiten bezeichnet – ermahnt, er solle doch „Luther bei die Fische geben“, sprich das Maul gegen die heutigen Antisemiten und Rassisten aufmachen.
 
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist
Seine Mitstreiterin Adina Wilcke aus Wien beleuchtete in ihrem Text die Sprache aus einem ganz anderen Blickwinkel: Sie wartet darauf, dass der andere endlich mal auf den Punkt kommt, den er eigentlich meint. Da sei Nonverbalität doch oft viel tiefer und weitergehender, „als uns die Sprache zu verstehen gibt“.
 
Sie „beneide und respektiere ihn wegen seines Mutes“, auch wenn er kein Vorbild für sie sei, sagt die Slammerin Zoe Hagen aus Berlin über Luther: Ein Bericht über Schulmobbing wegen ihrer dunklen Haut und ihres Körpergewichts, der aber auch einen Selbstfindungsprozess einschließt – sie lernt, sich selbst zu schätzen. Bleu Broode
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist
Sieger des Lutherslam: Bleu Broode
aus Leipzig gefiel durch einen mit witzigen Wortspielereien gespickten Beitrag, in dem es um Protest gegen Konventionen – Zum Beispiel: beim Abwischen das Papier knüllen statt zu falten – und die Berufswahl nach einem Abitur ausgerechnet in Bremen geht. Er weiß, was das Wichtigste an sich ist: „Hauptsache, die Haare liegen.“
 
Für den verhinderten Andy Strauß sprang Bo Wimmer aus Marburg ein, der seinen nächtlichen Papst-Traum zum Besten gab – „den hätte Luther so oder anders haben können“. Plötzlich änderte sich die Welt, jeder Christ gab 20 Prozent seines Einkommens den Armen – und die Bettler tanzten. Cool eigentlich, „nur Gott fand mich doof“. Nach Ende des Traums wusste er nicht mehr, was er glauben sollte. Die erste Runde beschloss Paul Weigl aus Berlin, der sich mit reicher Fantasie dem Thesenanschlag Luthers in Wittenberg widmete. Schließlich erreichten – nach der Lautstärke des Applauses des Publikums gewertet – Johannes Berger, Bleu Broode und Bo Wimmer das Finale, aus dem Broode mit einer ironischen Geschichte über ein Erstsemestertreffen von Theologiestudenten als Sieger hervorging.
 

Geliebte Freiheit: Europäische Songwriter-Konzert in der Lutherkirche

Freitag, 28.10.2016, 20 Uhr, Lutherkirche
Veranstalter: Schuldekanat und Citykirche
 
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Birgit Sommer am Mittwoch, 26. Oktober 2016
 
Quelle: Karin Wilke
Von der Freiheit eines Christenmenschen sprach Luther vor 500 Jahren. Noch heute ist die Freiheit Thema vieler aktueller Popsongs. So startet das von der Citykirche und dem Schuldekanat der Evangelischen Kirche organisierte Songwriter-Konzert am Freitag, 28. Oktober, um 20 Uhr in der Lutherkirche auch unter dem Titel „Geliebte Freiheit – Liberté mon amour – Beloved Freedom!“. „Musik hat immer eine Botschaft. Ohne Lieder hätte die Reformation in Heidelberg keinen Erfolg gehabt. Mal hören, wozu mich die neue Generation heute mit ihrer Musik auffordert“, meint Schuldekanin Beate Großklaus.

Natürlich geht der Blick der jungen Musiker weit über das kirchliche Umfeld hinaus, wie Organisator Gunter Hauser findet. Der Kraichtaler Pfarrer, der auch ein Jahr lang als Jugendreferent in Heidelberg arbeitete, hat die Musik längst zu seinem zweiten Standbein gemacht. Er spielt nicht nur selbst, sondern gibt Tontechnik-Seminare, produziert CDs und gestaltet Beschallungsinstallationen.

Seine Workshops für junge Songwriter startete er vor fünf Jahren. Die 18 jungen Musiker trafen sich im August im Château du Liebfrauenberg. „Es entsteht eine unglaublich kreative Atmosphäre“, beschreibt Hauser die Arbeit: Zwanzig Lieder hatten die Songwriter nach vier Tagen fertig. Nach Studioaufnahmen bringen sie nun ihre druckfrischen Ergebnisse in Straßburg, Heidelberg und Bruchsal auf die Bühne. Die englisch-deutsche Formation „Spirit’n’Jazz“ unterstützt sie als Band und wird auch einige Stücke ihrer CDs spielen, die weltweit Platzierungen bei Radiosendern erhalten haben.

Im Hintergrund dieser Aktion steht das „Europe Spirit“-Musikprojekt, Künstler aus zehn europäischen Ländern, die kulturelle Brücken in Europa intensivieren möchten. Dies wird von der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrhein-Konferenz und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.
 
Bericht von Karin Wilke
 
Zu wenig Liebe und zu viel Wirtschaft – Europäische Songwriter zeigten ihre eigene Sicht auf das Thema „Freiheit“
 
Quelle: Karin Wilke
Was die Zuhörer an diesem Abend von acht jungen Songwritern aus Deutschland, Frankreich, England und Italien zum Thema „geliebte Freiheit“ zu hören bekamen, war stimm- und wortgewaltige Musik vom Feinsten. In ihren Songs thematisierten sie Enge und Tempo unseres Alltages, die Übermacht der Wirtschaft, die in alle Bereiche unseres Lebens hineinreicht, zu wenig menschliche Nähe und die nie versiegende Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Ihre eigenen Kompositionen brachten sie auf ihrer Tournee durch Straßburg, Heidelberg und Bruchsal nun erstmals auf die Bühne.

Begleitet wurden die jungen Musiker von der englisch-deutschen Band „Spirit´n Jazz“, die die Songs mit professioneller Lässigkeit und musikalischem Fingerspitzengefühl zu einem musikalischen Erlebnis der Extraklasse machten. Seit Ostern 2006 treffen sich die Jazzmusiker aus Deutschland und England unter Leitung des Musikers Gunter Hauser regelmäßig, um neue Songs zu Themen, die sie bewegen, miteinander zu entwickeln und musikalisch auf die Bühne zu bringen. „Ihr aber seid zur Freiheit berufen, Freiheit heißt, in Liebe zu dienen“ lautet ihr diesjähriges Motto, unter dem auch das 5. Internationale Songwriting Seminar im Chateau du Liebfrauenberg in Frankreich stattfand.

Quelle: Karin Wilke
Dort trafen sich junge Musiker aus ganz Europa im August, um gemeinsam neue Songs zu schreiben. Das aktuelle Thema „Geliebte Freiheit – Liberté mon amour – Beloved Freedom!“ verbindet unter anderem das 500. Reformationsjahr mit frischen Popsongs. Im Hintergrund dieser Aktion steht das Europe Spirit Musikprojekt. Das sind Künstler aus 10 europäischen Ländern, die kulturelle Brücken in Europa intensivieren möchten. Dieses Projekt wird unterstützt von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Ober-RheinKonferenz.

Dieser über alle Sprachen hinweg verbindende Wunsch nach Freiheit und Zusammenhalt kam im letzten gemeinsam gesungenen Stück „La Musica“ noch einmal ganz besonders intensiv zum Tragen. Und so galt der begeisterte Applaus des Publikums am Ende des Abends sowohl den Musikern als auch dem gesamten Projekt, das in einem Alltag voller Beschränkungen und Abgrenzungen unsere ganze Aufmerksamkeit verdient.
 

Quelle: http://dai-heidelberg.de
Kantatengottesdienst zum Reformationstag

Montag, 31.10.2016, 20 Uhr, Heiliggeistkirche

Reformationsgottesdienst mit Kantate „Ein feste Burg“
Predigt: Prof. Helmut Schwier
Liturgie: Dekanin Dr. Schwöbel-Hug, Pfrin. Zweygart-Perez
 

„Schrei flugs und wehre dich“ – Konzertlesung bei Kerzenschein mit dem Heidelberger Gitarrenquartett und Texten von Martin Luther, Sophie Scholl und Martin Luther King

Sonntag, 13.11.2016, 20 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: Ulrike Klein
Mit den Worten „Schrei flugs und wehre dich“ widersetzte sich Martin Luther dem Papst. Ergänzt wurden seine Texte am Volkstrauertag um Widerstandstexte aus dem 20. Jahrhundert: "Das Truggebilde der autarken Wirtschaft muß in Europa verschwinden. Jedes Volk, jeder einzelne hat ein Recht auf die Güter der Welt!" (5. Flugblatt der Weißen Rose) "Ich habe den Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, in dem man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt" (Martin Luther King).
Die Texte von Sophie Scholl und Martin Luther King, die bei der Konzertlesung in der gefüllten Heiliggeistkirche rezitiert wurden, waren nach 70 bzw. 50 Jahren immer noch traurig aktuell!
 
Quelle: Carsten Polenz
Gerahmt wurden die Texte durch Musik des Heidelberger Gitarrenquartett bei Kerzenschein. Es spielte Stücke von Pretorius, Byrd, Boccherini, Kleynjans und Piazzolla.
Das Heidelberger Gitarrenquartett um die Gitarristen Nadine Engler, Christian Jung, Christoph Nikendei und Carsten Polenz wurde im Herbst 2004 gegründet. Drei von ihnen hatten seit 1991 im Jugend-Gitarren-Orchester Baden-Württemberg gemeinsame musikalische Erfahrungen gemacht und mit dem Orchester zahlreiche Auslandstourneen unter anderem nach Spanien, Thailand, Laos, Singapur und Australien absolviert. Das Repertoire des Heidelberger Gitarrenquartetts umfasst Werke von namhaften Komponisten wie Praetorius, De Falla, Ravel und Telemann, aber auch Originalkompositionen für Gitarrenquartett.
  

Festakt - Heidelberg wurde Reformationsstadt Europas

Montag, 12.12.2016, 19 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: EOK
Landesbischof Prof. Jochen Cornelius-Bundschuh
Gemeinsam mit dem Landesbischof der Evangelischen Kirche in Baden, dem Dekan der Katholischen Stadtkirche Heidelberg, dem Oberbürgermeister sowie Ministerin Theresia Bauer als Vertreterin der baden-württembergischen Landesregierung haben wir das Reformationsjahr sowei weiteren Gästen in unserer Stadt festlich eröffnen.
 
Es gab einen Festakt mit rund 350 Heidelberger Bürgerinnen und Bürger. Dabei wurde der Heidelberger Filmclip zur Reformation uraufgeführt.
 
Heidelberg wurde von der Gesamtkonferenz europäischer Kirchen (GEKE) zur „Reformationsstadt Europas“ ernannt. Ein Vertreter der GEKE ehrte Heidelberg mit einer Urkunde als „Reformationsstadt Europas“. 
 

CityGottesdienst: Jazz-Gottesdienst mit Weihnachtsliedern zum Mitsingen

Quelle: Citykirche
Montag, 26.Dezember 2016 (2. Weihnachtsfeiertag), 11 Uhr, Providenzkirche

Musik: Band "2nd Circle", Ablauf: Citypfarrer Vincenzo Petracca
 
Martin Luther war es wichtig, die im Gottesdienst meist lateinisch gesungenen liturgischen Gesänge der Gemeinde zugänglich zu machen. So hat er zu geistlichen und weltlichen Melodien seiner Zeit neue christliche Texte gedichtet und diese in unsere Gesangbücher eingebracht. In Jazz-Gottesdienst am 2. Weihnachtstag sind wir diesen Weg weiter gegangen und haben bekannte kirchliche Weihnachtslieder zu jazziger Musik gemeinsam gesungen und damit neu erschlossen.
 

Bürgermeister, prominente und ehrenamtliche Heidelberger servierten Menschen mit wenig Geld ein Festessen

Mittwoch, 15. Februar 2017

Quelle: Karin Wilke

 
Viele Besucher, die heute die Heiliggeistkirche in Heidelberg besichtigen wollten, staunten nicht schlecht, denn das Gotteshaus war reserviert für einen ganz besonderen Anlass. Erstmals lud an diesem Tag die Evangelische Kirche in Heidelberg sozial schwache und ausgegrenzte Menschen zu einem Drei-Gänge-Menü in die festlich eingedeckte Kirche ein, über 150 Gäste aus Heidelberg und Umgebung sind dieser Einladung zur „Tafel-Runde“ gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde das Essen von einem Faschingskonzert des Heiliggeistkantors Christoph Andreas Schäfer und seiner Frau Bettina Wunsch. Einen geistlichen Impuls zum reformatorischen Hintergrund gab Prof. Johannes Eurich, Leiter des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Uni Heidelberg.
 

Quelle: Karin Wilke

Bedient wurden die Gäste von außergewöhnlichem „Servicepersonal“: Neben Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, seinen beiden Amtskollegen Wolfgang Erichson und Dr. Joachim Gerner sowie den Dekanen der beiden Kirchen servierten viele weitere prominente und ehrenamtliche Helfer aus der Stadt und den Gemeinden. „Ich fühle mich wie auf einem großen Familienfest“, beschreibt der Oberbürgermeister die heitere Stimmung in der gefüllten Kirche. „Man fühlt sich wohl und gut aufgehoben, in netter Gesellschaft“, fährt er mit einem Blick auf seine Tischnachbarn fort. Diese sind positiv überrascht von ihrer prominenten Bedienung: „Wann hat man schon mal die Gelegenheit, den Oberbürgermeister persönlich kennenzulernen?“, freut sich ein aus Mannheim angereister Gast. Seine Tischnachbarin aus Leimen ist rundum zufrieden: „Das Essen schmeckt wunderbar und das Schönste daran ist, dass heute einmal wir bedient werden!“
 
Karin Wilke
 

Tanzgottesdienst "Khôra" mit Nanine Linning

Quelle: Karin Wilke
Sonntag, 19. Februar 2017, Heiliggeistkirche
 
Über 500 Personen besuchten den Tanzgottesdienst in Kooperation mit der Nanine Linning Dance Company des Stadttheaters Heidelberg  in der brechend vollen Heiliggeistkirche.
In der Rhein-Neckar-Zeitung stand "beim Tanz-Gottesdienst mit den Tänzen aus Nanine Linnings Choreographie 'Khôra' entstand in dem hohen Kirchenschiff ein fast magisches Miteinander zwischen Dekanin Marlene-Schwöbel-Hug, Citypfarrer Vincenzo Petracca, den Tänzern und den Besuchern - ein besonderes Geschenk zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation."
 

„Aufs Maul geschaut. Mit Luther in die Welt der Wörter“ – Interaktive Ausstellung zum 500. Reformationsjubiläum in der Heiliggeistkirche eröffnet

Quelle: www.heidelberg.de/cityofliterature
Die UNESCO City of Literature Heidelberg eröffnete am 24.2. in Kooperation mit der Citykirche Heiliggeist Sprachschöpfungen Martin Luthers in der Ausstellung „Aufs Maul geschaut . Mit Luther in die Welt der Wörter“. Vom 25. Februar bis 26. März 2017 ist die Ausstellung in der Heidelberger Heiliggeistkirche zu sehen.

„In unserer heutigen Zeit ist es nötig, die biblischen und auch die politischen Botschaften in ihrer großen Komplexität ernst zu nehmen. Sie verständlich, aber nicht vereinfacht oder gar verfälscht aufzunehmen und wiederzugeben. In dieser Verantwortung steht für mich das Erbe der Reformation in Bezug auf das Thema Sprache“, erklärt Dekanin Marlene Schwöbel-Hug in ihrem Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung. Aber sie warnt auch vor der Macht von Sprache, wenn sie missbräuchlich verwendet wird: „Dem Volk aufs Maul schauen – ja, wenn es darum geht, komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen. Nein, wenn komplexe Zusammenhänge verkürzt und dadurch sinnentfremdet werden.“

Quelle: Vincenzo Petracca
Licht-Installation zum Thema "Arbeit" im Altarraum - Pfr. Maas kam ins Arbeitslager, da er von der Kanzel gegen den Nationalsozialismus predigte und Juden vor der Vernichtung rettete
„Auf unserem Altar steht eine Lutherbibel. Die Installationen haben wir daher ins Zentrum unseres Gotteshauses genommen, sogar in den Altarraum“, erläutert Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca die ungewöhnlichen Kunstobjekte in der Kirche. „Einen Monat lang werden wir um und mit den Installationen über Luthers biblische Redewendungen Abendmahl feiern. So wird sichtbar werden: Wir Evangelische leben vom Wort, wir machen Kunst auf Augenhöhe erfahrbar.“
 
 

CityGottesdienst: „Und weil der Mensch ein Mensch ist – Texte und Töne vom Menschen von Martin Luther, Bertold Brecht, Johann Sebastian Bach und Hanns Eisler“

Sonntag, 5.3.2017, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: privat, Renate Wind

Der Gottesdienst enthielt Texte und Lieder über das Menschsein, von Luther, Brecht, Bach und Eisler. Brecht hat nach eigenem Bekunden an der Sprache Luthers angeknüpft, Eisler an der Musik Bachs, und alle sind auf je eigene Weise von biblischen Traditionen durchzogen. Der Gottesdienst war eine ungewöhnliche literarisch-musikalische Spurensuche!

Quelle: privat, Michael Kuch

Mit Prof. Dr. Renate Wind (Texte) und Prof. Dr. Michael Kuch (Flügel).

Renate Wind war Professorin für Altes und Neues Testament sowie Kirchengeschichte an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Ihr Arbeitsschwerpunkt war Biografieforschung. 1993 wurde sie für ihre Bonhoeffer-Biografie „Dem Rad in die Speichen fallen“ mit dem „Evangelischen Buchpreis“ ausgezeichnet.
Michael Kuch ist Professor für Systematische und Praktische Theologie in Nürnberg sowie Organist und Pianist.
 

 Quelle: Bildhauer Axel Seyler
Luther zertritt das Geld

Quelle: Bildhauer Axel Seyler

Luthers Tritt gegen den Frühkapitalismus, aber Fehltritt gegen die Bauern, Täufer, Juden und Muslime

Studienwochenende mit Prof. Dr. Ulrich Duchrow - Freitag, 24.03. bis Sonntag, 26.03.2017

Vortrag mit Diskussion mit Prof. Dr. Ulrich Duchrow

"Befreiung von Gewalt: Von den Zweideutigkeiten der Reformation zum Friedenshandeln heute"
Freitag, 24.03., 20 Uhr, Arche

Workshop mit Prof. Dr. Ulrich Duchrow

Samstag, 25.03., 9 bis 18 Uhr, Schmitthennerhaus

Gottesdienst „Der Friede Gottes verwandelt unser Leben im Sinne Jesu“

Sonntag, 26.03., 10 Uhr, Petruskirche
Mitwirkende: Wolfgang Krauß, Mennonitengemeinde Bammental-Heidelberg (Predigt), Pfr. Dr. Vincenzo Petracca, Pfr. Albrecht Herrmann, Prof. Dr. Ulrich Duchrow
 
Das Studienwochenende war eine Kooperation mit der Blumhardt- und Wicherngemeinde in Heidelberg-Kirchheim
 

Der Eine und die Vielen - Heidelberger Frühling: Das Ensemble Voces8 und Stipendiaten mit Beitrag zum Reformationsjubiläum in der Heiliggeistkirche

Dienstag, 18. April 2017, Heiliggeistkirche
Eine Kooperation der Citykirche Heidelberg mit dem Heidelberger Frühling
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Marie-Theres Justus am 20. April 2017
 
Mit dem Glauben ist das so eine Sache: Der Schritt von der privaten Überzeugung zur Mission ist ein kurzer. Millionenfach wurde Blut vergossen im Glauben an den Einen Gott. Dabei sind die verbindenden Elemente innerhalb der vielen Kirchen größer als die Trennenden. Allenthalben gedenkt man in diesem Jahr der Reformation. Der Beitrag des Heidelberger Frühling zu diesem Thema ging jedoch noch weiter, wurde doch die Versöhnung zwischen den verschiedenen Kirchen musikalisch zelebriert.

„Im Osten und im Westen“ hieß das anspruchsvolle Programm des britischen Vokalensembles Voces8, das eigens für die Heiliggeistkirche konzipiert wurde, spiegelt sich doch in der Historie dieses Baus die wechselvolle Kirchengeschichte eindrücklich wider. Neben Werken für den katholischen und den protestantischen Gottesdienst brachten die acht Sängerinnen und Sänger auch Kompositionen der anglikanischen Kirche mit sowie zwei Gebetskompositionen von Sergej Rachmaninow als Beiträge aus dem Bereich der Ostkirche. Drei Vertonungen des Glaubensbekenntnisses – von Praetorius, Monteverdi und Rachmaninow – bildeten das musikalische Zentrum: das Einende in der Vielfalt.

Der gesamte Innenraum der Heiliggeistkirche wurde an diesem ungewöhnlichen Abend einbezogen. In einer großen Ellipse um den freien Innenraum im Langhaus sitzend, wurde das Publi kum ausdrücklich aufgefordert, sich den Sängern anzuschließen und den unteren Kirchenraum zu durchwandern.

So erklangen die einzelnen Werke an unterschiedlichen Orten vom Altarraum bis hin zu den Emporen. Nicht jeder neue akustische Aspekt konnte dabei rundweg überzeugen. Zum Beispiel tat der halligste Aufführungsort den Bachschen Koloraturen und der stringenten Polyphonie in der Motette „Singet dem Herrn“ nicht gut. Anderes wiederum – wie das Rachmaninowsche „Ave Maria“ an der einzigen Mariendarstellung im Kirchenraum – war tief ergreifend.

Quelle: Citykirche
Vier Interludien des jungen kanadischen Komponisten „Frühlings“-Stipendiaten Thierry Tidrow wurden für dieses einzigartige Konzert in Auftrag gegeben und erklangen zwischen den Programmteilen als Uraufführungen. Han Kim (Klarinette und Bassklarinette), Alexej Gerassimez mit vielseitiger und hochkomplexer Percussion sowie Hiyoli Togawa (Viola) interpretierten mit Können und echter Hingabe die anspruchsvollen Partituren, die einzelne Elemente der Vokalwerke aufnahmen, verfremdeten, zerrieben und neu zusammensetzten. So spielte Tidrow mit der Organaltechnik und modalen Versatzstücken ebenso wie mit einer ausgefeilten Kontrapunktik auf eine Purcellsche Liedzeile

Das die Kirchen verbindende Element des Lichtes wurde wirkungsvoll in Szene gesetzt mit diversen blauen und gelborangen Scheinwerfern, die einer wohlüberlegten Lichtregie folgten.
 

Konzertlesung „Luthers Feste-Burg-Lied und die politischen Folgen“

Sonntag, 30.4.2017, 17 Uhr, Heiliggeistkirche

 Quelle: Klaus Meyer

Quelle: Klaus Meyer

Der Figuralchor Heidelberg unter Leitung von Beate Rux-Voss sang Motetten von Johann Friedrich Doles, Georg Philipp Telemann, Arnold Mendelssohn und J. S. Bach.

Im Vortrag "Martin Luthers Feste-Burg-Lied und die politischen Folgen" führte Prof. Dr. Wolfgang Herbst aus:
Luthers Lied hat eine vielfältige Geschichte hinter sich. Es wird überall in der protestantischen Welt und darüber hinaus gesungen, gibt aber auch manches Rätsel auf. So wissen wir nicht, aus welchem konkreten Anlass Luther das Lied gedichtet hat, gegen welche Feinde es sich richtet und wie es zur Veränderung seiner ursprünglichen Melodie gekommen ist.
Das als Trostlied gemeinte, aber mehr und mehr mit Trotz und Durchhaltewillen in Verbindung gebrachte Lied von der festen Burg wurde geliebt und bekämpft. Es hat vielen Menschen in der Not den Glauben gestärkt, aber es wurde auch für unterschiedliche Zwecke benutzt und politisch in Anspruch genommen. Eine kritische Annäherung an Luthers bekanntestes Lied und seine Geschichte kann helfen, neu mit ihm umzugehen.
 
Kooperation mit der Johannesgemeinde, Heidelberg-Neuenheim
 

Jazzgottesdienst "Ein feste Burg"

Martin Luthers Lieder frei interpretiert mit dem Christoph-Georgii-Trio feat. Tine Wiechmann
Sonntag, 14.5.2017, 11.00 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: www.christoph-georgii.de
In diesem Konzertgottesdienst anlässlich des Reformationsjubiläums wurden Martin Luthers Lieder frei und jazzig interpretiert vom Christoph-Georgii-Trio feat. Tine Wiechmann.
Für Martin Luther war die Freiheit des Individuums zentral, entsprechend wandte er sich gegen die Bevormundung des Vatikans und berief sich auf die Gewissensfreiheit. Freiheit verstand er dabei in einem dialektischen Spannungsverhältnis, denn die Freiheit des Individuums findet ihre Schranke im Gemeinwohl aller, daher sollte man gleichzeitig der „dienstbare Knecht aller sein“, führt er in seiner Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ aus.
Dieses theologische Spannungsverhältnis wurde im Gottesdienst auf den Jazz übertragen: Der Jazz lebt von der Freiheit und der Improvisation des Künstlers. Zugleich „dient“ der Künstler aber der Band. Lutherische Freiheitslehre trifft Jazz – ein spannendes Projekt.
Es improvisierte dabei das Christoph-Georgii-Trio feat. Tine Wiechmann:
Tine Wiechmann -Gesang
Christoph Georgii - Piano
Torsten Steudinger - Bass
Tobias Stolz - Schlagzeug
 
 

Ausstellung zum Heidelberger Katechismus in der Heiliggeistkirche
Quelle: Citykirche Heiliggeist

Mit Einweihung der Gedenktafel „Heidelberger Katechismus“ in der Heiliggeistkirche

Öffentliche Vernissage: Sonntag, 21.5.2017, 11 Uhr
Ausstellung: Sonntag, 21.5. bis Samstag, 17.09.2017
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr;  Sonn- und F eiertag: 12.30 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei

 Vernissage im CityGottesdienst

mit festlicher Einweihung der Gedenktafel „Heidelberger Katechismus“ im Chorraum der Heiliggeistkirche am 21.5., 11 Uhr
anschl. Musikalische Lesung der Katechismus-Texte von Prälat Traugott Schächtele

Ausstellung

In der Geburtskirche des Heidelberger Katechismus zeigt eine Ausstellung Entstehung, Inhalt und Wirkung der wichtigsten reformierten Bekenntnisschrift.

Ein kleines Buch mit großer Wirkung: Von der Heidelberger Heiliggeistkirche aus verbreitete sich der Heidelberger Katechismus in Deutschland, Europa und in der Welt. In mehr als 40 Sprachen wurde er übersetzt. Bis heute dient er vielen Kirchen und Gemeinden als eine Grundlage ihres evangelischen Bekenntnisses. Vor allem in reformierten Kirchen hat er eine große Verbreitung gefunden.
 
In Frage- und Antwortform erklärt er den christlichen Glauben, wie er in der Reformationszeit verstanden wurde.
Auf die Frage: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“, antwortet er: „Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre."

In zwölf großen Wandfahnen informiert die Ausstellung an seinem Geburtsort über Entstehung, Inhalt und Wirkung des Katechismus.
 

Tanz-Gottesdienst "Luther in Latin-Takt"
Quelle: Roland Leypoldt

Christi Himmelfahrt, 25.5.2017, 11.00 Uhr, Heiliggeistkirche
In Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger 
 
Einen heiteren und beschwingten Tanz-Gottesdienst feierte die Heiliggeistkirche gemäß dem Luther-Zitat: "Christen sind ein seliges Volk. Die können sich freuen im Herzen, können tanzen und springen und jubeln.“
Tradition traf dabei Innovation und Luthers Musik traf heiße Rhythmen aus Lateinamerika. Lutherlieder aus dem Gesangbuch hatte Kantor Christoph Andreas Schäfer mit Band im Latin-Groove arrangiert zum Singen und Tanzen.
 
Im Gottesdienst tanzten die Tanzlehrer Daria Bieniek und Johannes Scheurig von der Tanzschule Nuzinger zu "Ein Feste Burg" Rumba und zu "Vom Himmel hoch" Cha-Cha-Cha.
Aus einem derben mitteralterlichen Tanzlied formte Luther das weihnachtliche Kinderlied "Vom Himmel hoch“. Bei der Weihnachtsfeier im Hause Luther wurde dazu noch der ursprüngliche Ringeltanz getanzt.
Nach dem Gottesdienst tanzte die Gemeinde im Altarraum Cha-Cha-Cha, Rumba und Salsa.
 

„Wir feiern die ganze Nacht, die ganze Nacht!“ – 250 Jugendliche tanzten in der Heiliggeistkirche

Freitag, 26.5.2017, 20.30 Uhr, Heiliggeistkirche
In Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger 
 
Quelle: www.nuzinger.de
Zum Schluss gab es ein Selfie mit unserem Playmo-Luther!
Touristen und Fußgänger staunten am Freitagabend nicht schlecht, als ca. 100 Jugendliche im Partyoutfit vor der Heiliggeistkirche Schlange standen und auf den Einlass warteten. Die Citykirche Heidelberg unter der Leitung von Pfarrer Vincenzo Petracca stellte in Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger im Rahmen des Reformationsjubiläums eine besondere Tanzparty in der Kirche auf die Beine.

Nachdem die jungen Tänzer aus Gemeinden und der Tanzschule zunächst Gelegenheit hatten, in der doch für die meisten ungewohnten Location anzukommen, kam sehr schnell eine lockere und energiegeladene Stimmung auf. Schon vor der offiziellen Begrüßung tanzten einige im Mittelschiff klassische Tänze wie Cha-Cha-Cha und Disco Fox. „Überrascht hat mich, dass Partytänze solchen Kultstatus haben! Da habe ich den Macarena gleich in erster Reihe mitgetanzt!“ so Petracca. Zahlreiche Touristen beobachteten das ungewöhnliche Treiben in der Kirche von der Glastür aus.

Quelle: Vincenzo Petracca
Auch für das Nuzinger Team war diese Fete eine Neuheit. „Für uns ist Vincenzo Petracca der coolste Pfarrer, der dieses Event für alle erst möglich gemacht hat!“ betont Tanzlehrer Johannes Scheurig. "Warum tanzen in der Kirche? Tanzen ist eine Art das Leben zu feiern, das der Schöpfer geschenkt hat, und hat daher viel mit Gott zu tun", erklärt Petracca. Klar, dass dieser beim flotten Discofox zum Hit „Sing Hallelujah“ besonders strahlte.
 
Mit einem Grinsen in vielen Gesichtern ging die außergewöhnliche Tanzpartyparty gegen Mitternacht zu Ende. Eine Jugendliche aus der Jugendkantorei Heiliggeist stellte begeistert fest: "So viele Jugendliche habe ich noch nie in einer Kirche gesehen." Nach viel positiver Resonanz ist eine Wiederholung, auch für Erwachsene, durchaus denkbar.
(Wiebke Schuppe)
 

Theatergottesdienst: Der blaue Würfel

Quelle: Dr. Manfred Schneider (bearbeitet Vincenzo Petracca)
Pfingstsonntag, 4.6.2017, 11 Uhr, Heiliggeistkirche
Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg

Der Theatergottesdienst, den Pfarrerin Sigrid Zweygart-Perez gestaltete, drehte sich um das Stück "Der blaue Würfel", das im Stadttheater läuft. Vom Theater gestalteten die Schauspielenden Sheila Eckardt, Andreas Uhse und Marco Albrecht sowie der Dramaturg Jügen Popig den Gottesdienst mit.
 
 

Ausstellung: „Davon ich singen und sagen will“
Quelle: Dr. Manfred Schneider (bearbeitet Vincenzo Petracca)

Gesangbuchschätze aus sechs Jahrhunderten

Ort: Heiliggeistkirche (Südempore)
Öffentliche Vernissage: Donnerstag 22.6.2017, 20 Uhr
Ausstellung: Freitag, 23.6. bis Freitag, 28.7.2017
Die Ausstellung wurde eröffnet durch einen Vortrag von Dr. Udo Wennemuth „Das Gesangbuch – Spiegel des Glaubens“.

In der Ausstellung warenGesangbücher seit der Reformation zu sehen. Die Exponate waren Leihgaben der Bibliothek und des Archivs der Evangelischen Landeskirche in Baden.
 
Kooperation mit der Johannesgemeinde, Heidelberg-Neuenheim
 

„Frauen der Reformation“ – Predigtreihe Heiliggeist 2017

Sonntag , 3.9. bis Sonntag 29.10.2017, jeweils 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 

Die Frauen der Reformation werden im Jubiläumsjahr oft vergessen. In der Predigtreihe machen wir ausgewählte Frauengestalten der Reformationszeit (wieder) sichtbar.

Sonntag, 3.9.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Katharina Zell

Prediger: Dr. Vincenzo Petracca

Sonntag, 10.9.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Wilbrandis Rosenblatt

Predigerin: Sigrid Zweygart-Pérez

Sonntag, 17.9.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Argula von Grumbach

Lesungsgottesdienst mit Stephanie Höhner

Sonntag, 24.9.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Katharina von Bora

Predigerin: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug

Sonntag, 8.10.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Caritas Pirckheimer

Prediger: Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele

Sonntag, 15.10.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Otilie Müntzer

Predigerin: Prof. Dr. Renate Wind

Sonntag, 29.10.,11 Uhr, Heiliggeistkirche
Olympia Fulvia Morata

Predigerin: Dr. Heike Springhardt
 

Quelle: Citykirche Heiliggeist
Luther – Stummfilm mit Livemusik

Dienstag, 28. November 2017, 19 Uhr, Heiliggeistkirche
 
Ziemlich genau 90 Jahre nach seiner Premiere ist der kontrovers diskutierte Film 2017 aufwendig rekonstruiert worden und wurde nun erstmals unzensiert in Heidelberg gezeigt.
Durch die Restaurierung sind insbesondere Licht-Schatten-Wirkungen erstmalig wieder voll erlebbar. 
 
Organist war an diesem Abend der vielfach ausgezeichntete Chorleiter und Komponist Jan Wilke. Elektronische Instrumente bedient Produzent und DJ Tobias Breier.
 
Ein Beitrag zur UNESCO City of Literature
Kooperation mit dem Kulturamt und dem Medienforum (Karlstorkino)
 

Gut zu sein und doch zu leben - Theater-Gottesdienst zu "Der gute Mensch von Sezuan"

Sonntag, 21. Januar 2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: Sebastian Bühler (Theater der Stadt Heidelberg)
In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg
 
Gestaltung: Citypfarrer Vincenzo Petracca, Leitende Dramaturgin Sonja Winkel, Künstlerinnen und Künstler des Theaters
 
Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" bildete den Ausgangspunkt für den Gottesdienst am 21. Januar. Brechts Frage, ob der Mensch gut sein kann, wurde mit Luthers Aussagen hierzu bei der Heidelberger Disputation ins Gespräch gebracht. 
Im Anschluss an den Gottesdienst war Gelegenheit, gemeinsam zu diskutieren.

Getanzte Passion – Ökumenischer Flamenco-Gottesdienst
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist

Samstag, 24.3.2018, 19 Uhr, Jesuitenkirche

Kooperation mit der Citypastoral Jesuiten
 
In der Heidelberger Disputation rückte Luther die Theologie des Kreuzes in die Mitte der Theologie. Das Thema „Kreuz“ wurde im ökumenischen Flamenco-Gottesdienst in der vollbesetzten Jesuitenkirche choreografisch umgesetzt.
 
Das Leiden Jesu wurde gelesen nach dem Evangelist Lukas und in der Ausdrucksform des Flamenco aufgeführt von der Mannheimer Flamenco-Tänzerin Cristina West und ihrem Kreis. Schwere und
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist
Ernsthaftigkeit des Flamencos wechselten sich ab mit der explosiven Wucht dieser Tanzform. Musik und Bewegung schwankten zwischen Wehklage, Verzweiflung und Hoffnung.
  
Cristina West (Tanz)
David El Gamba (Gesang)
Pepe (Gitarre)
Salvatore Volker Schuhmacher (Percussion)
 

Quelle: Markus Nierth
Gottesdienst mit Luther-Preisträger 

Sonntag, 25.3.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Kooperation mit dem Kulturamt

Predigt: Markus Nierth, Bürgermeister a.D. und Luther-Preisträge
 
Im Rahmen des Jahresthemas "500 Jahre Heidelberger Disputation" hielt Markus Nierth, Theologe, Bürgermeister a.D. und Luther-Preisträger "Das unerschrockene Wort" die Predigt zum Thema "Kreuznachfolge". Luther entfaltete bei der Heidelberger Disputation seine Kreuzestheologie.
Nierth erlangte im Zusammenhang mit den Konflikten um eine Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz überregionale Bekanntheit und wurde 2017 mit dem Luther-Preis ausgezeichnet.
 

 
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