Unser pädagogisches Konzept

Inhalt:
 

Vorwort zur Konzeption aus der Sicht der Gemeinde und des Pfarramts

Die Jakobus – Kita verbindet die Jakobusgemeinde auf eine offene Weise mit jungen Familien. Im Rahmen des lebensbezogenen Lernens bietet die Kita den Kindern und Eltern Möglichkeiten, Erfahrungen mit evangelischen Gottesdiensten und sozialem evangelischen Engagement zu machen. ( Aktionen wie „Brot für die Welt“, „Kleider für Bethel“.)

Nahe an der Kirche gelegen weist die Kita auf die Kirche als freundlichen, wohltuenden Raum, in dem man zur Ruhe kommt, sich sammelt, aber auch spielt und feiert.
 
Der Geist des Respekts und der Dankbarkeit, der immer wieder in den Zielformulierungen des pädagogischen Teams deutlich wird, hat christliche Wurzeln. Er wird nicht zuletzt auch spürbar im offenen, wertschätzenden Miteinander von Kita-Leitung und Gemeindeleitung.

Unser Bild vom Kind

Das Kind, ein kleiner Mensch, ein soziales, eigensinniges Wesen, dass neugierig und wissensdurstig die Welt mit all seinen Sinnen zu erkunden, erleben und verstehen sucht.
Wir unterstützen das Kind in seinen Verlangen und bieten dazu Raum, Zeit und Material. Wir begleiten und unterstützen es in seinen Bildungs- und Entwicklungsprozessen und in seinen religiösen Fragen.
Wir sehen das Kind als Person mit seinen Bedürfnissen nach menschlicher Zuwendung, sozialer Einbindung, Anerkennung, Bewegung sowie nach Essen, Trinken, Wärmen und frischer Luft.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Quelle: Stefan Weisenberger

Pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten nach dem lebensbezogenen Ansatz, in dessen Fokus das Leben und Lernen der Kinder steht und das die Wirklichkeit durch Unmittelbarkeit, Ganzheitlichkeit, Sinnlichkeit, Echtheit, Freude und Natürlichkeit erleben lässt.
Die Kinder erleben lebensbezogene Themen, in denen sie sich bilden können. Aus diesem Grund ist die Projektarbeit Mittelpunkt unseres Schaffens, das heißt, wir greifen die Themen der Kinder auf, die sie interessieren und jedes Kind kann sich seinem Entwicklungsstand entsprechend einbringen.

Weiter gehört dazu in der Gemeinschaft miteinander zu leben. Die beiden Kindergartengruppen bestehen aus festen Stammgruppen und mischen sich während des Tagesablaufs und zur geplanten Aktivitäten. Auch der Kontakt zur Kleinkindgruppe ist regelmäßig mit gemeinsamen Morgenkreisen und zum gemeinsamen Spielen im Garten.

Es handelt sich um eine Pädagogik für das Leben, aus dem Leben und am Leben aller entlang.

Dazu gehören in unserem Kindergarten feste Abläufe und Regeln, die den Kindern Orienteierung geben. Darin eingebettet und gleichzeitig die wichtigsten Formen unser Arbeit sind Projekte, Angebote und Freispiel.

Die wichtigsten Formen unser Arbeit sind Projekt, Angebot und Freispiel.

Projekt

Über 3 oder 4 Wochen oder auch länger wird ein bestimmtes Thema mit den Kindern lebensnah behandelt und erlebt. z.B. Beobachtung der Kleintiere in der Erde.

Angebot

z. b. Einführung eines Liedes , Vorstellung eines Bilderbuches etc. Dabei hat das persönliche Erzählen oder das Begleitspiel einer Gitarre einen höheren Stellenwert, als das Erleben von CD bzw. aus zweiter Quelle.

Freispiel

Beim Freispiel kann das Kind die Zeit, den Spielort, die Spielmaterialien, den Spielpartner und die Dauer des Spiels selbst bestimmen. Das Freispiel hat eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung des Kindes: weil das Kind sein Spiel selbständig bestimmen kann, wird die Persönlichkeit des Kindes gestärkt und ausgelebt. Es müssen Kompromisse mit anderen Kinder geschlossen werden. Das Kind findet einen Platz und seine persönliche Rolle in der Gruppe. Das Freispiel hat für uns eine wichtige Bedeutung und nimmt dadurch im Kindergartenalltag viel Zeit in Anspruch.
In der Freispielzeit können auch ein paar Kinder alleine im Aussengelände spielen (mit Absprache).

Besondere Priorität liegt auf dem direkten Erleben vor Ort.

Zum Beispiel: der Regenwurm

Wir begegnen dem Regenwurm in seiner direkten Umgebung, dort wo er lebt, in der Erde. d.h. Wir gehen mit den Kindern auf die Wiese und erleben den Regenwurm somit vor Ort und holen ihn nicht aus seiner gewohnten Umgebung heraus in unsere Kita.

Der lebensbezogene Ansatz geht davon aus, dass für die Bildung und Erziehung bei Kindern das Wissen, das praktische Tun sowie die emotionale Entwicklung eine gleichwertige Rolle spielen. In erster Linie setzt der lebensbezogene Ansatz auf erlebende Bildung in allen Lebensbereichen der Kinder.

Während unsere päd. Arbeit, beobachten wir die Kinder in ihrer Entwicklung und dokumentieren die Entwicklungsschritte in Ordner (Portfolios). Beim jährlichen Entwicklungsgespräch (Geburtstage des Kindes) ist der Ordner eine wichtige Grundlage fürs Gespräch. Am Ende der Kindergartenzeit bekommt jedes Kind seinen Ordner mit den eigenen Werken gefüllt mit nach Hause.

Spezielle Angebote für Schulanfänger

Unser Angebot für die Schulanfänger beinhaltet Projektorientiertes Arbeiten in dieser Gruppe über einen Zeitraum von einem halben Jahr. z.B Zahlenland, Buchstabenland.

Weiterhin führt diese Gruppe besondere Aktionen auch außer Haus durch, z.B. Besuch bei der Polizei oder einer Buchhandlung. Die Kooperationslehrerin aus der zuständigen Grundschule arbeitet eng mit den Schulanfängern in unserer Einrichtung, und ein Schulbesuch unserseits findet statt.

Religionspädagogische Arbeit

Es ist die Aufgabe der Erzieherinnen im evangelischen Kindergarten, bei unseren Kindern den christlichen Glauben in der päd. Arbeit zu leben und vermitteln.

Gebete, biblische Geschichten, Lieder und Gespräche verdeutlichen Gottes Handeln in kindgerechter Weise und begleiten uns in unserer täglichen Arbeit. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde und den Familien sehr wichtig. z.B. bei den Gottesdiensten und dem Gemeindefest.

Wir bereiten kindgemäß christliche Feste vor und führen sie durch. Die Kinder unseres Kindergartens sollen im Sinne unserer christlichen Überzeugung den toleranten und liebevollen Umgang mit Menschen erleben und zu diesem hingeführt werden. Dies ist wichtig zur Vorbereitung auf ihr weiteres Leben.

Zur Erziehungsarbeit unseres Kindergartens gehört besonders die Auseinandersetzung mit den Fragen des Glaubens. Jedes Kind hat Fragen, woher das Leben kommt, wer es und seine Familie behütet und bewahrt, was nach dem Tod kommt…

Wir wollen den Kindern auf diese Fragen Antworten geben, die sie nicht ängstigen, sondern ihnen Hoffnung geben und Trost spenden. Wir pflegen dabei den Austausch mit der Jakobusgemeinde.

Pädagogischer Ansatz in der Kleinkindgruppe

Auch in der Kleinkindgruppe bietet der lebensbezogene Ansatz den Leitfaden für unsere Arbeit.
Unser wichtigstes Ziel ist es, jedes einzelne Kind gemäß seiner eigenen Bedürfnisse und Begabungen in allen Entwicklungsbereichen zu fördern und zu unterstützen.

Innerhalb unseres Tagesplanes, der uns den festen Rahmen liefert und den Kinder dieses Alters als Orientierung benötigen, bieten wir viel Raum zu freien Entfaltung.

Die Kinder haben die Möglichkeit, vielfältige Sinneserfahrungen mit den unterschiedlichsten Materialien (Sand, Wasser, Ton, Holz, Papier, Farbe…) zu sammeln. Neben dem Experimentieren ist hierbei auch ein hohes Maß an Kreativität gefragt.

Ein großes Bewegungsangebot (angeleitet oder frei) soll Motorik, Gleichgewichtsinn, Körpererfahrung fördern und mit gezielten Übungen die Vernetzung beider Gehirnhälften unterstützen. Beim Singen, Reimen, Dichten und Erzählen wird die Sprache gefördert.

Das Gemeinsame bewältigen von alltäglichen Situationen wie Tischdecken, Brote schmieren usw. fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und Sozialverhalten sowie das Selbstbewusstsein, nach dem Motto „ Ich kann das schon“…

Wir orientieren uns in der Kleinkindgruppe während der Eingewöhnungsphase am Berliner Eingewöhnungsmodell von Herr Laewen. In den ersten vier Tagen kommt die Bezugsperson mit dem Kind jeweils eine Stunde, danach wird das weitere Vorgehen mit der stufen weisen Eingewöhnung mit den Eltern besprochen.

Schlusswort

Kinder lernen, was sie leben

Wenn Kinder mit Toleranz leben, lernen sie, geduldig zu sein.

Wenn Kinder mit Ermutigung leben, lernen sie, zuversichtlich zu sein.

Wenn Kinder mit Lob leben, lernen sie anzuerkennen.

Wenn Kinder mit Bejahung leben, lernen sie, Liebe in der Welt zu finden.

Wenn Kinder mit Ehrlichkeit und Fairness leben, lernen sie, was Wahrheit und Gerechtigkeit sind.

Wenn Kinder mit Sicherheit leben, lernen sie, an sich zu glauben und an die, die um sie sind.

Wenn Kinder mit Freundlichkeit leben, lernen sie, dass die Welt ein schöner Ort zum Leben ist.

Wenn Kinder mit Gelassenheit leben, lernen sie, innerlich gelassen zu sein.