Vaterunser

Zyklus von Siegfried Angermüller

Der Künstler SAGA zu seinem abstrakten Vaterunser-Bildern

Quelle: SAGA
Großer Gemäldezyklus zum Vaterunser des Heidelberger Künstlers Siegfried Arno Gottlieb Angermüller (mit Künstlername SAGA) in der Heiliggeistkirche
Die Ausstellung war vom 13. September bis 21. November 2015 zu sehen.
 
Der Künstler sagt über seinen abstrakten zehnteiligen Zyklus: "Was mich immer wieder erstaunt, - ist, - dass das Vaterunser für die vielfältigsten Situationen des Lebens geeignet ist: sei es zur Taufe, zur Konfirmation, zur Hochzeit, zum Tod, -  sei es im Krankenhaus, im Büro, im Urlaub, - sei es auf dem Autobahnparkplatz, im Flugzeug oder wenn die Erde bebt. Menschen suchen zurecht einen Halt im Vaterunser, - bei dramatischen Ereignissen oft auch diejenigen, die sonst mit Beten wenig anzufangen wissen.
Denn:  Wo in der Welt lässt sich mit so wenig Worten so viel sagen?
Und so kam es, dass ich diesen erstaunlich komprimierten Gebetstext mittels archaischer und symbolstarker Formen und Farben in eine ebenso reduzierte Bildsprache übertragen wollte. Illustrierende oder figurative Darstellungen habe ich bewusst vermieden. Gemäß der Redewendung: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, war es mein Bestreben synästhetische (Sinnesverknüpfung) wie synergetische (Aktionsverknüpfung) Wahrnehmungen anzuregen, wie sie beispielsweise beim Hören von Musik in uns ausgelöst werden können. Als eine zeitgenössische Version sollte dieser Vaterunser-Zyklus eine Revision und damit einen neuerlichen und förderlichen Zugang zu diesem Gebet auslösen."
 

Künstlervortrag und Orgelkonzert am 11. Oktober 2015

Quelle: Vincenzo Petracca
Zyklus von Siegfried Angermüller im Nordschiff der Heiliggeistkirche
 
Gemälde, die das „Vaterunser“ zum Thema haben, sind in Heidelberg kaum bekannt. Nach 29 Ausstellungen in ganz Deutschland ist derzeit der Zyklus aus zehn großformatigen Bildern des Heidelberger Künstlers SAGA (Siegfried Arno Gottlieb Angermüller) in der Heiliggeistkirche zu sehen.
Ein zeitgenössisches Kompositionskonzept offeriert dem Betrachter vielseitig erfahrbare Wahrnehmungsmöglichkeiten, welche durch kosmische und transzendente Zusammen-hänge in der Farben- und Formensprache ausgelöst werden können.
Personifizierte Darstellungen sind in dieser auf Meditation ausgerichteten Bilderfolge bewusst vermieden worden, entsprechend der Hinweise in der Bibel, in der Thora und dem Koran, wo es heißt: „Du sollst dir kein Bildnis machen von Gott“. Vielmehr prägen wechselseitige Polaritätsbeziehungen diesen Zyklus in seiner spirituellen Dynamik.
Da das Dargestellte über den rein rationalen Horizont hinausreicht, gab der Künstler bereichernde Zusatzinformationen in einem eindrücklichen Vortrag. Die Organistin Beate Rux-Voss rahmte den Vortrag durch Orgelvariationen zum Vaterunser von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Manfred Kluge.

Chorkonzert zur Finissage am 21. November 2015

Finissage mit Chorkonzert und Werkeinführung durch den Künstler SAGA
 Quelle: Siegfried Angermüller

Quelle: Siegfried Angermüller

Chorkonzert: Vaterunser-Kompositionen von der Gregorianik bis zur Moderne
Johannes Vogt - Laute
Russ Hodge - Gambe
Kammerchor der Heidelberger Studentenkantorei
und Junge Kantorei Freiburg
Leitung - Christoph Andreas Schäfer

Kurzbiografie von Siegfried Arno Gottlieb Angermüller (SAGA)

Quelle: Siegfried Angermüller
SAGA lebt und arbeitet seit 35 Jahren als freiberuflicher Künstler meistens in Heidelberg. Bisher über 100 Ausstellungen in Deutschland und dem europäischen Ausland (in Galerien, Kunstvereinen, Kunstmessen, Kirchen, Universitäten, Wirtschaftsunternehmen). U.a. Teilnahmen im Grand Palais, Paris, Salon d’automne – und Royal Academy, London, Summerexhibition. Einzelausstellung 2008 im Europäischen Parlament, Straßburg, mit dem Doku-Kunst-Frottageprojekt „Die Europäische Union und ihre 28 Hauptstädte“. Weitere Projektschwerpunkte: hyperbolische Raum-Bilder (gekrümmte Leinwände). Objekt-Bilder (Holz). Engel, die andere Art (große bemalte Holzfiguren). Roll-Bilder (Doku-Kunst-Frottagen „Deutsche Universitätsstädte“ und „Der 50. Breitengrad“). Wenn Zahlen erzählen (Zyklus von Neun bis Null). Das große Vaterunser (Zyklus). Menschenbilder – Portraits. Innenwelten-Bilder. Reisebilder u.a.: Von Berlin nach Vladivostok. Oder: Peru. Indonesien. Tansania. Marokko. Mehrere Workshops. Abbildungen in Unterrichtsbüchern. 

Ausbildung in verschiedenartigen Mal- und Drucktechniken in Rhein-Neckar-Künstler-Ateliers. Praktikum in Heidelberger Glockengießerei. Davor Innenarchitekt und Hofa-Betriebswirt mit mehrjährigen Stationen in England und der Schweiz. Ab 1945 aufgewachsen in Coburg.

Arbeiten befinden sich in Sammlungen, Museen, Regierungsgebäuden, Kirchen, Universitäten. TV-, Rundfunk-, Presseberichte.                                                       

Näheres: www.saga-kunst.de


Predigt zur Vernissage (Vincenzo Petracca, Heiliggeistkirche,13.9.2015)

Teil 1: Bilderverbot und sinnliche Kommunikation des Evangeliums

Liebe Gemeinde,
welch eine Provokation! Wie im Himmel so auf Erden: Was für ein Titel für eine Ausstellung in einem Gotteshaus mit langer reformierter Tradition. Der Heidelberger Katechismus ist in dieser Kirche entstanden. Es heißt dort in Frage 97: „Gott kann und darf in keiner Weise abgebildet werden.“ Entsprechend erlebte die Heiliggeistkirche gleich zwei Bilderstürme. Auf Anordnung der Kurfürsten Ottheinrich und Friedrich III. wurden die Bilder und Skulpturen entfernt. Viele Kunstschätze sind dabei verloren gegangen. Ausgerechnet in diesem Raum machen wir eine sakrale Bildausstellung! Und auch noch mit dem Titel „Wie im Himmel so auf Erden“. Ist doch der Kern der reformierten Bilderkritik: Was im Himmel ist, lässt sich auf der Erde nicht abbilden. Die Unendlichkeit lässt sich im Endlichen niemals fassen. Während Luther Bildern gegenüber aufgeschlossen war, hielten sich die reformierten Reformatoren streng an den Wortlaut der Zehn Gebote: Du sollst du dir kein Bildnis machen von Gott oder etwas am Himmel droben.

Ich finde, die reformierte Bilderkritik im sakralen Raum ist zum Teil berechtigt: Die Maler des Mittelalters haben das Bild geprägt, Gott sei ein alter Mann mit langem weißem Bart. Dieses Bild wirkt bei vielen Menschen bis heute. Gottes Nähe in Bildern zu suchen ist jedoch nicht verboten. Die Bibel tut es selbst auch. Beispielsweise in Ps 23: Gott ist wie ein guter Hirte. Menschen brauchen Bilder von Gott. Gott ist unsichtbar und ohne Gestalt, aber wir Menschen sind angewiesen auf Bilder von ihm. Wir benötigen Bilder, um seine Gegenwart zu spüren. Durch Bilder lässt sich seine Nähe entdecken. Wichtig ist, dass man offen und bereit ist, sich von einem Gottesbild auch wieder zu trennen. Gott will immer wieder neu entdeckt werden. Hinter jedem Bild von ihm, verbirgt sich ein neues. Auf der anderen Seite glaube ich, die reformierten Bilderstürmer sind über das Ziel hinausgeschossen. Bei aller Berechtigung der Bilderkritik haben sie die Ganzheitlichkeit des Menschen aus dem Blickfeld verloren. Die Sinnlichkeit des Menschen wurde überhaupt in der evangelischen Tradition vernachlässigt. Die Folge ist, dass unsere Gottesdienste oft eine rationale Schlagseite aufweisen. Es herrscht ein emotionales Kommunikationsdefizit. In einem alten Lied heißt es: Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen. Mit Herzen und mit Händen. Gott will nicht nur den Verstand erfassen, sondern auch in unsere Gefühls- und Seelenwelt eindringen: Er kann durch ein Bild wirken, oder im Sakrament. Wir feiern in diesem Gottesdienst daher auch das Abendmahl miteinander. Mir ist wichtig: Das Evangelium von der Liebe Gottes sollte nicht nur durch Wort kommuniziert werden. Vielmehr auch durch Malerei, durch Tanz, durch Theater, durch Musik und überhaupt durch Kunst. Wir brauchen eine sinnliche Kommunikation des Evangeliums.

Lied "Nun danket alle Gott" singen

Teil 2: Bilderverbot und Zyklus von Siegfried Angermüller

Wie im Himmel so auf Erden? Der Bilderzyklus von Siegfried Angermüller ist abstrakt, die Bildsprache reduziert. Gerade abstrakte Bilder eignen sich besonders, um das Bilderverbot zu respektieren. Sie legen nicht fest, sondern lassen Freiraum!
Das Unabbildbare wird nur abstrakt angedeutet. Illustrierende oder figurative Darstellungen sind im Zyklus bewusst vermieden. Damit ist jedes Gemälde nur eine Art Hinweisschild auf das, was im Himmel ist. Abstrakte Bilder schaffen Weite.

Abstrakte Kunst spricht auch die universale Sprache der Farben und der Formen. Jeder Tourist, der diese Kirche betritt und weder des Deutschen noch des Englischen mächtig ist, kann in Kommunikation mit diesen Bildern treten. Eine Fremdsprache gibt es in der abstrakten Kunst nicht. Die Bilder wirken auf einer emotionalen Ebene, ohne Worte.
Der Inhalt des Vaterunsers ist transformiert in archaische, symbolstarke Formen und Farben. Das ureigenste Gebet Jesu wird so sinnlich kommuniziert.

Der Titel, den der Künstler für die Ausstellung gewählt hat, provoziert in diesem traditionsreichen reformierten Gotteshaus. Aber das ist gut so! Nach Theodor Adorno muss Kunst auch immer provozieren.
Zugleich baut der Titel aber auch eine Brücke. Wie im Himmel so auf Erden. Der Titel ist ein Zitat aus dem Vaterunser.
Der Ausstellungstitel schillert zwischen Bilderverbot und Bibelzitat.

Ein Bild des Zyklus möchte ich nun exemplarisch interpretieren. Es steht hier im Altarraum. Der Künstler wird später eine Einführung in den gesamten Zyklus geben. Das Bild hat einen Titel. Dieser lautet indes nicht „Wie im Himmel so auf Erden“. Wie man auf den Ausstellungsplakaten vermuten könnte. Betrachten Sie das Bild einmal in aller Ruhe! Die Orgel wird ein kurzes Musikstück spielen. Lassen Sie dabei das Bild auf sich wirken! Was zieht Ihren Blick an? Ist es eine Farbe? Ist es eine bestimmte Form? Wie wirkt das Bild auf Sie? Fühlen Sie Wärme oder Unruhe? Kraft oder Befremden? Würden Sie sich in diesem Bild wohlfühlen? Welchen Titel würden Sie dem Bild geben? Während Ihre Augen das Bild erforschen, hören Ihre Ohren, wie Johann Sebastian Bach das Vaterunser interpretierte.

Teil 3: Unser tägliches Brot gib uns heute

 Quelle: Siegfried Angermüller

Quelle: Siegfried Angermüller

Wie im Himmel. Blau spielt eine große Rolle im Bild. Vor Jahren gab es in Heidelberg eine große Ausstellung, die hieß: Blau die Farbe der Ferne. Das Meer in seiner scheinbar unendlichen Ausdehnung ist blau. Blau ist die Farbe des Horizonts und des Himmels. Die göttliche Farbe.
Wie im Himmel. Oben rechts sehen Sie eine Viertelkugel. Wenn Sie später den Zyklus im Gesamten sehen, dann sehen Sie im nächsten Bild die entsprechende andere Viertelkugel. Die beiden Bilder sind miteinander zu einer Halbkugel verbunden. Die Halbkugel ähnelt einer blauen Sonne, einem blauen Himmelskörper. Die Kugel ist eine vollkommene Figur. Je zwei Punkte auf der Kugel sind vom Mittelpunkt gleich weit entfernt. Da die Kugel eine vollkommene Figur ist, gilt sie in vielen Kulturen als Symbol für das Absolute, für die Vollkommenheit, für den Himmel, für Gott. Aber die Abbildung des Künstlers ist nur tastend. Wir sehen nur eine Viertel- bzw. eine Halbkugel, nicht die ganze Kugel. Es ist der Verstand, der die Kugel komplettiert. Entsprechend dem Bilderverbot wird die Abbildung des Unendlichen respektvoll zurückgenommen.

So auf Erden. Die Viertel-Kugel ist von violett umschlossen. Violett ist die Mischung aus Blau und Rot. Sprichwörtlich ist die Bedeutung: „Rot ist die Liebe“. Wir sind in der Kirche, die nach dem Heiligen Geist benannt ist. Die Farbe des Heiligen Geistes ist rot. Daneben kennen wir in unserer Sprache viele Ausdrücke für Rotschattierungen, die andere Bedeutungen dieser Farbe zum Ausdruck bringen: feuerrot, morgenrot, schamrot, hahnenkammrot, rosenrot, weinrot, blutrot.
So auf Erden. Das Violett geht nach unten hin in Rotbraun über. Braun ist die Farbe der Erde.
Auf der linken Seite sehe ich einen weiteren Ausschnitt einer blauen Kugel. Diesmal heller. Gleichsam wie der Ausschnitt des Horizonts. Sein oberer Rand hat die Farben des Regenbogens. Erkennen Sie es? Der Regenbogen ist die Brücke vom Himmel zur Erde. War die erste Reihe der Vaterunserbitten himmlisch und drehte sich um das Reich und den Willen Gottes, so dreht sich die zweite Reihe der Bitten um die Erde. Die Alltagssorge um Brot, das Verhältnis der Menschen zu Gott und untereinander sowie das Leben angesichts des Bösen in der Welt werden zu Themen des Vaterunsers. Der Übergang der himmlischen zu den irdischen Bitten wird im Vaterunser durch den Satz „Wie im Himmel so auf Erden“ eingeleitet. Und welche Worte des Vaterunsers folgen darauf? Unser tägliches Brot gib uns heute. Das ist auch der Titel des Bildes.

Unser tägliches Brot gib uns heute. Auf dem Bild sehe ich unten einen Kreis, der in vier Teile gestückelt ist. Es ist wohl ein Brot. Geteilt. Vielleicht auch eine Oblate.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Diese Bitte umfasst nicht nur materielle Lebensmittel, sondern alle Mittel, die man zum Leben braucht. Respekt. Achtung. Wertschätzung. Geborgenheit. Liebe. Wenn wir die Gebetsbitte sprechen, so formulieren wir die bange Frage: „Werde ich heute haben, was ich zum Leben brauche?“ Diese Bitte hat einen herausgehobenen Platz im Vaterunser. Jesus stellt sie genau in die Mitte seines Gebetes. Für Jesus ist die Bitte um Lebensnotwendiges nicht nebensächlich, sondern zentral.
Der Kreis auf dem Bild kann aber auch die Erde darstellen. „Erdkreis“ sagen wir oder „Erdenrund“. Die einzelnen Kreisteile sind in vier verschiedenen Farben gestaltet: glutrot wie das Feuer, bläulich gelb wie die Luft, tiefblau wie das Wasser, braun wie die Erde. Feuer, Wasser, Luft und Erde sind die vier Elemente. Aus ihnen, so glaubte man früher, bestehe die Welt. Der Kreis symbolisiert die Erde.
Wenn ich die Sinnbilder „Brot“ und „Erde“ zusammendenke, dann kommt mir eine Reise nach Kambodscha in den Sinn, die ich vor ein paar Jahren machte. Die Bilder haben sich tief in meine Seele eingebrannt. Ich sehe im Geiste Kinder in Phnom Penh. Sie leben von einer Müllkippe. Sie leben auf dieser Müllkippe, mit ihren Familien. In einer Art Zelt aus zusammengeknoteten Plastiktüten, die sie im Müll gefunden haben. Es ist Regenzeit. Der giftig stinkende Schlamm in der Müllkippe geht mir selbst bis zum Knie. Die Kinder aber durchwühlen diesen Schlamm. Sie suchen nach Resten. Nach Speiseresten. Nach Plastikflaschen. Nach Metall. Alles, was sich vom Müll der Metropole noch verwerten und verkaufen lässt. Eine Großfamilie bekommt für diesen verwertbaren Müll so wenig, dass es zum Leben nicht reicht. Daher suchen die Kinder auch nachts, mit Taschenlampen. Wie klingt im Mund dieser Kinder die Bitte: „Unser Vater, unser tägliches Brot gib uns heute!“ Wird es ein Flehen oder ein Schreien sein?
Unser tägliches Brot gib uns heute. Der Kreis auf dem Bild kann ein Brot sein, er kann auch die Welt sein. Brot für die Welt. Das Brot ist geteilt. Wenn ich an die Kinder der Müllkippe von Phnom Penh denke, so gibt es keine einfachen Antworten. Aber viele Fragen: Wie müssen wir weltweit das Brot teilen, dass auch diese Kinder satt werden? Wie müsste unsere Weltwirtschaft beschaffen sein, dass alle genug zum Leben haben. Auch diese Kinder? Und weiter gefragt: Welche globalen Regeln bräuchte die Wirtschaft, dass sie nicht Armut produziert? Oder Armutsflüchtlinge produziert, die in diesen Monaten zu Tausenden in unser Land fliehen?
Unser tägliches Brot gib uns heute. Das geteilte Brot hat in der Mitte die Form eines Kreuzes. Sehen Sie es? Das Kreuz steht für Christus. Für mich meint das Bild: Wird Brot weltweit geteilt, so ist Christus anwesend. Brechen wir den Hungernden unser Brot, so tun wir, was Jesus selbst tat, als er 5000 hungrige Familien speiste. Teilen wir miteinander das Brot, so handeln wir im Sinne Jesu: Er ist das Brot des Lebens.

Ein Viertel des geteilten Brotes ist rot. Die Farbe des Heiligen Geistes. Wir werden nun miteinander Brot im Abendmahl teilen. Es wird uns das Brot des Lebens geschenkt. Es wird uns ein Vorgeschmack auf den Tag gegeben, an dem es keinen Hunger mehr gibt. Es wird uns der göttliche Geist gegeben, der uns befähigt zu teilen. Und ich bin überzeugt: Der Heilige Geist wirkt. Wie im Himmel so auf Erden.
Amen.

Lied: Brich dem Hungrigen dein Brot

 
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