Die "Orgel des Monats" April steht in der Providenzkirche

Heidelberg, April 2022. Die Providenzkirche steht im Herzen der Fußgängerzone Heidelbergs. Betritt man den Kirchenraum, ist man sofort von der wunderschönen harmonischen Konzeption des Raumes eingenommen. Zum künstlerisch gestalteten Raumensemble zählt auch die 1885 von Mathias Burkhard gebaute Orgel. Die augenscheinliche Einheitlichkeit verdankt man dem Kirchenbaumeister Hermann Behaghel, der sich sowohl des Gebäudes als auch des Orgelgehäuses im sogenannten Rundbogenstil annahm.
 
 
Barocker Goldengel wacht über die Orgelklänge
Nach zwingend notwendigen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten der Kirche in den letzten Jahren und den aktuell noch laufenden Sanierungsmaßnahmen der Chorfenster, wird die Kirche dann im Sommer 2022 wieder in neuem Glanz erstrahlen.Im Rahmen der Baumaßnahmen erhielt auch die Kirchenorgel eine heutigen Sicherheitsstandards entsprechende Elektrik, so dass sie nach einer gründlichen Reinigung und Neuintonation bereits seit Juni 2021 wieder ihre warmen französischen Klangfarben leuchten lassen kann. Immerhin handelt es sich um die älteste erhaltene Orgel in Heidelberg.
 
Reinigungsarbeiten an der Orgel
Trotz vieler Umbaumaßnahmen im Laufe der letzten einhundert Jahre sind allein 16 von ursprünglich 22 Registern der original zweimanualigen Orgel von Burkhard aus dem Entstehungsjahr erhalten. 1986 restaurierte die Firma Link die Orgel umsichtig, unsachgemäße Umbauten wurden rückgängig gemacht, sinnvolle Ergänzungen wurden beibehalten und einzelne Register hinzugefügt. Außerdem wurde ein drittes Manual zur Begleitung von Sängern, Chören und Instrumentalisten eingebaut. 1990 schließlich wurde die Orgel mit einer elektronischen Setzeranlage mit 128 Kombinationen versehen. Zuletzt kümmerte sich 2021 die Firma Göckel um die Ausreinigung, die Neuintonation und die elektrische Sicherheit.
 
Ausführlichere Informationen zur Disposition und zur Geschichte der Orgel der Providenzkirche finden sich auf der Broschüre von KMD Prof. Dr. Wolfgang Herbst.
 
Text: Otmar Wiedenmann-Montgomery
 
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