Stadtsynode

 

Die Tagungen der Stadtsynode finden in der Regel um 19 Uhr im Zentrum der Hosannagemeinde, Vangerowstr. 3-5, Heidelberg-Bergheim statt.

Nächster Termin: Donnerstag, 07. Mai 2026

Die Tagesordnung wird in der Regel mit der Einladung 14 Tage vor der Sitzung bekanntgegeben.
 
Alle Termine 2026:
26./27.02. (konstituierende Sitzung), 07.05., 18.06. und 12.11.2026

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 20.11.2025

Die Mitglieder der Stadtsynode der evangelischen Kirche in Heidelberg trafen sich zu ihrer letzten Sitzung in dieser Amtsperiode am 20.11.2025 im Zentrum der Hosanna Gemeinde in der Vangerowstraße.
 
Diese Synode stand unter dem Thema: „Kirche erneuern – Gemeinde anders denken“. Als Referent konnten wir Dr. Steffen Schramm, Leiter des Instituts für kirchliche Fortbildung der evangelischen Kirche der Pfalz in Landau, gewinnen.
 
Wieso dieses Thema gerade jetzt? Die evangelische Kirche in Heidelberg hat in den letzten Jahren mit dem Beschluss für einen gemeinsamen „Kooperationsraum“ die Voraussetzung für stadtweite Arbeit in thematisch ausgerichteten Handlungsfeldern geschaffen. Damit rückt das Thema „Gemeinde vor Ort“ neu ins Blickfeld.
 
Dr. Schramm gliederte sein Referat in zwei Teile
1.      „Wie unsere Gemeinden wurden, was sie sind“ und
2.      „Gemeinde anders denken“.
 
Das Referat basierte auf einer Publikation des Referenten, die auf der Homepage des Instituts einsehbar ist:
 
Der Rückblick in die Geschichte zeigt, dass das sogenannte neue Parochialmodell im 19. Jahrhundert eine Antwort war auf die Zunahme der Bevölkerung, gerade auch in den sich entwickelnden großen Städten. Die zunächst sehr großen Gemeinden wurden geteilt, in allen Gemeinden wurde alles vorgehalten und angeboten, was dem kirchlichen Auftrag zugeordnet wurde: eine Pfarrperson, eine Kirche, ein Gemeindehaus, ein Kindergarten und die ganze Bandbreite an kirchlichen und gemeindlichen Aktivitäten, die uns auch heute vertraut sind. Die Nähe zwischen der Pfarrperson und den Gemeindegliedern war ein wesentliches Element dieses Modells.
 
Mit der zunehmenden Pluralität und Komplexität der modernen Gesellschaft, wie sie sich in der Folge des 2. Weltkriegs entwickelte, ließ sich dieses Modell nicht mehr in seiner reinen Form aufrechterhalten und wurde überlagert vom sogenannten Differenzierungsmodell.
 
Dieses trägt der abnehmenden gesellschaftlichen Homogenität in einer geographisch umschriebenen Region und der zunehmenden Trennung von Wohn-, Lebens- und Arbeitsplatz Rechnung, ebenso wie der zunehmenden Bedeutung von Freizeit und Urlaub (aus dem Sonntag wird das Wochenende). Im Differenzierungsmodell werden daher zielgruppenspezifische Angebote von speziell damit beauftragten Hauptamtlichen formuliert und umgesetzt. Es fokussierte sich darauf, möglichst viele Menschen an möglichst vielen Aktivitäten zu beteiligen.
 
Beide Modelle, die sich immer noch überlagern, sind jedoch nicht in der Lage auf die neuere Entwicklung sinkender Mitgliederzahlen und abnehmender Bindungskräfte der Kirchen angemessen zu reagieren. Diese Veränderungen setzten bereits ab ca. 1970 ein, konnten aber dank der noch immer steigenden Einnahmen aus den Kirchensteuern übersehen werden. Dazu kommen veränderte Lebensformen wie das Ende von Normalerwerbsbiografien, dem Einfluss der Digitalisierung sowie die veränderte Situation von Familien.
 
Die Grundlagen aller Erscheinungsformen von Kirche jedoch bleiben:
·         Die Kirche hat eine Bestimmung
·         Die Welt ändert sich, die Bestimmung bleibt.
 
Es ist daher die Frage zu lösen: Wie muss sich die Kirche verändern, um in einer veränderten Welt der Bestimmung treu zu bleiben? In der Folge wird in Stichworten skizziert, welche Dimensionen zu bedenken sind:
 
1.      Gemeinde als Raum der Auseinandersetzung im doppelten Bezug: auf Gott und die Welt, Glaube und Leben, Wort und Wirken
2.      Kirche von Auftrag und Kontext her gestalten
3.      Kirche anders leiten
4.      Komplexität durch Entwicklung verarbeiten
5.      Von der Versäulung zur Vernetzung
6.      Den Wandel als geistliche Aufgabe annehmen
 
Und über allem könnte die folgende Erkenntnis stehen:
„Das Alte hört nicht abrupt auf, es ist dasjenige, woraus Neues erwächst“.
 
Im Anschluss stellte Dekan Dr. Christof Ellsiepen die Grundstruktur des neuen gemeinsamen Dienstplans der Hauptamtlichen (Pfarrer*innen, Diakon*innen und Kantor*innen) der EKIHD vor.
 
Pfarrer Matthias Schärr, Mitglied im Vorstand der Evang. Stadtmission Heidelberg e.V. verabschiedete sich von der Synode. Er wird Ende Dezember 2025 in den Ruhestand gehen.
 
Die Vorsitzende der Stadtsynode, Dr. Ruth Hildebrandt, schloss mit einer kurzen Übersicht über die vergangenen 6 Jahre, vom schwierigen Beginn unter Corona und mit Konflikten, über die Behandlung wichtiger Themen wie Frieden und Klima, die Vorstellung der verschiedenen Arbeitsfelder, die auch außerhalb der Pfarrgemeinden die Kirche nach außen repräsentieren bis hin zu den zahlreichen Beratungen und Beschlüssen im Rahmen der Strategieprozesses.
 
Dr. Ruth Hildebrandt
Vorsitzende der Stadtsynode Heidelberg

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 16.10.2025

Die Synode kam am 16.10.2025 im Hosanna Zentrum zusammen, um sich mit zwei gewichtigen Themen zu beschäftigen. Diese war zum einen die finanzielle Situation der EKIHD und des Diakonischen Werkes Heidelberg und die Rechtsverordnung zur Zusammensetzung und Bildung der Synode des Stadtkirchenbezirks Heidelberg.
 
Zunächst berichtete der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Heidelberg, Martin Heß, über die Jahresabschlüsse 2024 des Diakonischen Werkes und der Diakoniestation. In beiden Fällen konnte er anhand der Zahlen einen positiven Jahresabschluss zeigen. Die leichten Überschüsse wurden den Rücklagen zugeführt. Die Synode schloss sich dem Votum des Stadtkirchenrats an und stellte die Abschlüsse fest. Die Diakoniepfarrerin Frau Sigrid Zweygart-Pérez nahm den bevorstehenden Renteneintritt Von Martin Heß (Mai 2026 Altersteilzeit) zum Anlass, ihm für seine langjährige und erfolgreiche Führung des Diakonischen Werkes zu danken. Dann berichtete sie, dass der Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes Herrn Christian Heinze – seit etlichen Jahren stellvertretender Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Heidelberg – in einem sorgfältigen Auswahlprozess zum Nachfolger gewählt hat. Diese Wahl ist bereits vom Stadtkirchenrat bestätigt worden. Die Synode bedankte sich bei Martin Heß und wünschte dem Nachfolger alles Gute!
 
Im Anschluss berichteten Steffen Jooß, Geschäftsführer der evangelischen Kirchenverwaltung Heidelberg, und Thorsten Gramm, Leiter der Finanzabteilung der evangelischen Kirchenverwaltung Heidelberg, über den Jahresabschluss 2024 der Evangelischen Kirche in Heidelberg. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ergab sich für 2024 ein positives Abschlussergebnis. Dieses ist im Wesentlichen auf Zuwendungen der Stadt Heidelberg für die nun abgerechneten Leistungen der Jahre 2020 – 2023 im Bereich Kindertagesstätten zurückzuführen, die im Jahre 2024 eingingen. Berücksichtigt man diese nicht, ergibt sich wie in den Vorjahren ein negatives Ergebnis, welches in diesem Bereich entsteht. Die Analyse der Finanz- und Kita-Abteilung, die seit Jahresbeginn akribisch durchgeführt wird, zeigte klar Ansätze für Korrekturmaßnahmen, die bereits in der Umsetzung sind. Der Stadtkirchenrat hatte den Jahresabschluss bereits festgestellt und die Synode nahm dies zur Kenntnis.
 
Die evangelische Kirche in Heidelberg hatte sich vorgenommen, in Vorbereitung auf die Erstellung des Doppelhaushalts 2026/27 die Verteilung der Zuweisung der Kirchensteuermittel neu zu ordnen und damit den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen. In der Vergangenheit waren einige Geschäftsbereiche so geplant, dass sie regelmäßig positiv abschlossen, während andere Bereiche im Haushaltsplan nicht berücksichtigt waren und daher negativ abschlossen. Dies wurde nun korrigiert. Zusätzlich werden in Zukunft einzelne Arbeitsbereiche („Handlungsfelder“) in Kooperation  gestaltet werden. Für Umsetzung dieser Kooperationskonzepte wurde für diesen nächsten Doppelhaushalt ein Budget bereitgestellt. Der Stadtkirchenrat hatte der Synode empfohlen, die veränderten Budgetierungsregeln  zu beschließen, was auch geschah.
 
Nach der Pause widmete sich die Synode der bereits in der vergangenen Sitzung vorgestellten Rechtsverordnung zu Bildung und Zusammensetzung der Stadtsynode Heidelberg (RVO-Stadtsynode-Heidelberg – RVO-HD). Einleitend wurde berichtet, wie mit den Kommentaren aus der Synode (1. Lesung) und dem Stadtkirchenrat umgegangen worden war. Das Redaktions-Team (Verena Mätzke, Gunnar Garleff und Florian Barth und Ruth Hildebrandt) erläuterte die daraus folgenden Änderungen, bzw. die Gründe für das Beibehalten der zuletzt beratenen Fassung. Neu eingefügt wurde ein Paragraph über Stellvertretungen für Synodale, beibehalten wurde der Paragraph über die Repräsentation aller kirchlichen Präsenzen in der Synode. Ergänzt wurden die Modalitäten für die Vorstellung der Kandidierenden. Mit großer Mehrheit wurde die RVO zur neuen Zusammensetzung der Stadtsynode beschlossen. Im Anschluss forderte die Synodenvorsitzende alle Synodale auf, für sich selbst oder für neue Kandidierende die Notwendigkeit einer Kandidatur auch für die beiden Stellvertretungen in den Blick zu nehmen. Dies gilt ggf. auch für den Synodenvorsitz.
 
Zum Schluss berichtete die Arbeitsgruppe, die an der Entwicklung eines gemeinsamen Dienstplans arbeitet, vom aktuellen Zwischenstand dieses Prozesses.
 
Die letzte Synode in dieser Wahlperiode wird am 20.11.2025 stattfinden. Hauptthema ist die Auseinandersetzung mit alten/neuen Konzepten von „Gemeinde“ mit dem Referenten Dr. Steffen Schramm, Landau. Alle Kirchenmitglieder sind herzlich eingeladen sich als Gäste registrieren zu lassen, insbesondere alle Kandidierenden für die Ältestenkreise.
 
Dr. Ruth Hildebrandt
Vorsitzende der Stadtsynode Heidelberg

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 03.07.2025

Auf der Tagesordnung der Synode, die am 3. Juli 2025 im Hosanna Zentrum stattfand, standen drei gewichtige Themen: der Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Kirche, die Neuordnung der Zusammensetzung und Bildung der Stadtsynode und die weitere Ausgestaltung des Kooperationsraums Heidelberg.
 
Zum ersten Thema war als Referentin Frau Erika Kerstner eingeladen, Initiatorin der „Initiative Gottessuche e. V.“. Diese Initiative, die seit wenigen Jahren auch als eingetragener gemeinnütziger Verein registriert ist, widmet sich der Begleitung von Opfern sexualisierter Gewalt in den christlichen Kirchen in Deutschland. Frau Kerstner stellte in ihrem Referat eindringlich dar, dass wir alle von Opfern und Tätern umgeben sind. Sie beschrieb die Erscheinungsformen des Traumas, das sexualisierte Gewalt für die Betroffenen bedeutet. Zuletzt ging sie auf die häufig geäußerte Erwartung an die Opfer ein, den Tätern zu vergeben, ein Schritt, der es den Opfern ermöglichen soll, mit dem Erlittenen abzuschließen. In einer kurzen Bibelarbeit zu Matth. 18 führte sie aus, bei welchen Ereignissen Jesus über Vergebung spricht und wo nicht! Im Anschluss stellten Dr. Beate Großklaus und Philip Orschitt den Fahrplan für den Weg der EKIHD zu einem eigenen Schutzkonzept „Sexualisierte Gewalt“ vor.
 
Im Rahmen der Neuordnung der EKIHD mit der Bildung des einen Kooperationsraums Heidelberg und der wachsenden Bedeutung der Kooperation in definierten Handlungsfeldern kirchlicher Arbeit wurde deutlich, dass es auch eine sichtbare Repräsentation von thematisch ausgerichteten Präsenzen in den Leitungsgremien der EKIHD braucht. Zu diesen gehören beispielsweise die Klinikseelsorge, die Kinder- und Jugendarbeit, aber auch Kirchenmusik und Arbeit in unseren Kindertagesstätten, um nur einige zu nennen. Bisher setzte sich die Synode im Wesentlichen aus den gewählten und von ihren Pfarrgemeinden entsandten Ältesten und allen Gemeindepfarrer:innen zusammen. Dazu kamen einzelne Personen, die vom Stadtkirchenrat berufen waren. Dieses Vorgehen würde der zukünftigen Ausgestaltung der kirchlichen Arbeit nicht mehr Rechnung tragen. Ein Neuentwurf wurde daher in der Synode beraten. Dieser sieht – nach aktuellem Stand – vor, dass ab der neuen Wahlperiode alle Kirchenmitglieder in Heidelberg, die sich für einen Sitz in der Synode interessieren, sich dafür bewerben können. Die Bewerbung kann über die Pfarrgemeinden vorgelegt werden oder auch direkt bei der Leitung der Synode. Alle wählbaren Kirchenmitglieder haben also das passive Wahlrecht. Das aktive Wahlrecht liegt bei den gewählten Ältesten der Pfarrgemeinden zuzüglich aller Hauptamtlichen (Pfarrer:innen, Diakon:innen und Kantor:innen in landeskirchlicher Anstellung). Die neuen Synodalen werden in einer gemeinsamen Wahlversammlung gewählt. Dieses Konzept wurde in der Sitzung vom 3. Juli im Prinzip begrüßt. 
 
Zuletzt wurden beispielhaft einige Kooperationskonzepte für ausgewählte Handlungsfelder vorgestellt. Diese enthalten jeweils auch den Bedarf an Deputaten von Haupt- und Ehrenamtlichen, Finanzen, Verwaltungsleitungen und Räumen. Die gesammelten Bedarfe an Ressourcen bilden in der Folge die Grundlage für die Entwicklung eines gemeinsamen Dienstplans der Hauptamtlichen und der Budgetierungsregeln für die Zuweisung von Steuermitteln als Grundlage für den nächsten Doppelhaushalt 2026/27.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Synodenvorsitzende

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 13.03.2025

In der Sitzung am 13. März stand die 2. Lesung und Beschlussfassung zur Erprobungsrechtsverordnung Stadtkirchenbezirk Heidelberg im Zentrum der Beratungen.
 
Auch in dieser Beratung wurden weitere Anregungen zur Textfassung an das Redaktionsteam herangetragen. Der Beschlussvorschlag in Form eines Empfehlungsbeschlusses trug dem Rechnung.
 
Abschließend beschloss die Synode mehrheitlich, dem Stadtkirchenrat als zuständigem Entscheidungsgremium zu empfehlen, die Rechtsverordnung mit den vorgeschlagenen letzten Anpassungen zu beschließen. 

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 13.02.2025

Die Synode vom 13.02.2025 war sehr gut besucht. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben!
 
In der Sitzung am 13. Februar standen drei Themen zur Diskussion und Beschlussfassung.
 
Zunächst ging es um die Gründung eines kirchlichen Bestattungsinstituts in der Rechtsform einer gGmbH mit der evangelischen Stadtkirche Heideberg als alleiniger Gesellschafterin. Pfrin T. Dittmar, die für die Geschäftsführung vorgesehene Bestatterin und Schuldekanin B. Großklaus stellten das Vorhaben in seiner finalen Gestalt vor. Sie berichteten, dass das Projekt sich für eine finanzielle Zuwendung aus dem landeskirchlichen Innovationsfonds beworben, und diese gewonnen hat. Rechts- und Wirtschaftsgutachten liegen nunmehr vor und bescheinigen dem Vorhaben ein solides Konzept. Der Stadtkirchenrat hatte sich zuvor bereits für die Gründung ausgesprochen. Nach einer erneuten Aussprache und Klärung einiger verbleibender Punkte stimmte die Synode mehrheitlich zu.
 
Im weiteren Verlauf wurde die Erprobungsrechtsverordnung Stadtkirchenbezirk Heidelberg (ErpRVO-Heidelberg) in 1. Lesung ausführlich beraten. Diese RVO setzt den Rahmen für Kooperationen – also kooperatives Handeln – in einer Reihe von inhaltlich definierten Handlungsfeldern und Querschnitts- und Unterstützungsaufgaben. Diese Kooperationen zwischen Pfarrgemeinden und anderen kirchlichen Präsenzen – wie z.B. Kinder- und Jugendwerk, Klinikseelsorge – sollen die kirchliche Arbeit in der Stadt bereichern aber auch bündeln. Damit wird das landeskirchlich eingeführte Konzept des Kooperationsraums für Heidelberg umgesetzt. In der Debatte wurden eine Reihe von wichtigen Anregungen gegeben, die das Redaktionsteam in der Folge einarbeiten wird.
 
Diese Umstrukturierung der kirchlichen Arbeit in Heidelberg wird auch Veränderungen in der Zusammensetzung der Stadtsynode nach sich ziehen. Auch hierfür ist eine Rechtsverordnung in Vorbereitung. Die Beratung hierzu wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

EKIHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Sitzung am 19.09.2024

Diese Sitzung der Synode war ganz der finanziellen Situation von Stadtkirche und Diakonischem Werk gewidmet. Für beide Institutionen standen die Jahresabschlüsse 2023 und die Haushaltspläne für 2024 und 2025 auf der Tagesordnung.
 
Den Anfang machte Martin Heß, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Heidelberg, mit der Vorstellung der Zahlen der Diakoniestation des Diakonischen Werks. Der Jahresabschluss 2023 erbrachte ein positives Ergebnis. Die Synode stellte den Jahresabschluss fest und beschloss den Wirtschaftsplan 2024. Gleiches gilt für Jahresabschluss und Wirtschaftsplan des Diakonischen Werkes.
 
Anschließend wurde der Jahresabschluss 2023 der Evangelischen Kirche in Heidelberg vorgestellt, beraten und von der Synode zur Kenntnis genommen. Der Abschluss weist insgesamt ein Defizit auf, welches sich in zwei wichtigen Arbeitsfeldern ergibt. Hier finden sich zum einen bezirkliche Aktivitäten, die bislang noch nicht mit einem Budget versehen sind und keine Einnahmen generieren. Zum anderen ist es der große Bereich Kindertagesstätten. In der Beratung wurde hervorgehoben, dass schon seit vielen Jahren eine Finanzierungslücke besteht, die regelmäßig zu Defiziten führt. In der Diskussion wurde betont, dass die Kirchenleitung mit der Verwaltung die Situation genau analysiert, um einerseits mit der Kommune in Verhandlungen einzutreten, andererseits aber auch die Wirtschaftlichkeit einzelner Kitas in den Blick zu nehmen. Die Kirchenleitung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 in diesem Bereich einen ausgeglichenen Abschluss und Haushalt zu erzielen.
 
Der Doppelhaushalt 2024/25 wurde anschließend vorgestellt und in 1. Lesung beraten. Er weist für die oben genannten Arbeitsbereiche noch einmal die zu erwartenden Defizite auf. Hier wurde in Aussicht gestellt, den Fond für zweckgebundene Rücklagen für die Bereich Kindertagesstätten prioritär aufzufüllen, diese dann anteilig an die Pfarrgemeinden zurückzuzahlen und den Fond aufzulösen.
Die 2. Lesung mit Beschluss des Haushalts ist für die Sitzung am 16.11.2024 vorgesehen.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Synodenvorsitzende

Synodensitzung am 18. Juli 2024 - einblicke in kirchliche Arbeitsfelder

Die Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Heidelberg befasste sich in ihrer 3. Sitzung in diesem Jahr am 18.07.2024 mit wichtigen Themen der kirchlichen Arbeit in der Stadt.
 
Vorstellung und Rückfragen zu Themen kirchlicher Arbeit in Heidelberg
Zunächst ging es um die Arbeit mit Kindern in den aktuell 15 Kindertagesstätten. Dekan Dr. Christof Ellsiepen führte aus, wie komplex dieses Handlungsfeld ist. Zu den Rahmenbedingungen gehören gesetzliche Vorgaben, der Fachkräftemangel, die Finanzierung durch die Kommune, der bauliche Zustand der Gebäude, aber auch das Ziel der Kirche, qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung der Kinder zu gewährleisten und damit den Erwartungen der Eltern zu entsprechen. Dies alles ins Gleichgewicht zu bringen ist nicht einfach und die Probleme sind bekannt. Eine umfassende Gesamtstrategie für den Bereich Kindertagesstätten soll in den nächsten Monaten Klärung bringen, wie wir als Kirche hier zu Lösungen kommen können, die einen Weiterbetrieb erlauben.
 
Pfarrerin Tanja Dittmar stellte anschließend den Plan vor, ein Kirchliches Bestattungsinstitut Heidelberg zu gründen. Zusammen mit Schuldekanin Dr. Beate Großklaus und Nicole Hunisch aus dem Schuldekanat wurden bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Die Bestattung wird als zentrale kirchliche Kasualie herausgestellt. Ein kirchliches Bestattungsinstitut soll es der Evangelischen Kirche in Heidelberg ermöglichen, ein über das bisherige Angebot der Gestaltung von Trauerfeiern und der kirchlichen Begleitung von Bestattungen auch die von Bestattern angeboten Dienste vorzuhalten und damit Menschen in den sensibelsten Moment zu begleiten. Kompetenz bei Ritualen, in Seelsorge und beim Thema Hoffnung qualifiziert Kirche für dieses Angebot, das auch als ein Bildungsangebot rund um die Themen Sterben, Tod und Beerdigen verstanden werden kann. Eine solche Unternehmensgründung erfordert darüber hinaus auch Expertise in Rechts- und Finanzfragen. Diese wurde in Form von zahlreichen Beratungen zu allgemeinen und Detailfragen zum Teil bereits eingeholt.
 
Jede und jeder in Heidelberg kennt sie: die Heiliggeistkirche mitten in der Altstadt. Seit Jahren gab es den Plan, diesen Raum so zu entwickeln, dass seine besondere Bedeutung, Kraft und Ausstrahlung besser zur Geltung kommen können. Dekan Dr. Christof Ellsiepen und Dekanstellvertreter Florian Barth berichteten über den Projektstand. Unter dem Titel: „Heiliggeist mehr Raum geben“ wurde bereits ein Architektenwettbewerb zur Raumgestaltung durchgeführt, ein Konzept für eine Ausstellung der digitalen Bibliotheca Palatina erstellt und Optionen für ein Geschäftsmodell des Betriebes geprüft. Dieser soll die inhaltliche Ausrichtung auf Spiritualität, Kultur, Bildung, Musik und Tourismus praktisch und betriebswirtschaftlich solide umsetzen. Das Projekt wurde in die Liste der Projekte von nationaler Relevanz der der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgenommen, womit ein guter Grundstock gelegt ist für die Finanzierung.
 
Bezirkskantor Michael Braatz-Tempel stellt die Kirchenmusik in Heidelberg vor
Als letzter inhaltlicher Punkt stand auf der Tagesordnung der Bericht des Stadtkantors Michael Braatz-Tempel zum Stand und zu möglichen Änderungen der Kirchenmusik in Heidelberg. Neben den A-Kantoren versehen zahlreiche Musiker*innen den Orgeldienst in den Pfarrgemeinden. Beeindruckend ist die Zahl und Vielfalt der Chöre. Hier finden sich ca. 1500 Sänger*innen regelmäßig zusammen, um Literatur zu erarbeiten, die die Gottesdienste bereichert aber auch in den zahlreichen Konzerten dargeboten wird. Besonders hervorzuheben sind die Kinderchöre, in denen an 8 Standorten ca. 290 Kinder singen.
Applaus für Kantor Lukas henke, der den Bezirk leider verlässt
Im Rahmen des Strategieprozesses mussten landeskirchliche Stellen reduziert werden, so dass in Heidelberg zukünftig 2,8 A-Kantorenstellen verbleiben. Ihre Ausgestaltung wird in Zukunft einerseits den Chancen und Möglichkeiten des einen Kooperationsraums Heidelberg Rechnung tragen, andererseits die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Kirchenmusik stärken. So sollen zukünftige Positionen in beiden Institutionen so besetzt werden, dass ein Einsatz in der Hochschule mit dem in Pfarrgemeinden kombiniert werden wird. Dies wird auch dazu führen, dass sich die Kirchenmusik stilistisch breiter aufstellen kann. So soll eine 50% Stelle für einen A-Kantor für Popularkirchenmusik reserviert werden.
 

Der Bericht von der Frühjahrstagung der Landessynode durch Dr. Gunnar Garleff beschloss den Abend.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Vorsitzende der Stadtsynode
 
 

Synodensitzung am 20. Juni 2024 - Kooperation als Grundlage kirchlichen Arbeitens

Die Synode am 20. Juni 2024 befasste sich hauptsächlich mit der Frage, wie die Wege zur Zusammenarbeit in dem einen Kooperationsraum Heidelberg zukünftig konkret gestaltet werden können.
 
„Kooperation bildet die Grundlage unseres kirchlichen Arbeitens. Kooperation bedeutet das planvolle und bewusste Zusammenwirken zur Erreichung eines vereinbarten Ziels auf der Basis eines respektvollen Miteinanders. Wir können, dürfen und sollen sie gestalten“, leitet die Synodenvorsitzende Ruth Hildebrandt die nachfolgende Arbeitsphase mit den anwesenden Synodalen und Gästen ein. „Die Stadtsynode Heidelberg ist auf dem Weg der Gestaltung von Kooperation ein zentraler Akteur, da hier die Vertreter*innen der verschiedenen Organisationseinheiten und Arbeitsfelder vertreten sind. Diese breite Beteiligung ist wesentlich für das Gelingen“, so Hildebrandt.
 
Die Moderatorin dieser Arbeitsphase Antje Tschira erläuterte den Auftrag an die Anwesenden und das Ziel des Abends:
Arbeitsgruppe zum Thema "Wie kommt Neues in die Stadtkirche?"
In Arbeitsgruppen, die sich zu vorgeschlagenen oder selbst gewählten Themen zusammenfinden, werden Ideen entwickelt und Schritte herausgearbeitet, die zur Kooperation in den jeweiligen Arbeitsfeldern führen. Zu diesen Arbeitsfeldern gehören zum einen Basisaufgaben wie Gottesdienste, Seelsorge und Kasualien, aber auch Vertretung und Erreichbarkeit von Hauptamtlichen. Daneben profilierende Themen wie Kirchenmusik, Kinder- und Jugendarbeit. Nicht zuletzt auch die Frage, wie Neues in die Stadtkirche kommt.
 
Acht Gruppen fanden sich spontan zusammen und sammelten Ideen zu den genannten Arbeitsfeldern sowie zu zusätzlichen Themen wie Einsamkeit, Sozialraumorientierung, Gestaltung von Entwicklung und Veränderung und das Erreichen möglichst vieler Menschen mit unserer Botschaft.
 
Arbeitsgruppe Kirchenmusik
Am Ende des Abends präsentierten die Arbeitsgruppen den Anwesenden ihre Ergebnisse. Es wurde verabredet, dass die Gruppenteilnehmer*innen – gern auch in veränderter Besetzung – Teams bilden können, die ihr Thema oder Arbeitsfeld weiterbearbeiten. Dazu erhalten sie im Anschluss die Teilnehmerlisten und die Fotodokumentation ihrer Gruppenarbeit. Am 5. November findet ein Treffen mit den verschiedenen Arbeitsgruppen statt, in dem sie ihre Ergebnisse vorab untereinander abstimmen können.
 
Diese können sie dann impulsgebend auf der Synode am 16. November präsentieren, auf der auch die Eckpunkte einer zu entwickelnden Rechtsverordnung für den einen Kooperationsraum Heidelberg vorgestellt werden. Diese soll im Rahmen der Bezirksvisitation am 29. März 2025 von der Stadtsynode verabschiedet werden.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Vorsitzende der Stadtsynode

Synodensitzung am 14.03.2024 - Synode schließt sich dem Beschlussentwurf des SKR zum Strategieprozess an

Die Stadtsynode der Evang. Kirche in Heidelberg (EKiHD) fand sich a
Mit nur zwei Neinstimmen stimmte die Synode dem Beschlussentwurf des SKR zum Strategieprozess zu
m 14. März 2024 zur ersten Sitzung im Jahr 2024 in den Räumen des Hosannazentrums zusammen.
Hauptthema der Sitzung war der Beschlussentwurf des Stadtkirchenrats zu den Ergebnissen des Strategieprozesses, der im Jahr 2021 unter dem Motto zusammen.Kirche.erneuern auf den Weg gebracht worden war. Diese Ergebnisse umfassen die inhaltliche Ausrichtung der EKiHD in Gestalt der thematischen Leitkriterien, das Modell „Ein Kooperationsraum“ als Organisationsform, die Klassifizierung der 27 Kirchen, Gemeindezentren und Gemeindehäuser und die Personalstellenplanung.
 
Nach einem guten halben Jahr der Vorbereitung hatte der Strategieprozess im September 2022 konkrete Gestalt angenommen. Vorläufig beendet wurden die Planungen mit der Klausurtagung des Stadtkirchenrats im Februar 2024. Dazwischen lagen zahlreiche Planungstreffen, Workshops sowie Aussprachen und Beschlüsse in den Gremien.
 
Auch die Synode hat in diesem Prozess eine wesentliche Rolle gespielt, wie die Vorsitzende Frau Dr. Ruth Hildebrandt den anwesenden Synodalen in einem einleitenden Kurzreferat verdeutlichte. Sie fasste die Meilensteine des Prozesses – gegliedert nach den vier oben genannten Arbeitsbereichen über die Zeit anhand der Gremiensitzungen und anderen Veranstaltungen – in einer tabellarischen Übersicht zusammen, die den Synodalen vorlag. An drei Beispielen konnte sie zeigen, dass die Beschlüsse, Voten und Empfehlungen der Synode das weitere Vorgehen in eine bestimmte Richtung lenkten. So bildete das Votum der Synode vom Oktober 2022 zur Erreichung der Klimaziele bereits vor dem von der Landeskirche vorgegebenen Zeitpunkt die Grundlage dafür, eine Energieberatung zu beauftragen. Auch die Empfehlung der Synode vom Oktober 2023 an den Stadtkirchenrat, für die zukünftige Organisationsform das Modell „Eine Kooperationsraum“ für Heidelberg zu beschließen, führte zu genau diesem Ergebnis.
 
Anschließend berichteten Dekan Dr. Christof Ellsiepen und zwei weitere Mitglieder des Stadtkirchenrats von ihrer Klausurtagung 2024. Die Mitglieder des Stadtkirchenrats hatten sich im Wesentlichen mit den Stellungnahmen der Pfarrgemeinden und der nicht-gemeindlichen kirchlichen Präsenzen in Heidelberg zum Beschlussentwurf beschäftigt. Der Beschlussentwurf war diesen gemäß landeskirchlichen Vorgaben vorab zur Anhörung zugegangen. Die Stellungnahmen lagen auf der Klausur allen vor und es gab ausreichend Zeit, diese in Ruhe zu studieren. Im Anschluss wurden alle Klassifizierungsvorschläge und die entsprechenden Stellungnahmen zu allen Gebäuden eingehend betrachtet und unter verschiedenen Aspekten diskutiert. Wesentlich war dabei auch immer, die Gebäude hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Ganze zu würdigen. Die Bedeutung am Ort, das Potential für ortsübergreifende thematische Arbeit, aber auch die Kosten des Erhalts eines Gebäudes wurden jeweils in den Blick genommen.
 
Ende Januar hatte der Stadtkirchenrat zu einem Workshop eingeladen, der den Teilnehmenden einen ersten Ausblick in die weitere Ausgestaltung des Kooperationsraums ermöglichen sollte. Zwei Teilnehmende berichteten von dieser Veranstaltung und betonten einerseits, dass wichtige Fragestellungen identifiziert wurden, die weiter bearbeitet werden müssen. Andererseits wurde kritisch angemerkt, dass eben diese weitere Ausgestaltung noch nicht vollzogen ist und es daher schwer vorstellbar sei, wie dieser Kooperationsraum funktionieren kann.
 
In der folgenden Aussprache in der Synode sollten alle Beteiligten die Möglichkeit erhalten, auf Punkte hinzuweisen, die als besonders bedeutsam wahrgenommen werden. Hier wurden zum Teil Fragen benannt, die durch eine bereits gegründete Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung der Evang. Oberkirchenrats zu klären sind. Auch die Spannung zwischen lokaler Verankerung und stadtweiter thematischer Arbeit wurde als Herausforderung gesehen. Es wurde die Bitte geäußert, die Personalstellenplanung hinsichtlich der Schritte in der Umsetzung zu konkretisieren. Weiter wurde angeregt, eine kontinuierliche Evaluierung der Organisationsform „Ein Kooperationsraum Heidelberg“ vorzusehen. Eine Überarbeitung der thematischen Leitkriterien ist bereits vorgesehen.
 
Am Ende der Aussprache einigte sich die Synode mit großer Mehrheit darauf, sich dem Beschlussentwurf des Stadtkirchenrats zu den Ergebnissen des Strategieprozesses zusammen.Kirche.erneuern anzuschließen.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Vorsitzende der Stadtsynode
Heidelberg, 19.03.2024
 
 

Synodensitzung am 12.10.2023:
Stadtsynode empfiehlt dem Stadtkirchenrat Kooperationsmodell B

Zur Sitzung der Stadtsynode am 12. Oktober 2023 waren die Synodalen und Gäste zahlreich erschienen. Die Prälatin für Nordbaden, Frau Heide Reinhard, wurde als Gast begrüßt ebenso wie Herr Kai Tröger-Methling, Leiter der Rechtsabteilung im EOK.
Die Stadtsynode hat die Aufgabe, die wesentliche Ausrichtung der kirchlichen Arbeit im Stadtkirchenbezirk zu beraten und dem Stadtkirchenrat Empfehlungen über die einzuschlagende Richtung zu geben. Dies sollte an diesem Abend geschehen hinsichtlich der Frage, welches der beiden möglichen Strukturmodelle für die übergemeindliche Kooperation in Heidelberg weiterverfolgt werden soll. Zur Debatte standen zwei Optionen: In Modell A wird eine Gruppe von Pfarrgemeinden in einem Kooperationsraum zusammengefasst. In Modell B werden alle Pfarrgemeinden, inklusive thematisch ausgerichteter Arbeit wie Klinikseelsorge und Kinder- und Jugendarbeit, im Stadtkirchenbezirk Heidelberg in einen einzigen großen Kooperationsraum zusammengefasst.

 

EKiHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Synode am 13.07.2023

 
In großer Zahl fanden sich die Synodalen der Evangelischen Kirche in Heidelberg sowie interessierte Gäste zur Sitzung am 13.07.2023 im Zentrum der Hosannagemeinde in der Vangerowstraße ein. Zwei wichtige Themen standen auf der Tagesordnung:
 
1. Die Arbeit der Klinikseelsorge in Heidelberg
2. Weitere Meilensteine im Prozess Kirche.Erneuern:
 
  • Thematische Leitkriterien als Grundlage und inhaltlicher Rahmen für weitere Planungen und Entscheidungen
  • Überlegungen zu Organisationsmodellen für die zukünftige kirchliche Arbeit in Heidelberg

Klinikseelsorge
von li: Die Klinikseelsorgenden Sabine Hannak, Monika Mayer-Jäck, Christine Zimmermann-Schwarz, Bruno Ringewaldt, Verena Mätzke und Mirko Diepen gaben bewegende Einblicke in ihre Arbeit
Die Gruppe der evangelischen Klinikseelsorgenden stellte ihre Arbeit an den zahlreichen Kliniken in Heidelberg in all ihren Aspekten vor. In diesem Bereich arbeiten die beiden großen Kirchen zusammen, bzw. ergänzen sich in den einzelnen Häusern. So wurde auch Pfr. Nikolaus Schmerbeck, Leiter der katholischen Klinikseelsorge, als Gast an diesem Abend herzlich begrüßt.
Die Mitarbeitenden der Klinikseelsorge sind vor Ort in der Inneren Medizin, der Frauen- und Kinderklinik, der Orthopädie, der Kopfklinik, der Psychiatrie und der Thoraxklinik, alles Teilbereiche des Universitätsklinikums, sowie im Vincentius Krankenhaus, dem Salem und den Schmieder Kliniken. Die Finanzierung der Stellen erfolgt durch die Badische Landeskirche, die Stadtmission und durch Stiftungen bzw. Spenden. Die Gruppe unterhält in Kooperation mit den Vertretern der Katholischen Kirche einen ökumenischen Rufdienst rund um die Uhr, 7 Tage die Woche und betreibt das ökumenische Seelsorgezentrum +punkt im Neuenheimer Feld. Das Angebot der Seelsorge steht allen im Krankenhaus offen – Patient:innen, Angehörigen und Mitarbeiter:innen, alles in allem sind das allein in der Uniklinik über 1 Mio. Personen pro Jahr. Einige bewegende Schilderungen der Klinikseelsorgenden aus ihrer täglichen Arbeit ergänzten die Sachinformationen.
 
Im Rahmen des Strategieprozesses hat die Gruppe kürzlich eine Vereinbarung zur Bildung eines „Bezirklichen überparochialen Kooperationsraums Klinikseelsorge“ geschlossen, die die Kooperation untereinander aber auch mit den Gremien des Stadtkirchenbezirks auf eine neue Grundlage stellt.
 
Zusammen.Kirche.Erneuern
Thematische Leitkriterien
Das Ziel der Behandlung dieses Tagesordnungspunkts war es, die Arbeit der letzten beiden Jahre an einem inhaltlichen Profil für die Evangelische Kirche in Heidelberg (EKiHD) zusammengefasst vorzustellen, zu beraten und – wenn möglich – das Ergebnis dem Stadtkirchenrat zu übergeben als thematische Leitkriterien für die anstehenden Entscheidungen und – nach redaktioneller Bearbeitung – zur endgültigen Entscheidung über ein „Zielbild Transformation“ als ein Endpunkt des Strategieprozesses.
Die jetzt vorgelegte Fassung basiert auf einer reichen Materialsammlung und wurde gemeinsam mit dem ersten Szenarioentwurf Ende März 2023 an alle Gemeinden und kirchlichen Präsenzen versandt. Pfr. Kliesch stellte die drei Leitkriterien mit ihren Unterpunkten zur Beratung vor:
 
1.       Begeisternde Räume schaffen und erhalten (Musik, Begegnung, Gottesdienste)
2.       Übergänge des Lebens begleiten (Seelsorge, Diakonie, Kasualien)
3.       Den Blick für die nächsten Generationen entwickeln und stärken (Mitgliederpflege und -werbung, ethische Lebensfragen)
 
Organisationsmodelle
Internsiver Austausch zu Kooperationsmodellen in Kleingruppen
Im Rahmen des Strategieprozesses haben sich die Pfarrgemeinden in der EKiHD bereits auf den Weg gemacht, Kooperationsräume für die übergemeindliche Zusammenarbeit zu formen. Diese vier Kooperationsräume sind derzeit unterschiedlich weit auf dem Weg zu verbindlichen Vereinbarungen und deren Umsetzung. Bei der Suche nach geeigneten Organisationsmodellen, die die thematisch ausgerichtete Arbeit und Kooperation im gesamten Stadtkirchenbezirk besser ermöglichen und fördern könnte, entstand die Idee, einen heidelbergweiten Kooperationsraum zu bilden, in dem einerseits die Pfarrgemeinden erhalten blieben, andererseits aber die Hauptamtlichen eine gemeinsame Dienstgruppe bilden würden. Diese Dienstgruppe wäre dann der Rahmen für die überparochiale Zusammenarbeit zu thematischen Schwerpunkten.
 
In der Sitzung wurden beide Modelle mit einigen ihrer Implikationen für die bestehenden Strukturen und Arbeitsweisen vorgestellt und in Gruppen beraten. In der anschließenden Aussprache im Plenum äußerten sich Synodale sowohl zu den thematischen Leitkriterien als auch zu den beiden Organisationsmodellen. Einige Synodale spannten den Horizont der möglichen Organisationsformen noch weiter auf, und hinterfragten die Rolle der ortsteilbasierten Pfarrgemeinden, der Parochien. Hinsichtlich der thematischen Leitkriterien wurde angemahnt, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und das Thema „Räume“ davon abzuleiten.
 
Nachfolgend votierten die Synodalen mit großer Mehrheit dafür, dem Stadtkirchenrat zu empfehlen, die thematischen Leitkriterien nun redaktionell zu bearbeiten und mit zur Grundlage weiterer Entscheidungen zu Gebäuden, Verteilung der Pfarrstellen und der Budgetkürzungen zu machen. Hinsichtlich der alternativen Organisationsmodelle sprachen sich die Synodalen dafür aus, die rechtlichen und verfahrenstechnischen Fragen rund um beide Modelle – vier versus einen Kooperationsraum – zu klären und damit beide Optionen weiter zu verfolgen.
Dekan Dr. Christof Ellsiepen beschloss den Abend mit einem Segenswort.
 
Heidelberg, den 25.07.2023
Dr. Ruth Hildebrandt
Vorsitzende der Stadtsynode
 
 
 
 
Auf der gut besuchten Synodensitzung lauschen alle dem Vortrag der Landesbischöfin

EKiHD – Stadtsynode – Kurzbericht zur Synode am 4. Mai 2023

Eine große Zahl von Synodalen versammelte sich am Donnerstag, den 4. Mai um 19 Uhr im Lutherzentrum in der Vangerowstraße. Auf der Tagesordnung stand ein Beitrag der Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Frau Prof. Dr. Heike Springhart, die als Gast teilnahm. Die Vorstellung und Aussprache zum ersten Entwurf eines Zukunftsszenarios für die Evangelische Kirche in Heidelberg war ein weiterer wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung.
 
In seiner Andacht zu Beginn bezog sich Dekan Dr. Christof Ellsiepen auf Römer 1,16 und stellte die zentrale Botschaft des Evangeliums folgendermaßen ins Zentrum seiner Ansprache und des Abends: „Nicht durch das, was wir beitragen können, durch Taten, die recht sind und die wir vorweisen könnten in unserer Lebensverantwortung vor Gott, gewinnen wir das Ansehen, das vor Gott gilt. Vielmehr, weil Gott selbst uns annimmt aus freien Stücken.“
 
Er ging im Folgenden auf die drei Themenschwerpunkte für unsere Kirche ein, die sich im Verlauf der bisher durchgeführten Veranstaltungen, Workshops und Gremienarbeit als belastbar, weit gefasst und doch spezifisch genug, und als einigend herausgestellt hatten und als solche auch die inhaltlichen Aspekte eines Kirchenprofils im Szenarienentwurf zusammenfassten:
 
  • Die Bedeutung kirchlicher Räume für Begegnung vielfältiger Art
  • Die Begleitung von Menschen in den Übergängen des Lebens
  • Der Blick in die Zukunft und damit auf die Kirche, „nicht wie sie jetzt ist, sondern wie sie sein könnte, eine Kirche mit und für die nächste Generation“.
Die Landesbischöfin bot in ihrem Referat fünf knapp und klar gefasste Aussagen unter der Überschrift: „Kirche im weiten Horizont“ (siehe Thesenpapier und Vortrag). Sie erinnerte uns daran, dass „Kirche schon immer in stürmischen Zeiten lebte“, dabei aber die Gemeinschaft derer ist, die auf Gott vertrauen. Mut zur Verletzlichkeit im Umgang miteinander aber auch mit der Gesellschaft ist die große Herausforderung für uns als Kirche, dabei können wir aber auf das Wirken des Geistes vertrauen. Sie rief uns auf, als Kirche mutig zu sein und offene Gastlichkeit zu leben.
 
Der zentrale Tagesordnungspunkt dieser Sitzung war die Rückmeldung aus den Pfarrgemeinden zum ersten Entwurf eines Zukunftsszenarios für die Evangelische Kirche in Heidelberg. Einleitend stellte Dekan Ellsiepen diesen Entwurf in seinen Kontext: der Entwurf wurde vom Stadtkirchenrat (SKR) in seiner diesjährigen Klausur erarbeitet. Er stellt nicht bereits den Vorschlag zur Beschlussfassung im SKR dar, sondern bietet eine Grundlage für weitere Diskussionen und Bearbeitungsschritte.
 
Die Rahmenbedingungen, die von der landeskirchlichen Ebene vorgegeben waren (Landessynode und ev. Oberkirchenrat) seien hier nochmals kurz zusammengefasst: Von den 27 als Kirchen, Gemeindezentren und Gemeindehäuser gelisteten Gebäude in Heidelberg müssen bis Ende 2023 sechs als „Rot“ klassifiziert werden und fallen damit aus der landeskirchlichen Förderung raus. Weitere zwei müssen entsprechend bis Ende 2025 benannt werden. Die aktuell 19 Gemeindepfarrstellen müssen bis 2036 auf 14 reduziert werden. Die Gestaltung dieser Vorgaben, also die Entscheidung darüber, welche Gebäude und welche Stellen wegfallen werden, bleibt dem Stadtkirchenbezirk überlassen. Nach Beratungen in allen Gremien und der Anhörung aller kirchlichen Präsenzen in der Stadt ist es dann Aufgabe des Stadtkirchenrates, die letzte Entscheidung zu treffen.
 
Es folgten nun die Rückmeldungen, Kritiken, Anmerkungen und Nachfragen der insgesamt 11 Stadtteilgemeinden (Parochien) in Heidelberg. In der begrenzten Zeit für jede Stellungnahme wurde eine große Fülle von bedenkenswerten Anmerkungen und Nachfragen geäußert. Im Zentrum standen die Gebäude, die der Entwurf zur Klassifizierung „Rot“ vorschlug, was in vielen Fällen eben nicht ein Abstoßen, Verkaufen oder Abgeben des Gebäudes bedeuten soll, sondern z.B eine gemeinschaftliche Nutzung mit anderen Partnern oder Partnerinstitutionen ins Auge fasst. Solche Vorhaben werfen natürlich viele Detailfragen auf, die an entsprechender Stelle behandelt werden müssen.
 
Ähnliches gilt für die Stellensituation. In beiden Bereichen wurde im Detail hinterfragt, welche Kriterien bei der Klassifizierung bzw. Auswahl der Pfarrstellen zugrunde gelegt wurden. Es wurden Fragen nach der gleichwertigen oder auch gerechten Verteilung der zukünftigen Lasten – Arbeitsbelastung der Pfarrpersonen, Verlust von Räumen – aufgeworfen. Etliche Teilnehmer:innen forderten verstärkte Transparenz, Offenlegen der zugrundeliegenden technischen und wirtschaftlichen Daten, Konsistenz der Kommunikation ein. Es wurde verschiedentlich auf ähnliche Prozesse in der Vergangenheit verwiesen (Fusionen, Liegenschaftsprojekt), mit deren Folgen die Betroffenen noch immer befasst, die also letztlich noch nicht abgeschlossen sind.
 
Auch der gesamte Strategieprozess in Heidelberg wurde kritisch hinterfragt einschließlich des im November 2021 vom Stadtkirchenrat eingesetzten „Prozessteams“. Forderungen nach einer stärkeren Reduktion der Zahl der Gebäude standen eindringliche Argumente für den Erhalt der als „Rot“ vorgeschlagenen Gebäude gegenüber. Ebenfalls kritisch wurde angemerkt, dass das vorgelegte Szenario noch keine Verknüpfung der inhaltlichen Schwerpunkte (siehe oben) mit den Stellen- und Gebäudeentscheidungen beinhalte und das Ganze noch nicht „durchgerechnet“, d.h. in seinen wirtschaftlichen Auswirkungen beschrieben sei. Die Mehrheit der Pfarrgemeinden zeigte sich zuversichtlich, dass das Modell der Kooperationsräume – also der stärkeren Vernetzung von Gruppen von Pfarrgemeinden – mit dem Ziel, einerseits den Wegfall von Stellen vor Ort zu kompensieren, andererseits aber auch Raum für eine verstärkte Themenorientierung zu schaffen, in der Tat ein gangbarer Weg sein kann. Die Mehrheit äußerte Bedarf nach mehr Zeit für die internen Diskussionen in den Pfarrgemeinden, die Weiterentwicklung der Kooperationsräume und die Zusammenstellung der geforderten Daten über das hinaus, was bereits mitgeliefert worden war.
 
Die Synodenvorsitzende antwortet auf die Rückmeldungen mit der Unterstützung der Forderung nach mehr Zeit für den Prozess. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass es hier eine Einigung mit den Institutionen auf landeskirchlicher Ebene geben wird. Dies wurde bestätigt durch Pfr. Daniel Völker, den Leiter des Kernteams ekiba2032, der ebenfalls als Gast anwesend war.
An diesem Abend war keine weitere Aussprache oder Diskussion des Szenarienentwurfs und/oder der Rückmeldungen geplant. Dies hätte deutlich mehr Zeit und ein anderes Format erfordert. Daher wurden auch von Seiten des SKR und der Leitung des Stadtkirchenbezirks keine Stellungnahmen zu den Rückmeldungen gegeben, außer der, dass alle Anregungen sorgfältig protokolliert und in der Folge bedacht und bearbeitet werden.
 
Zu den weiteren Schritten verwies Dekan Ellsiepen auf die Rolle des Stadtkirchenrats, der in seiner nächsten Sitzung am 25.05.2023 das weitere Vorgehen beraten und beschließen wird. Dieses schließt eine Überarbeitung des Entwurfs und eine Anpassung des Zeitplans ein. Vermutlich wird der Prozess bis zur Entscheidung durch den Stadtkirchenrat Zeit bis ins Frühjahr 2024 hinein benötigen.
 
Dr. Ruth Hildebrandt, Synodenvorsitzende

Impulsvortrag der Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart bei der Sitzung der Stadtsynode am 4. Mai:

 
 
 

 
 
 
 
 

EKiHD – Stadtsynode – Kurzbericht zu den Sitzungen am 2. Februar und 2. März 2023 – Hauptthema: Doppelhaushalt 2022/23

Die Synode der Evangelischen Kirche in Heidelberg traf sich in diesem Jahr bereits zweimal, um insbesondere den Haushaltplan für den Doppelhaushalt 2022 und 2023 zu beraten und zu beschließen. Dies ist eine der vornehmsten Aufgaben und Rechte der Synode.
Die späte Beratung zu Beginn des zweiten Haushaltsjahrs war der Tatsache geschuldet, dass es in der Evangelischen Kirchenverwaltung Heidelberg langdauernde Vakanzen gab. Neue Mitarbeiter*innen haben Anfang letzten Jahres die Arbeit aufgenommen, so dass nun auch der Jahresabschluss 2021 vorgestellt werden konnte.
 
Um damit zu beginnen: Die Synode konnte beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass der Jahresabschluss 2021 entgegen dem nach Plan erwarteten Defizit von 377.351 € ein leicht positives Ergebnis in Höhe von 59.808,57 € aufwies. Insbesondere die Pfarrgemeinden haben gegenüber einem erwarteten Defizit von 121.926 € mit einem erfreulichen Überschuss von 17.656,12 € abgeschlossen. Dies verdankt sich unter anderem einer ungebrochenen Spendenbereitschaft der mit unserer Kirche verbundenen Menschen. Die Synode dankte der Evangelischen Kirchenverwaltung für die Erstellung und übersichtliche Darstellung des Jahresabschlusses mit Applaus.
 
Die Beratungen der Haushaltspläne erfolgen regelhaft in zwei Sitzungen der Synode, in diesem Jahr am 2. Februar und am 2. März 2023. Zuvor waren die Einzelpläne den Gemeinden und anderen kirchlichen Präsenzen vorgestellt und deren Rückmeldungen eingearbeitet worden. Ende November hatte sich der Haushaltsausschuss der Synode mit dem Haushalt befasst und mit einigen kritischen Anmerkungen insgesamt eine Empfehlung zum Beschluss des Haush
 
Rechtsverordnung über die Zusammensetzung der Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Heidelberg
(RVO-Stadtsynode-Heidelberg - RVO-HD) vom 26. November 2025

Der Landeskirchenrat hat am 26.11.2025 die Rechtsverordnung über die künftige Zusammensetzung der Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Heidelberg erlassen. Diese tritt am 01.01.2026 in Kraft.