
Quelle: ekihd
Heidelberg. 26. Februar 2011.
Das Ziel der evangelischen Kirche in Heidelberg ist es, in den nächsten Jahren ihr Profil zu schärfen und ihre Präsenz in der Stadt zu verstärken. Und welche Wege sie dabei in Zukunft gehen will, wurde kürzlich bei der zweitägigen Tagung der Stadtsynode deutlich. Schwerpunkte wurden konkretisiert: Durch eine enge Vernetzung der Pfarrgemeinden und eine intensive Pflege der Beziehungen nach innen und nach außen. Was eine engere Zusammenarbeit bei gemeinsamen musikalischen Veranstaltungen, besonderen Gottesdiensten, Ausstellungen oder Kursangeboten sowie in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit bedeutet. Dekanin Dr. Marlene Schwöbel konnte sich als Ergebnisse der Gruppenarbeit über eine bunte Palette an gut umsetzbaren Ideen freuen. Eine davon lautete, einen „Tag der Kirchenmusik“ mit einem gemeinsamen Chorkonzert auf einem öffentlichen Platz in Heidelberg für alle Einwohner zu veranstalten.

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Marlene Schwöbel, Vorsitzende der Stadtsynode, betonte: „Die inhaltlich-theologische Arbeit liegt uns sehr am Herzen.“ Und diese müsse trotz sinkender Finanzmittel und Mitgliederzahlen mit viel Zuversicht ausgefüllt werden. Die evangelische Kirche habe eine biblische Botschaft, mit der sie Träume für die Zukunft entwickeln könne, so Schwöbel. In den einzelnen Pfarrgemeinden der Stadtteile wolle man vor Ort, aber auch als geeinter Kirchenbezirk in der Stadt mehr Präsenz zeigen. „Kirche in Heidelberg hat neue Aufgaben, manche sind übrigens eigentlich uralt wie das Erzählen von biblischen Geschichten, wie das Zeigen von evangelischem Profil in unseren Kindergärten oder im Konfirmandenunterricht“, betonte sie. Dekanstellvertreter Anselm Friederich-Schwieger drückte es so aus: „Wir haben die reichen Schätze mit den wertvollen biblischen Texten. Wir möchten, dass sich die Menschen in dieser Stadt mit den Texten beschäftigen und sie in ihre Lebensbereiche mitnehmen.“ Ein Vorschlag aus der Gruppenarbeit lautete beispielsweise auch, sich als evangelische Kirche ein eigenes Jahresthema als Leitmotiv zu geben. Das unermüdliche, soziale Engagement für bedürftige Menschen wurde ebenso als wichtige Aufgabe angesehen wie der gegenseitige Besuch in den Gemeinden.

Quelle: ekihd
Info: Die Stadtsynode ist das evangelische Kirchenparlament. In 2008 wurden 21 Pfarrgemeinden in Heidelberg zu einer Bezirksgemeinde zusammengelegt mit rund
45 000 Mitgliedern. Oberstes Leitungsgremium ist die Stadtsynode mit 62 Mitgliedern aus Pfarrer/innen und Kirchenältesten.

