Ökumenischer Gottesdienst zum Täufergedenken am Reformationstag in Heidelberg

- 07.11.2025 - 

Beim zentralen ökumenischen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zum Reformationsgedenken am 31. Oktober 2025 in der Heiliggeistkirche Heidelberg stand in diesem Jahr die Täuferbewegung im Mittelpunkt.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Heidelberg (ACK) feiert seit vielen Jahren den Reformationsgottesdienst ökumenisch in der Heiliggeistkirche. In diesem Jahr stand die Täuferbewegung als „dritter Zweig“ der Reformation und ihre Bedeutung heute im Mittelpunkt. 
 
Foto: Thomas Lohnes
Der brasilianisch-deutsche mennonitische Pastor Prof. Fernando Enns (Hamburg/Amsterdam), der für seine Arbeiten zur Friedensforschung und für sein ökumenisches Engagement (z. B. seit 1998 Mitglied im Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen) international anerkannt ist, predigte über den „Reformationsvers“ "Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor. 3,11). Dieser war auch der „Wahlspruch“ Menno Simons, des Namensgebers der Mennoniten.
 
Enns erinnerte vor etwa 200 Besuchern daran, dass zur Reformation nicht nur Luther und Calvin gehörten, sondern auch die Täuferinnen und Täufer, deren gewaltfreie Tradition lange verdrängt wurde. Ihr Mut und ihre Treue zum Evangelium können uns bis heute inspirieren. Enns rief dazu auf, gemeinsam zu erinnern, Versöhnung zu suchen und aus dem Glauben heraus Frieden zu leben – hier und weltweit.
 
 
 
Anschließend wurde die Ausstellung „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525 – 2025“ in der Heiliggeistkirche gezeigt.
 
Text: Reinhard Henkel
 
Die Predigt von Prof. Enns zum Nachlesen: