In der zweiten Sitzung der neu konstituierten Stadtsynode am 07.05.2026 nahmen sich Dekan Dr. Christof Ellsiepen und Schuldekanin Dr. Beate Großklaus im Anfangsgottesdienst Zeit, um den Beitrag verdienter Mitglieder der Synode zu würdigen, scheidende Mitglieder zu verabschieden und neue Amtsträger der Evangelischen Kirche in Heidelberg zu verpflichten. Anschließend lag der Schwerpunkt des Abend auf dem Haushalt.
Dank und Anerkennung, Segen und Sendung für neue und scheidende Amtsträgerinnen und Amtsträger bei der zweiten Stadtsynode 2026
- 09.05.2026 -
Schuldekanin Großklaus steckte Joachim Buchert die Nadel in der Form eines kleinen, goldenen Kreuzes an den Hemdkragen. Sein Engagement reicht bis zum Rohrbacher Ältestenkreis 1993 zurück, seit 1994 war er Mitglied der Stadtsynode, seit vielen Jahren auch als stellvertretender Vorsitzender und Landessynodaler. Dieses langjährige Engagement wurde nun mit der Goldenen Ehrennadel gewürdigt. Die Landessynode wird er im Herbst ebenfalls verlassen. Um sich im Ruhestand verstärkt der Familie und den Enkeln widmen zu können, hatte er nicht erneut kandidiert. Keine der im Altarraum stehenden Personen musste mit leeren Händen gehen. Zusätzlich zum persönlichen Segen für jede Amtsträgerin und jeden Amtsträger erhielten die aus ihren Ämtern Scheidenden eine Flasche alkoholfreien Wein und die neu ins Amt Verpflichteten eine ganze Tüte Traubenzucker. Letztere wurde strahlend in Empfang genommen, eine Zusatzportion Energie ist an langen Synodenabenden und bei den vielfältigen Amtsgeschäften immer willkommen.
Im Vorfeld der Sitzung gab es in einer offenen Runde für die Neusynodalen die Möglichkeit, dem Dekan und dem Synodenvorsitzenden Fragen zu stellen. Eine Gruppe Interessierter nahm die Einladung gerne an, sich über die Rolle der Synode und das Zusammenspiel mit den kirchlichen Gremien zu informieren.
Die zweite Sitzung der neu konstituierten Stadtsynode war turnusmäßig Haushaltsfragen gewidmet. Bevor die Synodalen sich jedoch eingehend mit Zahlen und Beschlüssen befassten, stand der anfängliche Gottesdienst ganz im Zeichen der Würdigung scheidender Amtsträger und der Segnung und Sendung neuer Amtsträger. Mit der Wahl der neuen Synode hatte sich eine Vielzahl personeller Änderungen ergeben.
Zwei Menschen wurde eine besondere Ehrung zuteil: der Synodenvorsitzenden der vergangenen Amtsperiode, Dr. Ruth Hildebrandt, und dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden der Synode und scheidenden Landessynodalen, Joachim Buchert. Dekan Dr. Christof Ellsiepen verlieh Goldene Ehrennadeln der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Ruth Hildebrandt war leider verhindert, sandte aber herzliche Grüße und Dank. Sie erhielt die Auszeichnung daher in Abwesenheit als Anerkennung und Dank für Ihr Engagement als Synodenvorsitzende in den letzten fünf Jahren und für ihren Beitrag zur Entwicklung der Evangelischen Kirche in Heidelberg im Strategieprozess zusammen.Kirche.erneuern.
Später am Abend kommentiert er sichtlich bewegt mit einem Wort, was er angesichts der Ehrung empfindet: „Anerkennung“.
Die Wahl zur neuen Stadtsynode hat viel Bewegung in die Aufteilung der Ämter und Aufgaben gebracht: manche sind ausgeschieden, andere hinzugekommen und manche haben ihr Amt gewechselt. In diesem Wandel stecken neben Aufbruch auch viele Fragezeichen, aber die Gewissheit, das Gott am Werk ist, zu unserem Besten. Schuldekanin Dr. Beate Großklaus spricht in Ihrem Impuls von „G*tt als Verwandlungskünstler*in, die wir im Kooperationsraum dringend brauchen. Mit Fehlerfreundlichkeit, Ambiguitätstoleranz & Verletzlichkeit ...“
In Zweiergruppen werden die zu Ehrenden und Verpflichteten nach vorne auf die Bühne gerufen. Dekan und Schuldekanin wechseln sich bei Dankesworten, Verpflichtung und Segnung ab. Einzeln wurde den scheidenden Amtsträgerinnen und Amtsträgern Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen und sie wurden auf ihrem Weg hin zu neuen Aufgaben gesegnet. Diejenigen, die neu in ein Amt gewählt wurden, wurden verpflichtet und gelobten, sich in ihren Dienst mit Gottes Hilfe senden zu lassen. Anschließend erhielten sie den Segen für diese Sendung.
Dekan Ellsiepen verwies zu Anfang auf Korinther 12, Vers 4 bis 6: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen“, um daran zu erinnern, dass wir alle an das Zeugnis der Heiligen Schrift gebunden sind und unseren Dienst in der Verantwortung vor Gott leisten.
Dr. Lothar Bauerochse als Vorsitzender der Stadtsynode, Dr. Fabian Kliesch als Dekanstellvertreter, Dr. Florian Barth als Diakoniepfarrer sowie Katrina Klix und Dr. Hans-Christoph Meier als stellvertretende Synodenvorsitzende. (v.r.)
die mit der Ehrennadel ausgezeichneten Dr. Ruth Hildebrandt und Joachim Buchert,
Gregor Wirth als stellvertretener Synodenvorsitzender, Dr. Florian Barth als Dekanstellvertreter und Sigrid Zweygart-Pérez als Diakoniepfarrerin.
In der anschließenden Sitzung wurde der geplante Haushalt der Evangelischen Kirche in Heidelberg und die Wirtschaftspläne des Diakonischen Werkes Heidelberg und der Diakoniestation detailliert und transparent vorgestellt. Nach der Begrüßung wurden jedoch erst noch ausstehende Verpflichtungen für diejenigen Mitglieder der Synode vorgenommen, die bei der konstituierenden Sitzung verhindert waren.
Steffen Jooß, Geschäftsführer der Evangelischen Kirchenverwaltung (EKV) der Verwaltungsdienstgemeinschaft Heidelberg-Mannheim, Thorsten Gramm, Abteilungsleiter der Finanzabteilung in der EKV, und Dr. Christian Heinze, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Heidelberg, konnten auch Nachfragen zur komplizierten Materie gewohnt souverän zur Zufriedenheit klären. Erfreut nahmen die Synodalen zur Kenntnis, dass die geplanten Doppelhaushalte 2026/2027 ausgeglichen sind. Der Haushaltsplan der EKiHD wurde in erster Lesung vorgestellt, die Wirtschaftspläne des Diakonischen Werkes und der Diakoniestation wurden vorgestellt und per Beschluss angenommen.
Dr. Gunnar Garleff und Joachim Buchert erstatteten über die Frühjahrstagung der Landessynode ausführlich Bericht, bevor nach letzten Wortmeldungen der lange Synodenabend mit einem Lied und dem Segen endete.
Musikalisch wurde der Gottesdienst auf dem Klavier von Jan Wilke begleitet, am späten Abend sprang spontan der Synodale Julius Jöhrens für das Schlusslied ein.
Text und Fotos: Silke Kleffner-Pöppel















