Die „Orgel des Monats“ Januar steht in der Kreuzkirche Wieblingen

Heidelberg, Januar 2022. In den evangelischen Kirchen Heidelbergs stehen wunderbare Instrumente. Die Orgeln stammen aus unterschiedlichen Zeiten und haben klanglich und optisch eine sehr unterschiedliche Stilistik. Das Spektrum reicht hierbei von kleinen neobarocken Instrumenten bis zur großen romantischen Konzertorgel, von grundtönig gehaltenen Instrumenten der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis zur obertonreichen Konzeption von Orgeln der Mitte des 20. Jahrhunderts.
 
In den nächsten Jahren stehen mehrere große Sanierungen dieser wertvollen Instrumente an. Damit die Orgeln in ihrer Unterschiedlichkeit bekannter werden, möchten wir in der kommenden Zeit je eine "Orgel des Monats" vorstellen. Mit diesem Projekt sollen Spenden gesammelt werden für den Heidelberger Kirchenmusikfonds, durch den die Orgelsanierungen mitfinanziert werden.
 
Den Auftakt macht das große Steinmeyer-Instrument der Kreuzkirche in Wieblingen. Kantorin Anna Vogt stellt ihre Orgel vor. Oder macht das nicht vielleicht sogar das Instrument selbst?
 
 
 
Darf ich mich vorstellen: Ich bin die Steinmeyer-Orgel Opus 2063 aus der Wieblinger Kreuzkirche und nun knapp 60 Jahre alt (Baujahr 1963). Seit der letzten größeren Sanierung sind inzwischen fast dreißig Jahre vergangen, sodass es nun allerhöchste Zeit ist, mich wieder auf Vordermann zu bringen.
 
Ich besitze neben dem Pedal drei Manuale – das sogenannte Hauptwerk, das Brustschwellwerk und das Kronpositiv. Ausgestattet bin ich mit 32 klingenden Registern, einer Setzeranlage, zwei freien Kombinationen, einer Schwelleranzeige und einer Crescendo-Walze. Ich bin eher der neobarocke Typ, habe nicht so viel Volumen in der Mittel- und Basslage, dafür aber umso mehr Klang in der Höhe. Wenn meine Zungen- und Aliquotregister gestimmt und schön intoniert sind, ist meine Spezialität das Register „Singend Regal“, was sich sehr gut zum Gemeindeführen eignet, oder auch das Soloregister „Terzian 2f“ in Kombination mit zwei grundtönigen 8-Fuß-Registern und einer helleren 4-Fuß-Rohrflöte.
 
Mitte Januar soll es dann endlich los gehen mit der Sanierung durch die Orgelbaufirma Steinmeyer und Göckl. Gemäß dem Zeitplan und falls keine größeren Komplikationen auftreten, werde ich an Ostern wieder in voller Pracht zu hören sein. Und last, but not least, bekomme ich – wenn es die finanziellen Mittel am Ende erlauben – sogar noch einen kleinen Zuwachs durch ein Oboen-Register. Das wäre fein!
 
Ich freue mich über Spenden für meine Sanierung auf das Spendenkonto:
 
Evangelische Kirche in Heidelberg
IBAN: DE 77 6725 0020 0009 3129 51
BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg)
Verwendungszweck: Kirchenmusikfonds Heidelberg
 
Online-Spende: