Zur Mitte des 20. Jahrhunderts war dieses Instrument durch Witterung und mangelnde Pflege unbrauchbar geworden, sodass man sich letztendlich für einen Neubau entschied. 1973 errichtete die Firma Weigle, Echterdingen, ein neues Instrument mit ebenso zwei Manualwerken und Pedal bei insgesamt 26 Registern. Klangleich stellt sich die Orgel noch ganz klar neobarock dar; die Manualtraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch.
Viele Instrumente dieser Erbauungszeit befinden sich mittlerweile in einem schwierigen Zustand. Materialermüdung und ein grundsätzlich neues Klangideal lassen sie an vielen Stellen überholt wirken. Die Weigle-Orgel der Johanneskirche macht da keine Ausnahme, auch wenn sie mit einiger Pflege und auch einigem Tricksen spielbar bleibt. Dennoch muss nun eine mittelfristige Perspektive entwickelt werden, wie sich die Orgelsituation in Zukunft gestalten soll. Vieles spricht momentan für einen Neubau; etliche Unterstützungen sind schon zugesagt. Die Idee ist, mit einem anglikanisch (englisch) inspiriertem Instrument zum einen die Heidelberger Orgellandschaft ideal zu ergänzen und zum anderen der großen chorischen Tradition der Johannesgemeinde zu begegnen.
Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder unterstützen mögen, wenden Sie sich bitte an Kantor Lukas Henke (lukas.henke@kbz.ekiba.de).

