Die Orgel des Monats Dezember (ent-)steht in der Jakobuskirche in Neuenheim

Eine neue Orgel zieht ein

Die neue Orgel im Aufbau
Heidelberg, im Dezember 2022. „Eine Orgel geht auf Reisen“ – das war das Motto der Konzertreihe, die auf der kleinen einmanualigen Orgel der Firma Steinmayer von 1968, von der Jakobusgemeinde einst gebraucht erworben, gespielt wurde. Über viele Jahre im Gottesdienst und bei Konzerten erklang dieses kleine Instrument.  Mittlerweile technisch „gealtert“ und mit sechs Registern ausgestattet, waren seine klanglichen Möglichkeiten beschränkt. Daher stellte sich die Frage nach einer Überholung des Instrumentes oder der Anschaffung einer anderen oder neuen Orgel.
 
Die Orgel ist nun so gut wie fertig
Nun steht die Einweihung der neuen und ganz besonderen Orgel unmittelbar bevor. Unterstützt und in Abstimmung mit dem Orgelsachverständigen Martin Kares wurde ein Instrument entwickelt, das auf den Raum abgestimmt und für Solospiel wie Kammermusik gleichermaßen geeignet ist. Eine „richtige Orgel“ mit zwei Manualen und einer geschickten Disposition, die viele neue Möglichkeiten bietet.
 
Von Anfang an waren zwei Punkte von besondere Bedeutung: Die neue, wesentlich größere Orgel sollte an der gleichen Stelle wie die alte stehen. Sie durfte aber nicht mehre Grundfläche beanspruchen und der Blickkontakt zwischen Organist/in und Pfarrer sollte erhalten bleiben. Dabei sollte das Instrument das architektonische Konzept der Kirche aufnehmen. Eine nicht einfach umzusetzende Vorgabe und große Herausforderung an die technische Umsetzung, der sich die Firma Waldkircher Orgelbau, Jäger und Brommer, stellte.
 
Die Orgel fügt sich perfekt in den Kirchenraum ein
Eine sicher sehr seltene, vermutlich einzigartige Situation bot sich für die äußere Gestaltung der Orgel: Architektin Christiane Hauss fertigte den Entwurf für die neue Orgel, die das architektonische Konzept der Kirche, die ihr Vater, der Architekt Gerhard Hauß, erbaut hat und an dessen Entstehung sie mitbeteiligt war, wunderbar aufnimmt. In enger und intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten geht nun ein „Orgeltraum“ in Erfüllung, der für Gottesdienst- und Konzertbesucher ab dem 3.Advent hörbar sein wird.
 
So sieht das hoch komplexe Innenleben einer Orgel aus
Disposition:
 
  • Manual: Prinzipal 8‘, Flöte 8‘, Oktav 4‘, Rauschpfeife 2 2/3, Terz 1 1/5, Oktave 2‘
  • Gedackt 8‘, Salizional 8‘, Gemshorn 4‘, Oktave 2‘, Mixtur 3fach
  • Pedal: Subbaß 16‘
  • Koppeln: II/I, I-Ped., II-Ped.
  • Spielhilfen: 1 Freie Kombination
 
 
Text und Fotos: Manuela Weiss, Organistin der Jakobusgemeinde
 
 
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