Wort der Evangelischen Kirche und der Katholischen Stadtkirche in Heidelberg zu den Attentaten in Brüssel

Heidelberg, 23.03.2016. Wieder einmal erreichen uns die schrecklichen und traurigen Bilder aus einer von Terroristen attackierten Stadt. Diesmal ist es Brüssel, nach Istanbul, Ankara, Paris, Bagdad und vielen weiteren. In die dunkle Karwoche hinein lassen uns diese Bilder und Nachrichten mit Jesus fragen: "Mein Gott, warum hast du uns verlassen?"

Wir trauern mit den Menschen, denen durch diese Anschläge liebe Menschen genommen wurden. Wir denken an die Menschen, die sich große Sorgen um den Gesundheitszustand von nahen Angehörigen oder Freunden machen. Solche Anschläge säen Wut, Trauer, Verzweiflung und auch Hass. Es ist so schwer, diese Saat nicht aufgehen zu lassen.

Als Christen schauen wir nach Karfreitag, nach den tiefsten Stunden von Leid und Verzweiflung, jedoch auf das Licht und die Botschaft von Ostern. Diese Botschaft, die auch mitten in den Tod hinein das Leben unbeirrt ins Zentrum stellen will, möge uns bewahren vor Pauschalisierungen, vor Hass und verschlossenen Herzen. Wir beten für all diejenigen, die durch diese Anschläge betroffen und getroffen sind. Die Botschaft von Leben und von Frieden wird immer wieder auferstehen. Das hoffen wir aus tiefster Seele.

Dr. Marlene Schwöbel-Hug
Dekanin der Evangelischen Kirche in Heidelberg
     Dr. Joachim Dauer
Dekan der Katholischen Stadtkirche Heidelberg