Die Feuerwehr räumte aus Sicherheitsgründen das gesamte Gebäude, auch die Studenten-WG musste vorübergehend aus der „alten Marienhütte“ ausziehen, doch glücklicherweise blieb das Holzhaus von 1928 bisher von Schäden verschont. „So lange das Wasser weiterhin aus dem Hang hinter den Gebäuden sprudelt, können wir noch keine Entwarnung geben“, weiß Markus Böhler von der Bauabteilung der evangelischen Kirchenverwaltung zu berichten, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machte.
So lange das Erdreich weiterhin völlig durchweicht ist, besteht die Gefahr, dass noch weitere Bäume abrutschen, bis dahin dürfen die Gebäude nicht genutzt werden. „Eine Prognose ist hier schwierig, zumal ab Donnerstag neuer Regen angekündigt ist“, erklärt Böhler, „aber spätestens zum Wochenende sollten wir mit den Aufräumarbeiten beginnen können!“ Das Forstamt prüft die Möglichkeit, oberhalb der Gebäude eine Drainage in den Hang zu ziehen und somit das Wasser am Grundstück vorbei zuleiten, um weitere Erdrutsche zu vermeiden.Auch aus den Gemeinden des Kirchenbezirks gibt es einige Meldungen zu Wassereinbrüchen. In der Neuenheimer Jakobuskirche kam es zu Wassereintritt aufgrund verstopfter Dachrinnen, ein als Leitungsbüro genutzter Container auf der Baustelle in der Zähringerstraße stand komplett unter Wasser. In der KiTa im Viernheimer Weg in Wieblingen sprudelte das Wasser aus einer Toilettenschüssel und auch das Lutherzentrum meldete eine feuchte Wand im Keller. „Abgesehen von der Marienhütte sind wir noch recht glimpflich davongekommen“, berichtet Dietrich Dancker. „Naturgewalten von einem solchen Ausmaß sind wir Menschen relativ hilflos ausgeliefert. Wir sind einfach nur dankbar, dass niemand verletzt wurde“, so der Geschäftsführer der evangelischen Kirchenverwaltung.
Karin Wilke



