Boxberg/Emmertsgrund, 19.07.2016. „Aus einem Traum wird endlich ein Bau“: Marlene Schwöbel-Hug, die Evangelische Dekanin von Heidelberg, ist sichtlich froh, dass ein weiterer Schritt auf dem Weg zum neuen Gemeindezentrum der fusionierten evangelischen Lukasgemeinde Emmertsgrund/ Boxberg geschafft ist. Der Rohbau des neuen Hauses am Boxbergring steht, und viele Menschen aus beiden Stadtteilen kamen am vergangenen Freitag, um Richtfest zu feiern.
Dass der Weg zu diesem Projekt nicht leicht war, will Schwöbel-Hug gar nicht verschweigen – schließlich ging es darum, aus dem erschreckend schlechten Bauzustand der beiden bestehenden Gemeindezentren die Konsequenzen zu ziehen und den Beschluss zur Fusionierung und zum Bau eines neuen Gemeindezentrums zu fassen. Das sei ein langer, schwieriger Prozess gewesen, so die Dekanin, in dem „gemeinsam Kräfte gebündelt und nach gut protestantischer Art miteinander gerungen wurde“.
Ausdrücklich dankte sie Dieter Quast, dem Architekten des alten Boxberger Gemeindezentrums, der es sich nicht hatte nehmen lassen, am Richtfest teilzunehmen. Er habe seine Zustimmung zum Abriss des Gebäudes gegeben und mitgeholfen, Platz für Neues zu schaffen. Dank gelte auch dem Architekten des neuen Zentrums, Peter Horejs, den Bauleuten und der Kirchenverwaltung, vor allem in Person von Bauleiterin Martina Kleinbauer, sowie nicht zuletzt Pfarrerin Carmen Sanftleben: Sie führe und begleite die Lukasgemeinde mit großer Ruhe und Realitätssinn. Die Pfarrerin selbst sprach von einer positiven Stimmung, die sich angesichts des Baufortschritts des Gemeindezentrums in den Stadtteilen breitmache. „Ich freue mich darauf, weiter an dieser Gemeinde mitzuarbeiten.“
Ein Tag der Freude war es auch für Architekt Horejs, der bereits seit 2012 am Weg der Gemeinde beteiligt ist und nun feststellen durfte: „Es wird nicht mehr geträumt, sondern es wird gebaut!“ Mit dem Richtfest habe man die Halbzeit erreicht – in etwa einem Jahr sei der Bau fertiggestellt. Für Dietrich Dancker, Geschäftsführer der Evangelischen Kirchenverwaltung, entsteht dort, wo er früher einmal gemeindlich beheimatet gewesen ist, „etwas gutes Neues“.
Das Gebäude hat insgesamt etwa 650 Quadratmeter Nutzfläche. Im Eingangsgeschoss am Boxbergring sind die wichtigsten Räume für das Gemeindehaus untergebracht, etwa Saal und Foyer, Sakralraum und Sakristei. Im Hanggeschoss entstehen drei Wohnungen sowie Nebenräume für die Gemeinde. Zur künftigen Nutzung des Grundstücks Forum 3 im Emmertsgrund, wo noch das alte Gemeindezentrum steht, will sich die Evangelische Kirche nach der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag äußern.
Arndt Krödel
Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 19. Juli 2016
Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 19. Juli 2016
Link zum Video über das Richtfest: "Es tut sich was ..." - Richtfest Gemeindezentrum auf dem Boxberg




