Heidelberg, 25.07.2016. Nizza, Würzburg, München, Ansbach, alles Namen von Städten, die in den vergangenen Wochen in Europa Ziel von schrecklichen Anschlägen wurden. Die Städte im Nahen Osten, in Afghanistan sind in der gleichen Zeit von mehreren Attentaten heimgesucht worden. Wir sind erschrocken, erschüttert, traurig und verunsichert. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den vielen Menschen, die in tiefstes Leid gestürzt wurden, weil ein geliebter Mensch getötet wurde, weil Verletzungen an Körper und Seele ein Leben lang sichtbar oder spürbar sein werden.
Ja, es zeigt sich auch in solchen Zeiten, dass Menschen zusammenrücken und einander zur Seite stehen. Dafür sind wir sehr dankbar. Gleichzeitig müssen wir in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft darüber tatkräftig nachdenken, wo wir als Gesellschaft und als Kirchen gefordert sind. Verherrlichung von Gewalt darf nicht geschehen und wird von uns deutlich verurteilt. Wir wollen darauf hinweisen und dafür werben, dass wir Freiheit nur in Gemeinschaft leben können, mit Verantwortung füreinander, mit Respekt für das Leben anderer, mit Achtung und mit Empathie.
Wir können nur für christliche Kirchen sprechen und möchten betonen, dass in unserem Glauben diese Werte sehr klar in dem Leben Jesu zu finden sind. Lassen Sie uns gemeinsam diese Werte äußern und leben und das Gespräch suchen mit anderen.
In Schulen und Gemeinden beten wir für Frieden, für versöhntes Miteinander.
Wir beten dafür, dass Menschen erkennen, wie wertvoll sowohl das eigene als auch das Leben anderer ist.
Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Dekanin
Dr. Beate Großklaus, Schuldekanin

