Evangelische Kirche in Heidelberg nimmt badenweit die erste fremdsprachige Personalgemeinde in den Kirchenbezirk auf

Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug, Hwa-Sun Song und Pfarrer Jun-Bong Jeon von der Koreanischen Gemeinde sowie Synodenvorsitzender David Reichert freuen sich auf die kommende Zusammenarbeit.

Quelle: Karin Wilke

Heidelberg, 18.11.2016. Auf der gestrigen Sondersitzung der Stadtsynode feierte die Evangelische Kirche in Heidelberg eine kleine Premiere. Die durch den Stadtkirchenrat beschlossene Aufnahme der Evangelischen Koreanischen Gemeinde Heidelberg als Personalgemeinde ist innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden bisher einmalig. Freudig begrüßten Dekanin Marlene Schwöbel-Hug und Synodenvorsitzender David Reichert Pfarrer Jun-Bong Jeon und die neue Synodale aus dem Ältestenkreis Hwa-Sun Song als Stellvertreter der Koreanischen Gemeinde im Kirchenbezirk.

„Wir freuen und in Heidelberg sehr, dass wir die erste fremdsprachige Personalgemeinde in der EKD haben“, so Dekanin Schwöbel-Hug. „Es wird deutlich, dass unsere evangelische Kirche eine offene, weite und weltumspannende Kirche ist. Es ist gut, dass wir Menschen, die eine andere Muttersprache haben und ursprünglich aus anderen Ländern kommen, in unserer Kirche ein Zuhause geben!“

Auch Synodenvorsitzender David Reichert freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit: „Mit der Evangelischen Koreanischen Gemeinde Heidelberg weht in unseren Stadtkirchenbezirk ein ganz neuer und frischer Wind hinein. In großer Vorfreude sehe ich den Begegnungen und Gesprächen in der Synode und bei bezirklichen Veranstaltungen entgegen und heiße schon jetzt die Gemeindeglieder herzlich willkommen.“ Für ihr zukünftiges Wirken in Heidelberg wünscht Pfarrer Reichert der Koreanischen Gemeinde Gottes reichen Segen. Ein Festgottesdienst zur feierlichen Aufnahme ist am Sonntag, den 26.3.2017 in der Petruskirche in Kirchheim geplant.

Die weiteren Themen dieser Sondersynode waren bestimmt von der Verabschiedung diverser Beschlüsse. So wurden die Nachfolger von Dr. Winfried Klein und Udo Prinz zu Löwenstein als Vertreter in der Landessynode gewählt: Herr Joachim Buchert und Herr Dr. Michael Hug. Die Jahresabschlüsse des Stadtkirchenbezirks, des Diakonischen Werks und der Diakoniestation konnten verabschiedet werden. Positiv hervor stach das Diakonische Werk, das seinen Haushalt 2015 mit einem guten Plus abschließen konnte. Für das Jahr 2016 ist hieraus die Bildung von Sonderrücklagen bewilligt, um die diakonische Arbeit stärker in die Gemeindein einzubinden.

Volker Krug vom Referat 8 der Badischen Landeskirche erläuterte in seinem Vortrag zu den Maßnahmen der Ersatzvornahme die Haushaltssituation der evangelischen Kindertagesstätten. Auf der einen Seite machte er transparent, woher die hohen Defizite im Stadtkirchenbezirk stammen, auf der anderen Seite zeigte er Perspektiven auf, wie die Evangelische Kirche Heidelberg diese in Zukunft minimieren könnte. Es wurde deutlich, dass auf alle Kirchengemeinden des Bezirks viel Arbeit verbunden mit einem notwendigen Umdenken zukommt, dass die Bewältigung dieser Aufgabe aber in guter und zielorientierter Zusammenarbeit auch zu schaffen ist.

Karin Wilke