Quelle: Jutta Trilsbach
Rund 40 Helferinnen und Helfer kümmerten sich eine Woche lang um insgesamt rund 300 Kinder, servierten das Mittagessen an den Tischen, sangen und bastelten, lasen Geschichten vor oder trieben Sport. Brigitte Steiger von der Emmausgemeinde packte gern mit an: „Wir kommen morgens gegen 9 Uhr und sind dann bis halb fünf am Nachmittag in der Küche und beim Auf- und Abräumen im Einsatz, aber das macht uns sehr viel Spaß.“ Im Schulalltag haben die Kinder, die aus vielen Stadtteilen oder auch von außerhalb kommen, kaum Möglichkeiten, sich zu treffen. „Die Idee ist, dass sich die Schüler mit ihren ganz unterschiedlichen Hintergründen in unserem Stadtteil begegnen können und auch den Raum der Kirche mal anders erleben als sonst“, ist Pfarrer Schlögel von der Initiative überzeugt, die nach einer erfolgreichen Premiere letzten Dezember nun zum zweiten Mal im Stadtteil stattfand.
Dekanin Marlene Schwöbel-Hug freute sich: „Wir haben hier Kinder aller Religionen oder auch ohne Religion dabei, mit oder ohne Handicap. Mir ist wichtig, dass dies ein gelebter Beitrag zur Inklusion ist.“ Sie dankte dem Pfarrerehepaar Ingrid Prokop-Schlögel und Andreas Schlögel sowie dem Orga-Team aus Schulen, Gemeinde und dem offenen Jugendtreff der Evangelischen Kirche in Heidelberg für ihr großartiges Engagement. Ihr besonderer Dank galt dem Mannheimer Eishockey-Club-Manager Teal Fowler sowie Stadionsprecher Udo Scholz und Thomas Lipps von der Hilfsaktion „Adler helfen Menschen e.V.“ für die großzügige finanzielle Unterstützung.
Die Kooperations-Beauftragte der beruflich ausgerichteten Marie-Baum-Schule, Maren Ahlswede-Pettinger, betonte: „Für uns ist es wichtig, dass unsere Schüler hier ihre sozialen Kompetenzen stärken, andere Fähigkeiten kennen lernen und eine soziale Empathie entwickeln.“ Genauso sah dies auch die Leiterin der Beratungsstelle der Stauffenberg Sprachheilschule, Neumann-Stiehl: „Für unsere Kinder ist das eine wichtige Initiative als inklusives Projekt, um im Stadtteil Fuß zu fassen, es hilft ihnen, sich mit der Schule zu identifizieren.“ Brigitte Bierig-Feuerstein von der evangelischen Elisabeth-von-Thadden Grundschule stimmte zu: „Unsere Schule tauscht sich an vielen Stellen mit der Gemeinde aus, denn es ist wichtig, dass unsere Schüler, die aus allen Richtungen aus einem weiten Umkreis kommen, sich in der Kirchengemeinde eingliedern können.“Direkt aus der Nachbarschaft kommen die Schüler der Graf-von-Galen Schule, zu der noch bis zum nächsten Jahr die Grundschüler aus der Bahnstadt gehören. Religionslehrerin Katrin Borrmann unternahm mittags mit ihrer AG die „Reli-Rallye“ zum Gemeindehaus und lobte „Kirche für KIDs“ als eine gelungene und sinnvolle Einrichtung.
Schuldekanin Beate Großklaus ist vor allem wichtig: „Hier kommen Menschen zusammen, die sich sonst eher selten begegnen: Alte und Junge, Sport- und Kirchen-Leute, Engagierte in der Gemeinde und Hungrige aus der Schule. Das Emmaus-Gemeindehaus wird zur Oase um 12 Uhr, der Kirchplatz zu einem Spielfeld eine Stunde später. Volle Gemeindehäuser machen einfach glücklich und sind ein Segen im Stadtteil.“
Jutta Trilsbach



