Interview mit EKV Geschäftsführer Horst Althoff

Horst Althoff freut sich auf die neuen Aufgaben

Quelle: Karin Wilke

Heidelberg, 01.04.2017. Am 1. April startete Horst Althoff seine Tätigkeit als neuer Geschäftsführer in der Evangelischen Kirchenverwaltung (EKV). Pressereferentin Karin Wilke war mit ihm darüber im Gespräch:

Herr Althoff, wie starten Sie in den Tag, welche Kraftquellen haben Sie?

Ich bin Frühaufsteher, morgens ist meine Zeit, da bin ich fit. Ich stehe um 6 Uhr auf und beginne meinen Tag mit einem guten Frühstück – meist Müsli und Obst – sowie der Lektüre der RNZ. Das sind meine Kraftquellen für einen guten Start in den Tag. Hinzu kommt meine positive Lebenseinstellung, mit der ich die Dinge angehe. Ich beginne nahezu jeden Tag mit guter Laune – auch das gibt mir Kraft.

Was haben Sie bisher beruflich gemacht?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Heidelberg, hier habe ich auch Jura studiert und meine beiden Staatsexamen absolviert. Meine erste Anstellung war 1991 im Rems-Murr-Kreis als Leiter des dortigen Umweltamtes. 1994 bin ans Regierungspräsidium Karlsruhe gewechselt, wo ich über 6 Jahre hinweg ganz verschiedene Aufgabenbereiche übernommen habe. So war ich zunächst knapp zwei Jahre Sachgebietsleiter für Ausländerrecht, danach für weitere zwei Jahre Immissionsschutzreferent und schließlich bis zum Jahr 2000 Presse- und Bürgerreferent.

Aber eigentlich wollte ich schon von Jugend an Bürgermeister werden. Dieser Traum hat sich dann am 1.8.2000 mit meiner Wahl zum Bürgermeister von Neckargemünd erfüllt. Dort war ich zwei Amtsperioden mit großem Rückhalt aus der Bevölkerung tätig und konnte viele Erfahrungen in Verwaltungsarbeit und Kommunalpolitik sammeln. So habe ich eine Verwaltung mit 190 Mitarbeitenden geleitet, auch 11 Kindergärten haben zu unserer Kommune gehört. Nachdem ich bei der Wahl 2016 nur knapp eine dritte Amtsperiode verfehlt hatte, wurde mir bei der Kommunalberatung der Heidelberger Stadtwerke eine Tätigkeit im Bereich „Contracting“ angeboten. Diese habe ich nun zum 31. März 2017 beendet.

Warum haben Sie sich nun für die Kirche als Arbeitgeber entschieden?

Als ich im Dezember die Stellenausschreibung in der RNZ gelesen habe, dachte ich zunächst, die Evangelische Kirche in Heidelberg sucht einen neuen Bürgermeister. Etwa 70 Prozent des Anforderungsprofils war deckungsgleich mit meinen Aufgaben als Bürgermeister in Neckargemünd. Daher lag für mich – ich bin im evangelischen Glauben erzogen worden – eine Bewerbung sofort auf der Hand. Unsere Gesellschaft wird von der christlichen Kultur getragen, sie ist ihr Fundament. Für mich ist es eine spannende und herausfordernde Aufgabe, meine Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen nun für die Kirche einzubringen. Gemeinsam mit den entsprechenden Gremien möchte ich meine Entscheidungen so treffen, dass Kirche nachhaltig ihren Auftrag erfüllen kann: die Implementierung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft.

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe in der EKV?

Es stehen größere Umstrukturierungen für die Evangelische Kirche in Heidelberg an, dabei wird viel Altbewährtes auf den Prüfstand gestellt. Mich reizt die Herausforderung, die Kirchenverwaltung so umzustrukturieren, dass sie ihre zukünftigen Aufgaben erfolgreich wahrnehmen kann. Dabei möchte ich meine Erfahrung gerne einbringen und ich denke, diese Aufgabe ist schwierig und spannend zugleich. Mit der Verabschiedung seines Haushaltes 2016/17 hat der Stadtkirchenbezirk ja bereits sehr gute Vorarbeit geleistet, an die ich nun anknüpfen darf.

Was brauchen Sie, um in der EKV gute Arbeit leisten zu können, was wünschen Sie sich?

Ganz besonders wichtig ist mir ein Team, das gut zusammenarbeitet und belastbar ist. Ich bin hoch erfreut darüber, wie viel Fachwissen in der Verwaltung vorhanden ist, die Mitarbeitenden verstehen ihr Handwerk wirklich gut. Ich freue mich, dass ich hier bereits in eine gute Teamstruktur hineinkomme. Sehr wichtig ist mir auch ein reger Informationsaustausch, der für Entscheidungen und die Weitergabe von Informationen an die entsprechenden Leitungsgremien unerlässlich ist.

Ich arbeite gerne sowohl im Team als auch in Gremien, um dort gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch hierfür brauchen wir unbedingt einen guten und regelmäßigen Austausch. Dieser funktioniert nur, wenn es uns gelingt, ein Klima von gegenseitigem Respekt, Verlässlichkeit und Vertrauen aufzubauen. Meine Tür steht immer offen und jeder kann mich gerne jederzeit ansprechen.

Mein Wunsch ist, dass alle meine Mitarbeitenden ihre Aufgaben gerne machen und abends zufrieden nach Hause gehen. Dafür erfordert es auch eine gewisse Toleranz gegenüber anderen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen und das Gleiche erreichen wollen.

Wo sehen Sie die EKV in einem Jahr?

In einem Jahr wird unsere Kita Konzeption stehen und auch die „pro ki ba“ wird mit ihrem Liegenschaftsprojekt ein gutes Stück weiter sein. Wir werden wichtige Grundsatzentscheidungen getroffen haben und bei ihrer Umsetzung hoffentlich auch schon erste Erfolge sehen. In jedem Fall werden wir sicher viel klarer sehen, in welche Richtung der zukünftige Weg geht. Der gesamte Prozess wird natürlich mehrere Jahre brauchen, aber ich bin hoch motiviert und zuversichtlich, dass wir das schaffen. Bisher bin ich bei Ihnen überall sehr offen und freundlich aufgenommen worden und ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben, auch wenn ich sehe, dass sie schwierig sind.