„Für Kinder kann man nicht genug machen“

Heidelberger Schaustellerverband spendet 1000 Euro für Seelsorge in der Kinderklinik

Foto von links nach rechts: Kinderklinikseelsorgerin Christiane Bindseil, der 1. Vorsitzende des Schaustellerverbands Heidelberg Horst Kräher, Dekanin Marlene-Schwöbel-Hug und der 2. Vorsitzende Alf Fischer freuen sich über die großzügige Spende

Quelle: Karin Wilke

Heidelberg, 05.04.2017. Für Horst Kräher und Alf Fischer, 1. und 2. Vorsitzende des Schaustellerverbands Heidelberg, ist ganz klar: Kindern muss man helfen. „Als uns die Dekanin erzählte, dass die Evangelische Kirche in Heidelberg Spenden sammelt für Seelsorge in der Kinderklinik, stand für uns sofort fest: wir helfen!“, erklären die beiden Unternehmer. Daher hat ihr rund 60 Mitglieder zählender Verband spontan 1000 Euro gespendet für die neue Seelsorgestelle in der Kinderklinik. Diese überreichten sie stolz der Dekanin Marlene Schwöbel-Hug und Kinderklinikseelsorgerin Christiane Bindseil in Form eines symbolischen Schecks.

An der Heidelberger Kinderklinik gibt es zwar seit vielen Jahren eine katholische Seelsorgerin, die jedoch bei ständig wachsender Einrichtung und steigenden Belegungszahlen der hohen Nachfrage an Seelsorge allein nicht mehr nachkommen kann. Insofern hat die Evangelische Kirche in Heidelberg – auch auf Wunsch der Klinikleitung – im letzten Jahr beschlossen, eine weitere Viertelstelle aus eigenen Mitteln zu finanzieren. „Es fehlen uns nur noch 25.000 Euro für das kommende Jahr, dann haben wir eine Finanzierung der Stelle über drei Jahre allein aus Spendengeldern gesichert“, freut sich Dekanin Marlene-Schwöbel Hug über das große Engagement der Heidelberger Bürgerinnen und Bürger. „Und die gute Nachricht ist: Danach zahlt uns die badische Landeskirche drei weitere Jahre!“

Überhaupt verdankt die Kirche dem Heidelberger Schaustellerverband so einiges: „Dass die beiden Dekane nun seit fünf Jahren gemeinsam mit Vertretern der Stadt den Weihnachtsmarkt eröffnen, ist auf unseren Wunsch hin geschehen“, berichtet Kräher. „Für uns gehören die beiden Kirchen einfach dazu!“

Und auf dem Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsfest, das am 20. Mai zum zweiten Mal in den Campbell Barracks eröffnet wird, darf die evangelische Kirche an diesem Tag mit einem eigenen Stand vertreten sein und sich mit ihrem vielseiteigen Engagement in der Stadt präsentieren. „Das ist für uns natürlich wunderbar, wann bekommen wir schon eine so einmalige Gelegenheit geboten, uns außerhalb unserer Kirchen unters Volk zu mischen?“, freut sich die Dekanin über die Einladung. Und natürlich wird es auch an diesem Tag wieder um die Kinder gehen, für die das bunte Fest ein Highlight im Heidelberger Veranstaltungskalender ist.

Karin Wilke