An der Heidelberger Kinderklinik gibt es zwar seit vielen Jahren eine katholische Seelsorgerin, die jedoch bei ständig wachsender Einrichtung und steigenden Belegungszahlen der hohen Nachfrage an Seelsorge allein nicht mehr nachkommen kann. Insofern hat die Evangelische Kirche in Heidelberg – auch auf Wunsch der Klinikleitung – im letzten Jahr beschlossen, eine weitere Viertelstelle aus eigenen Mitteln zu finanzieren. „Es fehlen uns nur noch 25.000 Euro für das kommende Jahr, dann haben wir eine Finanzierung der Stelle über drei Jahre allein aus Spendengeldern gesichert“, freut sich Dekanin Marlene-Schwöbel Hug über das große Engagement der Heidelberger Bürgerinnen und Bürger. „Und die gute Nachricht ist: Danach zahlt uns die badische Landeskirche drei weitere Jahre!“
Überhaupt verdankt die Kirche dem Heidelberger Schaustellerverband so einiges: „Dass die beiden Dekane nun seit fünf Jahren gemeinsam mit Vertretern der Stadt den Weihnachtsmarkt eröffnen, ist auf unseren Wunsch hin geschehen“, berichtet Kräher. „Für uns gehören die beiden Kirchen einfach dazu!“
Und auf dem Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsfest, das am 20. Mai zum zweiten Mal in den Campbell Barracks eröffnet wird, darf die evangelische Kirche an diesem Tag mit einem eigenen Stand vertreten sein und sich mit ihrem vielseiteigen Engagement in der Stadt präsentieren. „Das ist für uns natürlich wunderbar, wann bekommen wir schon eine so einmalige Gelegenheit geboten, uns außerhalb unserer Kirchen unters Volk zu mischen?“, freut sich die Dekanin über die Einladung. Und natürlich wird es auch an diesem Tag wieder um die Kinder gehen, für die das bunte Fest ein Highlight im Heidelberger Veranstaltungskalender ist.
Karin Wilke

