„Kein Kind soll bei uns ausgegrenzt werden, besonders nicht in so einem wichtigen Lebensabschnitt wie dem Schulstart“, erläutert Dekanin Marlene Schwöbel-Hug den Hintergrund der Aktion. „Gerade in Notsituationen sind Mütter und Väter dankbar, wenn unkompliziert ein Ranzen vor der Tür steht“, weiß Schuldekanin Beate Großklaus. „Der Ranzen ist ein Stück Zuhause in einer neuen Schulwelt, manche Eltern kleben sogar heimlich wertvolle Mutworte ins neue Mäppchen. Damit zeigen sie den Kleinen: Du bist nicht allein.“
„Den Kindern einen guten Start in die Schule zu ermöglichen, ist absolut sinnvoll“, findet auch Carmen Niebel vom Heidelberger Modehauses Niebel. „Damit bringen wir den Kindern Wertschätzung entgegen und zeigen ihnen, dass sie sich nicht von anderen Schulanfängern unterscheiden.“ Ihr Modehaus, das jedes Jahr ein soziales Projekt unterstützt, hat sich in diesem Jahr bewusst für die Schulranzenaktion vor Ort entschieden.„Oft kommt das Hilfebedürfnis in unmittelbarer Nähe zu kurz“, findet auch der Heidelberger Unternehmer Tobias Hoefer. Daher haben er und sein Freund Stephan Hilbig sich statt Geschenken eine Spende für „Schulranzen für Janne“ zur gemeinsamen Geburtstagsfeier gewünscht. „Das Projekt kam unglaublich gut bei unseren Gästen an, gerade weil es Kindern aus Heidelberg hilft.“ Der Jurist wünscht sich mehr solcher Hilfsaktionen vor Ort und ist sich sicher, dass diese bei den Heidelbergern auf großen Rückhalt stoßen würden.
Im nächsten Jahr feiert „Schulranzen für Janne“ 10jähriges Bestehen und das Diakonische Werk freut sich auch weiterhin über jede Unterstützung der Hilfsaktion.
Karin Wilke


