Bachverein Heidelberg unterstützt „Junge Familien in Not" mit 1000 Euro

(Von li) Der Vorsitzende des Heidelberger Bachvereins Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen, die stellvertretende Dekanin Martina Reister-Ulrichs und Bachchor-Leiter Christian Kabitz freuen sich über die Unterstützung für „Junge Familien in Not"

Quelle: Karin Wilke, Evangelische Kirche in Heidelberg

Heidelberg, 22.02.2018. Wenn die Waschmaschine kaputt geht oder das Fahrrad geklaut wird, ist das für manche Familien eine finanzielle Katastrophe. Deshalb hat die Evangelische Kirche in Heidelberg vor einigen Jahren einen Spendenfonds für „Junge Familien in Not" eingerichtet, damit diese durch notwendige Anschaffungen nicht finanziell aus der Bahn geworfen werden. Mit initiiert wurde dieser Fonds damals vom Bachverein Heidelberg e.V. unter Vorsitz von Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen.

Am 8. Dezember 2017 hat der Bachchor Heidelberg unter künstlerischer Leitung von Kichenmusikdirektor Christian Kabitz bereits zum vierten Mal ein Benefizkonzert zugunsten „Junger Familien in Not" gegeben. Gemeinsam mit dem Kinderchor Kirchheim ließen die Sängerinnen und Sänger Weihnachtslieder alter Meister in der gut besuchten Peterskirche erklingen und sammelten dabei 1000 Euro Spendengelder.

„Die Idee zu diesen Benefizkonzerten hatte der Verein des Bachchores, weil wir unverschuldet in Not geratenen Familien aus Heidelberg helfen wollten", berichtet der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen bei der Scheckübergabe an die Evangelische Kirche in Heidelberg. „Der Bachchor singt immer wieder mit großer Begeisterung zugunsten junger Heidelberger Familien, dieses Mal mit dem bisher besten Ergebnis", freut sich Chorleiter Christian Kabitz.

Auch Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug ist glücklich über das soziale Engagement des Bachchors und -Vereins: „Armut ist in unserer Wohlstandsgesellschaft immer noch ein großes Problem, von dem jedes fünfte Kind in Deutschland betroffen ist." Viele Familien würden sich für ihre oft unverschuldete Notlage schämen und sich nicht trauen, bei Behörden um Hilfe zu bitten, weiß die Dekanin. „Für diese Familien wollen wir als Kirche da sein und ihnen ohne große bürokratische Hürden schnelle Hilfe zukommen lassen." Betroffene können sich mit einem schriftlichen Antrag an das Dekanat der Evangelischen Kirche in Heidelberg wenden.

Karin Wilke