„Das war gar nicht so einfach“, erinnert sich die engagierte Ehrenamtliche Rita Adler. „Wir mussten Wäschekörbe voller Gerümpel zunächst einmal aus dem Turm und voller Kleider dann in den Turm schleppen.“ Geholfen hat ihnen dabei die „gute Seele“ der Gemeinde Matteo Briante. „Anfangs kamen die Kleiderspenden aus der Gemeinde, aber auch vom Kinderschutzbund aus der Altstadt“, erinnert sich Prokop-Schlögel. „Nach ersten Startschwierigkeiten sprach sich aber schnell herum, dass wir hier eine sinnvolle und vor allem ökologisch nachhaltige Arbeit machen. Mittlerweile bekommen wir Zulauf aus der ganzen Stadt, sogar Familien aus Eppelheim tauschen bei uns alles rund ums Kind ein“, freut sich die Pfarrerin. Daher ist auch das Team der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen inzwischen auf zwölf Frauen zwischen 40 und 70 Jahren angewachsen, die sich jeweils zu viert die Schichten teilen.
Abgesehen von den Angeboten des Kinderschutzbunds in der Altstadt und im Emmertsgrund ist dies die einzige Kleiderkammer dieser Art in Heidelberg, die unseren schönen Stadtteil zusätzlich aufwertet“, findet Pfarrerin Prokop-Schlögel. Seit der Eröffnung des neuen Gemeindeshauses vor knapp drei Jahren hat sich ein ganz neues Miteinander im Stadtteil und der Gemeinde entwickelt. So lädt dort das Café Emma immer dienstags zwischen 15 und 17:30 Uhr zu Kaffee und Kuchen ein, was von sowohl von tauschfreudigen Müttern und Kindern als auch von der älteren Generation gern genutzt wird. „Was gibt es Schöneres, als Menschen auf diesem Wege zusammen zu bringen?“, freut sich die Gemeindepfarrerin und mit ihr die Bewohner aus dem Pfaffengrund.
Karin Wilke


