Zwei wurden eins - fröhlicher Ernst beim Fusionsgottesdienst der Matthäusgemeinde

von li: Kath. Dekan Joachim Dauer, Gemeindediakon Bernd Schneider, Pfarrer Falk von Uslar-Gleichen, Stadtrat und Stadtteilvereinsvorsitzender von Ziegelhausen Raimund Beisel, Pfarrerin Julia Nigmann, Stadtteilvereinsvorsitzender von Schlierbach Dr. Christopher Klatt, Schuldekanin Dr. Beate Großklaus.
Heidelberg, 17.03.2019. Feierlich vollzog die Matthäusgemeinde am Sonntag, den 17. März, ihren Zusammenschluss aus Berg- und Versöhnungsgemeinde. Als “fröhlich und ernst zugleich” beschrieben mehrere Besucher die Stimmung. Unter den etwa 250 Gästen waren Vertreter des Kirchenbezirks, der Stadtteile, der katholischen St. Laurentius-Gemeinde, der Vereine, der Kindertagesstätten und verschiedener weiterer Institutionen, nicht zuletzt Gemeindeglieder sowie Ehrenamtliche und frühere Hauptamtliche von beiden Seiten des Neckars.

In seiner Begrüßung wies Pfarrer von Uslar darauf hin, dass die evangelischen Christen im Osten Heidelbergs nun erstmals einander zugeordnet und aufeinander verwiesen seien. “Wir tragen ab jetzt Verantwortung füreinander und für unsere Stadtteile.” Der stellvertretende Dekan Dr. Gunnar Garleff verpflichtete die Ältesten und Hauptamtlichen, im Vertrauen auf den Herrn der Kirche vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. In seiner Predigt hob er die uns geschenkten Gaben hervor, die nun vielstimmig die eine Stimme Gottes, das Evangelium, zum Klingen bringen würden. „Ich wünsche euch Geduld und Mut, Vertrauen und Lust, einander als Zeugen zu begegnen, und auch in einander fremden Traditionen das Gemeinsame zu entdecken.“

Anschließend fügten Älteste aus beiden Stadtteilen wie ein Puzzle das neue Logo zusammen: ein Kreuz, das sich durch stilisierte Elemente der hiesigen Landschaft ergibt: den blauen Neckar, der von einer grünen Brücke überspannt wird und in dessen Mitte durch Überschneidung die Kirchenfarbe Lila entsteht.

Den Abschluss der Feier bildete ein Wandelabendmahl, geleitet von Pfarrerin Julia Nigmann. Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Bach-Kantate “Lobe den Herren”, die der Schlierbacher Kammerchor unter der Leitung von Katharina Büttner zu Gehör brachte.

Beim anschließenden Empfang dankte Pfarrer von Uslar den Ältesten  für ihr großes Engagement, das sich in der Bereitschaft niedergeschlagen habe, viele zusätzliche Stunden miteinander zu beraten. Im Rückblick erscheine es ihm fast unglaublich, wie viel Meilensteine man erreicht habe: ein erstes Gottesdienstkonzept, das sowohl gegenseitiges Kennenlernen als auch Arbeitsentlastung berücksichtigt habe; der gemeinsam verantwortete Gemeindebrief, das vereinte Pfarramt, der neue Name und das verbindende Logo.

Inzwischen sei eine echte Erwartungshaltung entstanden, dass wir durch das Zusammengehen eine neue Dynamik entwickeln könnten. Allerdings sei zu beachten, dass die Gemeinden für das Zusammenwachsen, das die Ältestenkreise schon vollzogen hätten, noch Zeit bräuchten.
 
Zum Schluss seiner Ansprache machte Pfarrer von Uslar auf acht im Kirchenraum ausgestellte Bilder aufmerksam. Sie wurden von der Künstlerin Urd von Hentig geschaffen und stellen Motive aus dem Matthäusevangelium dar. Pfarrer i.R. Karl Günther, der zwei Jahre Vikar in Ziegelhausen und 27 Jahre Pfarrer der Berggemeinde gewesen ist, hat sie uns leihweise zur Verfügung gestellt.

Es folgten eindrückliche Grußworte der Schuldekanin Beate Großklaus, des Stadtrats und Ziegelhäuser Stadtteilvereinsvorsitzenden Raimund Beisel und des Schlierbacher Stadtteilvereinsvorsitzenden Dr. Christopher Klatt. Zum Abschluss wurden die Segenswünsche des früheren Schlierbacher Pfarrers und Prälaten i.R. Dr. Hans Pfisterer verlesen, der verhindert war.
Anke Riffel, (ehem.) Vorsitzende des Ältestenkreises der Berggemeinde

Quelle: Dagmar Welker



Text: Pfarrer Falk Uslar von Gleichen