Angeregter Austausch beim ökumenischen Pfarrkonvent

Angeregte Diskussion über gelebte Ökumene in den Regionen
Heidelberg, 19.09.2019. Einmal im Jahr treffen sich die evangelischen und katholischen Geistlichen zum Austausch beim ökumenischen Pfarrkonvent. In diesem Jahr waren die Katholiken Gastgeber und rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrer kamen im Haus der Begegnung zusammen. Vorrangiges Thema war die Ökumenische Vereinbarung, die anlässlich der 500Jahrsfeier zur Reformation am 31.10.2017 in der Heiliggeistkirche von allen ACK Mitgliedern unterzeichnet wurde. Unter anderem setzen sich hierin alle Mitgliedskirchen für die volle Abendmahlsgemeinschaft ein und erkennen einander als Kirche Jesu Christi mit den jeweiligen Amtsträgerinnen und Amtsträgern an.

Die Ökumenische Vereinbarung umfasst 8 Punkte
An sechs Tischen diskutierten die Anwesenden die Umsetzung der Vereinbarung in ihren jeweiligen Regionen. In einer abschließenden Gesprächsrunde wurden die Ergebnisse präsentiert. Der katholische Dekan Dr. Joachim Dauer wies auf den ökumenischen Kirchentag in Frankfurt vom 12. bis 16. Mai 2021 hin. „Dieses Ereignis ist für Heidelberg eine große Chance, wir könnten uns in einem ökumenischen Arbeitskreis für die Idee der ökumenischen Abendmahlsgemeinschaft in Frankfurt einsetzen“, überlegte Dekan Dauer. Der evangelische Dekan Dr. Christof Ellsiepen, erstmals dabei, fragte nach, welche Formen der ökumenischen Abendmahlsgemeinschaft es in Heidelberg bereits gebe und wie man hier eine Umsetzung im Hinblick auf 2021 auf den Weg bringen könne.

In der Abschlussrunde gibts viele Ideen zu gelebter Ökumene

 

 

 

Die Jugendarbeit beider Kirchen möchte die ökumenische Jugendkirche aufleben lassen, auch eine gemeinsame Jugendwoche für Firmanden und Konfirmanden soll angegangen werden. Für den Heidelberger Süden sprach Pfarrer Dr. Fabian Kliesch, der ein ökumenisches Dienstfrühstück anregte und sich in seiner Region für die volle Abendmahlsgemeinschaft einsetzen will. Feiertage wie der Buß- und Bettag und Pfingstmontag würden bereits ökumenisch miteinander begangen, ebenso die Taizé Abendmahlsfeiern. Die Klinikseelsorger waren sich darüber einig, dass sie in guter ökumenischer Tradition bereits Hand in Hand arbeiten.

Und so klang der Nachmittag mit der Bestätigung aus, dass es bereits eine gute und konstruktive ökumenische Zusammenarbeit vor Ort gibt, die weiterentwickelt werden soll.