„Ein Haus Gottes aus lebendigen Steinen“ – Einführung von Pfarrerin Christiane Bindseil in die Bonhoeffergemeinde

Dekan Ch. Ellsiepen, Pfarrerin Ch. Bindseil, Pfarrer F. Kliesch und Schuldekanin B. Großklaus nach der Einführung
Heidelberg, 22.09.2019. Voll bis auf den letzten Platz war die Arche bei der Amtseinführung der neuen Pfarrerin Dr. Christiane Bindseil. Seit dem 1. September ist sie Pfarrer Albrecht Herrmann auf die Pfarrstelle 2 in der Kirchheimer Bonhoeffergemeinde nachgefolgt. Und diese freute sich im feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang deutlich sichtbar über die und mit der neuen Seelsorgerin, die mit ihrer Familie schon seit vielen Jahren selbst Mitglied der Bonhoeffergemeinde ist.

Der Chor unter Leitung von Thilo Ratai begrüßt die neue Pfarrerin musikalisch

 

 

 

In seiner Einführung zitierte Dekan Dr. Christof Ellsiepen aus dem 12. Kapitel des Römerbriefes von Paulus, aus dem ihm vor allem ein Satz hängen geblieben war: „Seid brennend im Geist.“ Wie ein Fels stehe diese Aussage in der Mitte des Textes, die Mut mache, aber gleichzeitig auch viel Kraft erfordere. „Diese Kraft geben uns Menschen, die einander guttun, sich gegenseitig aufnehmen und in den Arm nehmen, Traurigkeit und Fröhlichkeit miteinander teilen“, so der Dekan weiter. Die Haltung in einer Gemeinde könne und solle so sein. Die Aufgabe des Pfarrers oder der Pfarrerin sei, innerhalb der Gemeinde den Geist Gottes zu wecken in dem Bewusstsein: „Ich bin es nicht selbst, sondern der Geist Gottes, der in mir brennt.“

Glückwünsche und die Einführungsurkunde für die neue Pfarrerin
Schuldekanin Dr. Beate Großklaus überreichte der Pfarrerin, die auch an der Kirchheimer Kurpfalzschule unterrichten wird, eine Glanzkerze mit Streichhölzern als „Notration, um das innere Feuer zu hüten.“ In ihrer Predigt über Kapitel 28 aus dem 1. Buch Mose ging Christiane Bindseil der Frage nach, was ein Stein als Zeichen von Gottes Gegenwart alles für uns verkörpern kann. „Das Haus Gottes ist aus lebendigen Steinen gebaut, wir sollen an Gottes Gegenwart erinnern. Wie gut, dass wir immer wieder darüber stolpern, wie Gott ist, denn nur so können wir lernen, neue Perspektiven zu schaffen“, so die Theologin. Diese Stolpersteine begegnen uns auf den Baustellen des Lebens und auch in der Gemeinde, die sie als Chance zum kreativen Umgang sehen und gemeinsam mit der Bonhoeffergemeinde angehen will.

Ältestenkreis und Gemeinde heißen ihre Pfarrerin willkommen

 

 

 

Abschließend gaben Dekan, Schuldekanin und Vertreter des Ältestenkreises der neuen Pfarrerin Gottes Segen mit auf den Weg für ihren Dienst als Seelsorgerin, Verwalterin, Lehrerin und Pfarrerin in der Bonhoeffergemeinde. Fleißige Hände hatten ein reichhaltiges Buffet gezaubert, zu dem beim nachfolgenden Empfang Sekt und andere Getränke gereicht wurden. So gestärkt hieß die Gemeinde ihre neue Pfarrerin mit einem Grußwort des Ältestenkreisvorsitzenden Hans-Georg Pflüger-Heß herzlich in ihrer Mitte willkommen.