Heidelberg, 12.10.2019. Bei herrlichem Herbstwetter hatte der „Sprach-Kita Verbund BW10“ aus dem Raum Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis zur Präsentation seiner Arbeit ins Haus am Harbigweg in Heidelberg Kirchheim eingeladen. „Ich freue mich sehr über diese Veranstaltung, bei der unser „Sprach-Kita“ Verbund seine Entwicklungen der letzten dreieinhalb Jahre einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren kann“, begrüßte die zusätzliche Fachberatung und Leiterin des Verbunds Birgit Bur die rund hundert Anwesenden. Seit Januar 2016 nimmt der Verbund von 13 Kitas aus der Region am Bundesprogramm Sprach-Kitas teil und zeigte nun die Entwicklungen, die die teilnehmenden Kitas im Rahmen der bisherigen Projektlaufzeit gemacht haben.
„Es ist ureigenes Ziel der Kirche, Menschen zusammenzubringen in all ihrer Vielfalt und Heterogenität“, erläuterte Dekan Dr. Christof Ellsiepen die Unterstützung der Evangelischen Kirche in Heidelberg für das Projekt. „Die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas bieten den Familien eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an, damit diese sich gut aufgehoben fühlen“, hob er in seinem Grußwort hervor. „Durch die alltagsintegrierte sprachliche Bildung unterstützen sie Familien in ihrem alltäglichen Leben und geben den Kindern einen Ort der Geborgenheit, in dem sie sich frei entfalten und das, was in ihnen angelegt ist, zum Blühen bringen können“, so der Dekan weiter.
Elfriede Eisele von der Servicestelle des Bundesprogramms Sprach-Kitas Berlin hob in ihrem einführenden Vortrag hervor, dass die hohe Qualität in der Umsetzung alltagsintegrierter sprachlicher Bildungsarbeit die Zusammenarbeit vieler beteiligter Ebenen erfordere. Das gemeinsame Anliegen sei es, gleiche Bildungschancen für Kinder von Beginn an zu schaffen und allen Kindern Teilhabe an Bildung zu ermöglichen. „Die Begeisterung für die Themen des Bundesprogramms und das Engagement der Kita-Tandems ist heute deutlich zu spüren!“, fasste sie die Stimmung im Harbigweg zusammen und dankte Birgit Bur für die würdige Einbettung der Präsentationen.
„Die Sprache ist unsere Grundlage, um mit anderen Menschen in Beziehung zu treten; unsere Gedanken, Gefühle, Erfahrungen, Erlebnisse und Wünsche zum Ausdruck zu bringen und mitzuteilen“, zitierte Claudia Döring, Abteilungsleiterin der Städtischen Kindertageseinrichtungen, aus ihrer Rahmenkonzeption. In einem Grußwort des Oberbürgermeisters Prof. Dr. Eckart Würzner, unter dessen Schirrmherrschaft die Veranstaltung stand, betonte sie die Bedeutung von alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Bei der anschließenden Präsentation wurde die große Vielfalt an Umsetzungsmöglichkeiten sprachlicher Bildung hautnah erlebbar. Die 13 teilnehmenden Kitas aus der Region stellten an liebevoll gestalteten Ständen ihre Arbeit vor und luden auch zum Mitmachen und Nachfragen ein. Bei Führungen in diversen Sprachen zeigten die teilnehmenden Sprach-Kitas mit großer Begeisterung und Engagement eine bunte Auswahl an Möglichkeiten des wertschätzenden Umgangs mit Sprachen und kultureller Vielfalt.
Das ursprünglich von Januar 2016 bis Dezember 2019 aufgesetzte Bundesprogramm wird um ein Jahr verlängert und eine Weiterentwicklung ist in Planung. „Wir freuen uns sehr, dass wir im Verbund noch weiter an diesen Themen arbeiten und somit einen wichtigen Teil gesellschaftlicher Friedensarbeit leisten können“, resümierte Birgit Bur die gelungene und informative Veranstaltung am Ende des Tages.
Infos zum Verbund Sprach-Kitas:
Das Bundesprogramm des BMFSFJ fördert für alle teilnehmenden Kitas eine zusätzliche Fachkraft (50%) und eine zusätzliche Fachberatung (50%) mit Expertise im Bereich „sprachliche Bildung“. Diese zusätzlichen Fachkräfte begleiten und unterstützen das Kita-Team bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Hierbei wird insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Familien großer Wert gelegt und zeitgemäße, passende Formen der Zusammenarbeit werden erprobt. Eine inklusive Pädagogik unter Anerkennung der Vielfalt in der Gesellschaft und den Kitas ist dabei die Handlungs- und Reflexionsgrundlage. Durch regelmäßige Fortbildungs- und Beratungstermine der zusätzlichen Fachberatung wird den Kitas ein Rahmen geboten, in dem sie Neues ausprobieren und Bewährtes festigen können.
Das Bundesprogramm des BMFSFJ fördert für alle teilnehmenden Kitas eine zusätzliche Fachkraft (50%) und eine zusätzliche Fachberatung (50%) mit Expertise im Bereich „sprachliche Bildung“. Diese zusätzlichen Fachkräfte begleiten und unterstützen das Kita-Team bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Hierbei wird insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Familien großer Wert gelegt und zeitgemäße, passende Formen der Zusammenarbeit werden erprobt. Eine inklusive Pädagogik unter Anerkennung der Vielfalt in der Gesellschaft und den Kitas ist dabei die Handlungs- und Reflexionsgrundlage. Durch regelmäßige Fortbildungs- und Beratungstermine der zusätzlichen Fachberatung wird den Kitas ein Rahmen geboten, in dem sie Neues ausprobieren und Bewährtes festigen können.






