Kirchenstand erntet auf dem Bürgerfest viel positive Resonanz

Bezirksdiakonin Andrea Herog (2.v.li) und Synodenvositzende Sandra Grande (re) im Gespräch mit Besucherinnen
Heidelberg, 12.1.2020. Auf dem diesjährigen Bürgerfest, zu dem der Heidelberger Oberbürgermeister die Bürger seiner Stadt alle zwei Jahre in wechselnde Stadtteile einlädt, herrschte Hochbetrieb. Veranstaltungsort war dieses Mal das Patrick Henry Village, in das bereits im Verlauf dieses Jahres die ersten Bewohner einziehen sollen. Auch die beiden Kirchen wollen sich bei der Entwicklung des 16. Stadtteils in Heidelberg einbringen und zeigten auf dem Bürgerfest mit einem gemeinsamen Stand Präsenz.

„Wir wollen Kirche im Herzen der Stadt sein, deshalb ist es uns wichtig, auch auf dem Bürgerfest unser Gesicht zu zeigen und Kontakte zu knüpfen“, erläutert Dekan Christof Ellsiepen das ökumenische Engagement an diesem Tag. Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Vertreter beider Kirchen standen am Kirchenstand Rede und Antwort für das interessierte Publikum. „Kirche soll ein Ort der Kommunikation und ein Ort zum Andocken sein, an dem man Kontakte knüpfen und vielleicht auch ein Zuhause finden kann“, wünschte sich eine Standbesucherin.

von li: Dekan Chr. Ellsiepen, Diakoniepfarrerin S. Zweygart-Pérez, Synodenvorsitzende S. Grande, DW Geschäftsführer M. Heß und Bezirksdiakonin A. Herzog vertraten die EKIHD
Viele Besucher merkten positiv an, dass beide Kirchen mit ihrem Stand und dem grünen Turm gemeinsam sichtbar wurden. „Das Bürgerfest ist ein Ort der Begegnung“, findet auch Martin Heß, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Immer wieder kam er mit Menschen ins Gespräch, manchmal nur kurz aber oft auch lange und ausführlich. Am Stand der Kirchen und der kirchlichen Wohlfahrtsverbände gehe es dabei oft um Menschen, die ausgegrenzt sind, passend zum Ort speziell um Flüchtlinge. „Persönlich finde ich es schön, dass wir einen gemeinsamen Stand mit der Katholischen Kirche und der Caritas haben, das ist gelebte Ökumene“, betont Heß.

So soll das PHV einmal aussehen, im Herzen liegt die kleine Chapel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders gefragt waren die Segenssprüche, mit denen den Besuchern gute Wünsche für das Jahr 2020 mit auf den Weg gegeben wurden. Gleichzeitig umfassen diese auch den Wunsch für ein gutes miteinander Gestalten und Planen in den neuen Stadtteilen. Derzeit werden in Heidelberg die insgesamt 180 Hektar umfassenden Konversionsflächen entwickelt zu ganz unterschiedlichen, dynamischen neuen Stadtteilen. Allein das PHV umfasst 110 Hektar, die entwickelt werden sollen zu urbanem Wohnraum für 10.000 Bewohner und zu Arbeitsplätzen für weitere 5000 Menschen. „Wichtig ist uns an diesem Tag auch, eine Resonanz zu erhalten, welche Aufgaben wir bei der Entwicklung eines neuen Stadtteils übernehmen können und welchen Platz Kirche in den Augen der Bürgerinnen und Bürger hier von Anfang an einnehmen sollte“, unterstreicht der Dekan abschließend.

Auch die evangelische offene Kinder- und Jugendarbeit ist mit einem Stand vertreten.
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