Heidelberg, 05.01.2020. Nach 53 Jahren wurde in einem Entwindmungsgottesdienst das Gemeindezentrum von Melanchthon-West in der Heinrich-Fuchs-Straße entwidmet. Viele Besucher waren in den letzten Gottesdienst gekommen, darunter auch einige, die das Gemeindezentrum vom Anfang bis Ende miterlebt und mitgestaltet hatten, vom Kindergottesdienst, Jungschar, Schon (lange) Konfirmierte, aus Bastel- und Kreativkreisen, verschiedenen Seniorengruppen und vieles anderes mehr.
1966 wurde das Gemeindezentrum als einer der typischen Zweckbauten jener Zeit fertiggestellt, manchmal als Turnhalle tituliert, mit wenig Charme und wenig Hinweisen auf ein sakrales Gebäude. Aber drinnen hat ein vielfältiges Gemeindeleben stattgefunden, und es wurde einiges getan, um den sakralen Charakter zu verstärken. Im Jahr 1998 bekam die Melanchthonkirche am Berg neue Glocken und so wurde über der Sakristei des Gemeindezentrums ein kleiner Glockenstuhl errichtet und dort eine der ehemaligen Glocken der Melanchthonkirche aufgehängt. Besonderes Kennzeichen der Glocke im Gemeindezentrum war, dass man sie von Hand geläutet hatte, und so haben sich Generationen von Kirchendiener*innen, Pfarrer*innen, Kirchenältesten, Konfirmand*innen daran versucht – mit mehr oder weniger Erfolg. Ein wunderschönes Altarbild von Sieger Köder bereicherte die letzten 15 Jahre den Gottesdienstraum. Ursprünglich war es im Rahmen einer Ausstellung angebracht worden, aber der damaligen Pfarrerin und dem Ältestenkreis gefiel es so gut, dass man schnell eine Finanzierung und den anschließenden Kauf in die Wege leitete. Auch ein wunderschönes sakrales Fensterbild wurde irgendwann auf die etwas trist wirkenden Fensterscheiben geklebt.
Ja, und trotz der Konkurrenz zur Melanchthonkirche fanden sogar einige wenige kirchliche Trauungen im Gemeindezentrum statt, und im Jahr 2004 wurde die Konfirmation der damaligen Gemeinde Rohrbach-West im Gemeindezentrum gefeiert. Nicht vergessen werden sollte, dass in 1992/93 auch ein Kirchenasyl zusammen mit unseren ökumenischen Partnern im Gemeindezentrum organisiert und erfolgreich abgeschlossen wurde. Viele Gemeindefeste, darunter auch der legendäre Bazar (auf Rohrbacherisch auch so mit „z“ ausgesprochen), der bis Ende der 1980er Jahre noch dreitägig gefeiert wurde, runden das vielfältige Bild von den Aktivitäten im Gemeindezentrum ab.
Der stellvertretende Dekan Dr. Gunnar Garleff predigte über die Gedanken, die einen Menschen bewegen, wenn er umziehen muss.
Gegen Ende des Gottesdienstes schlossen die beiden Pfarrerinnen Tanja Dittmar und Sibylle Baur-Kolster und einige Kirchenälteste die wichtigsten sakralen Gegenstände, die im Gemeindezentrum nun nicht mehr verwendet werden, in ihre Gebete ein. Die Bibel, die Taufschale, der Abendmahlskelch und der Brotteller, die Kniebank, das Altarkreuz und die Osterkerze wurden schließlich in einer kleinen Prozession in den neu angemieteten Laden in der Karlsruher Straße getragen. Dort hat die Gemeinde einen neuen Standort für kleinere Gruppen und Kreise und einen Ansprechpunkt im Zentrum von Rohrbach. Dort wurden die Gegenstände aufgestellt, um die Erinnerung wachzuhalten, und der im Gemeindezentrum begonnene Gottesdienst beendet.
Gegen Ende des Gottesdienstes schlossen die beiden Pfarrerinnen Tanja Dittmar und Sibylle Baur-Kolster und einige Kirchenälteste die wichtigsten sakralen Gegenstände, die im Gemeindezentrum nun nicht mehr verwendet werden, in ihre Gebete ein. Die Bibel, die Taufschale, der Abendmahlskelch und der Brotteller, die Kniebank, das Altarkreuz und die Osterkerze wurden schließlich in einer kleinen Prozession in den neu angemieteten Laden in der Karlsruher Straße getragen. Dort hat die Gemeinde einen neuen Standort für kleinere Gruppen und Kreise und einen Ansprechpunkt im Zentrum von Rohrbach. Dort wurden die Gegenstände aufgestellt, um die Erinnerung wachzuhalten, und der im Gemeindezentrum begonnene Gottesdienst beendet.
Ein Begrüßungssekt in den neuen Räumlichkeiten schloss sich an. Wie Pfarrerin Sibylle Baur-Kolster in ihrer Begrüßungsansprache am Anfang des Gottesdienstes betonte: „Wir haben keine bleibende Statt“ ist zwar ein schales Trostwort an einem so traurigen Tag, aber kann ein gedanklicher Wegweiser für uns sein, um uns für eine versöhnliche Zukunft zu öffnen - eine Zukunft als Melanchthongemeinde aus vielen lebendigen Steinen, die auch an anderem Ort eine einladende Heimat sein kann.
Ganz nach dem Motto: Machen wir das Beste daraus …
Ganz nach dem Motto: Machen wir das Beste daraus …





