
Quelle: Lucas Schellhammer, 9 Jahre
Denn unsere Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und das nicht nur durch Corona. Aber Corona macht eines ganz deutlich: Wir können nur gemeinsam die Wende schaffen. Die Klimawende, die Gerechtigkeitswende und auch die Gesundheitswende.
Jesus ist auch nicht einfach so auferstanden. Er ist durch alle Höhen und Tiefen vorher hindurchgegangen. Bejubelt beim Einzug nach Jerusalem, später fallengelassen von den Massen. Von treuen Anhängern umgeben, die sich, als es ernst wurde, schlafen legten, ihn verleugneten und sich aus dem Staub machten. Unschuldig verurteilt, gefoltert und hingerichtet. Und dann – am dritten Tage auferstanden zu neuem Leben. Er ist uns vorausgegangen, sein Weg zeigt mir das „Dennoch“ des Lebens.
Ich glaube, Gott befreit uns nicht einfach von dieser Krise. Aber er steht uns bei und trägt uns hindurch. Deshalb lasst uns beten um Geduld, um Liebe und Widerstand. Und lasst uns arbeiten für jeden kleinen und großen Schritt, der das Leben lebendiger, gerechter und friedlicher macht.
Ihr
Christof Ellsiepen, Dekan der Evangelischen Kirche in Heidelberg 
