Heidelberg, den 26.07.2020. Es war ein leiser Abgang, als Maximilian Heßlein am 14. April nach 16 Jahren als Pfarrer aus der Christus-Luther-Markus Gemeinde ausschied. Über drei Monate später konnte die große Gemeinde sich nun endlich gebührend von ihrem beliebten Gemeindepfarrer mit einem feierlichen Gottesdienst in der Christuskirche verabschieden. „Für mich ist das ein Tag großer Dankbarkeit. Ich habe hier fast 16 volle Jahre gearbeitet. Die Quersumme davon ist übrigens sieben, die vollendete Zahl, bei der alles gut ist“, blickt Pfarrer Heßlein schmunzelnd auf seine lange Amtszeit in der Gemeinde zurück. „Es war immer was los, beständig gab es neue Herausforderungen. Aber es ist gelungen, in einem großen Miteinander eine wirklich geistliche Gemeinschaft zu bauen. Im besten biblischen Sinn: Lachen mit den Fröhlichen, weinen mit den Traurigen.“
Dass an diesem Tag neben allen fröhlichen Erinnerungen die Traurigkeit über den Weggang von Maximilian Heßlein überwog, war in den Gesichtern der versammelten Gemeindeglieder zu lesen. Dekan Christof Ellsiepen würdigte ihn in seiner Ansprache als einen Kollegen, „der sagt, was er denkt und tut was er sagt, auch wenn das bedeutet, die inneren und äußeren Spannungen auszuhalten“. Schuldekanin Beate Großklaus dankte ihm für seinen engagierten Religionsunterricht zunächst in der Landhausschule und zuletzt in der Pestalozzischule, den er bis zu seinem Wechsel nach Mannheim mit Begeisterung ausübte. Die Erzieherinnen des Fröbel-Kindergartens gaben ihrem Pfarrer, der sich auch während Corona immer Zeit für einen freundlichen Gruß durch die Fensterscheibe nahm, einen Korb voller Erinnerungen mit auf den Weg nach Mannheim.

Einen Lederrucksack vom Ältestenkreis gibts zum Abschied
Nach so vielen Dankesworten konnte der scheidende Pfarrer nicht umhin, sich noch ein letztes Mal an seine Gemeinde zu wenden: „Ich war mit meinem Beruf an dieser Stelle am richtigen Ort und ich danke Ihnen allen für diese Gemeinde. Ich bin dankbar für die geschenkte Kraft; denn die war nötig. Und ich freue mich, die vielen Erfahrungen dieser Zeit jetzt in meine neue Aufgabe im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt mit hineinzunehmen.“ Die Kraft wird er brauchen, denn der Umzugswagen nach Mannheim steht in diesen Tagen vor der Tür und dort – so viel ist sicher – warten neue spannende Herausforderungen auf Maximilian Heßlein und seine Familie.




