Der Freiwillige Gemeindebeitrag startet wieder im Kirchenbezirk Heidelberg – ein wichtiger Beitrag für die Arbeit der Gemeinden und zur Solidarität

(von li) Pfarrerin Christiane Bindseil, Dekan Christof Ellsiepen, Schuldekanin Beate Großklaus und Pfarrer Fabian Kliesch finden die Kaffeerikscha der Bonhoeffergemeinde großartig
Heidelberg, 27.11.2020. Im November starten 10 Pfarrgemeinden der Evangelischen Kirche in Heidelberg ihre jährliche bezirksübergreifende Spendenaktion `Freiwilliger Gemeindebeitrag´. Dabei werden Unterstützer gesucht für jeweils drei Projekte: ein „Herzensprojekt“, das der jeweiligen Gemeinde besonders wichtig ist, ein Projekt des Stadtkirchenbezirks und für einen Innovationsfonds. Die Flyer hierzu werden entweder per Post oder mit den Gemeindebriefen an die Haushalte versandt.
„Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, wie viel Gutes der Freiwillige Gemeindebeitrag bewirkt. Ich danke allen, die in den letzten Jahren gespendet haben und denen, die auch in diesem Jahr die wichtige Arbeit der Evangelischen Kirche in Heidelberg unterstützen werden“, erklärt Dekan Christof Ellsiepen. „In Zukunft werden freiwillige Beiträge neben denen aus der Kirchsteuer immer mehr an Bedeutung gewinnen“, erläutert der Dekan die Aktion. Denn lediglich 34 Prozent der Kirchenmitglieder zahlen Kirchensteuer, deshalb sei die Kirche bei ihrer vielfältigen Arbeit auch auf freiwillige Gaben angewiesen.
So sammelt die Altstadtgemeinde beispielsweise für ein Lastenfahrrad, mit dem die Wege zwischen Pfarramt und den beiden Altstadtkirchen umweltfreundlich und ressourcenschonend zurückgelegt werden können. Die Wieblinger Kreuzgemeinde bittet um Spenden für die Sanierung ihrer Orgel, andere Gemeinden wünschen sich Unterstützung bei der Anschaffung von technischer Ausrüstung für Gottesdienste im Freien.
Der Kirchenbezirk bittet weiterhin um Unterstützung der Seelsorge in der Kinderklinik. „Manche Eltern verbringen jede freie Minute in der Kinderklinik, oft in ständiger Angst um das Leben ihres Kindes. Es ist nicht vorstellbar, was Familien in diesen existentiellen Situationen zu tragen haben“, weiß die Seelsorgerin in der Kinderklinik Heidelberg zu berichten. Für die Betroffenen ist sie wichtige Gesprächspartnerin außerhalb von Familie und Klinikpersonal. Ihre Stelle wird aus Spenden finanziert.
„Im vergangenen Jahr kamen im Rahmen des Freiwilligen Gemeindebeitrags insgesamt knapp 108.000 Euro zur Unterstützung der verschiedenen Projekte im Kirchenbezirk Heidelberg zusammen“, freut sich Dekan Ellsiepen über die große Spendenbereitschaft der Kirchenmitglieder. „Das zeigt uns, welche Wertschätzung unsere Arbeit in den Gemeinden und im Bezirk erfährt und wir danken allen Spenderinnen und Spendern von Herzen für ihre Unterstützung!“
Rund 27.000 Euro hat die Christus-Luther-Markus-Gemeinde beispielsweise für einen barrierefreien Zugang in der Christuskirche sowie für ein behindertengerechtes WC im Markushaus gesammelt. „Der Anstoß zu diesem Projekt kam vor vielen Jahren aus der Gemeinde, da wir immer wieder von gehbehinderten Menschen auf die schlechte Situation rund um die Christuskirche angesprochen wurden“, berichtet der Ältestenkreisvorsitzende Christof Kölmel-Stracke. „Wir freuen uns, dass wir als Gemeinde in einer gemeinsamen Anstrengung mit den Gemeindemitgliedern diese beiden Projekte unterstützen und auf den Weg bringen konnten“, so Kölmel-Stracke.
Die Johannesgemeinde konnte zum September 2019 dank Spenden in Höhe von knapp 10.000 Euro wieder eine geteilte FSJ-Stelle für Kindergarten und Kinderchor besetzen. Der Kindergarten erhält durch die FSJlerin Unterstützung bei der Begleitung eines Kindes mit Behinderung, die durch den Gemeindebeitrag mitfinanziert wird. „Diese Zuwendung zeigt uns eine große Wertschätzung aus der Johannesgemeinde für unsere Arbeit, bei der die Inklusion fest verankert ist. Dafür sind wir sehr dankbar“, freut sich Einrichtungsleiterin Anita Stamm.
Pfarrer Kliesch schenkt nach dem Gottesdienst zusammen mit den Pfadfindern Kaffee aus.
Und aus Mitteln des Innovationsfonds wurde unter anderem die Anschaffung einer Kaffeerikscha für die Bonhoeffergemeinde unterstützt, die dort bereits rege genutzt wird. „Super Idee, im Stadtteil an die Plätze zu fahren und ein so entspanntes Gesprächsangebot von Kirche zu machen“, finden die Kirchheimer und freuen sich beim Kirchcafé im Freien: „Toll, dass unsere Spenden für so was Innovatives verwendet wurden. Das sollte jede Gemeinde machen!“
Weitere Informationen unter: www.ekihd.de/spenden