„Hunger haben, das tut weh“ – Kirchen bitten um Spenden für den ökumenischen Nikolausfonds

Singend wenden die kleinen Piraten sich an den Nikolaus alias Klaus Zeller
Heidelberg, 06.12.2020. Die Geschichte des Bischof Nikolaus von Myra, dessen Namenstag wir am 6. Dezember feiern, haben Kinder aus dem Nachtigallenchor der Johannesgemeinde am Sonntag im Rahmen des Gottesdienstes in der Heiliggeistkirche Heidelberg in einem Singspiel eindrucksvoll zu Gehör gebracht. Einer Legende nach herrschte damals in Myra eine Hungersnot. Die Ursache sollten Piraten gewesen sein, die die Getreideschiffe des Kaisers daran gehindert haben, in den Hafen einzulaufen. Die Bevölkerung lief zur Kirche, um Nikolaus um Hilfe zu bitten.
 
Unter Leitung von Beate Rux-Voss haben die Kinder des Nachtigallenchors seit September erst in Kleingruppen und später einzeln geprobt
„Hunger haben, das tut weh, wenn er zieht vom Kopf zum Zeh“, richten sich die liebevoll kostümierten Kinder unter Leitung von Kantorin Beate Rux-Voss singend an den Nikolaus. Dieser schlägt vor, die hungernden Kinder – von den Piraten als Pfand eingefordert – mit dem Kirchenschatz auszulösen: „Denn was sie nehmen, ist ja nichts als Gold und Silber; und was sie uns lassen, das ist Gemeinschaftssinn“, singt Klaus Zeller, der als Nikolaus neben Güte auch beeindruckende gesangliche Qualitäten zeigt.
 
 
 
 
Bischof Nikolaus und Dekan Ellsiepen mit der siebenjährigen Sängerin Frieda
„Wenn wir ehrlich sind, sind wir manchmal selbst wie Piraten und denken nicht an die anderen, sondern nur an unser Geld. Manchmal sind wir aber auch wie Nikolaus und helfen, wo wir können“, wendet sich Dekan Christof Ellsiepen anschließend in seinen Fürbitten an die Gemeinde. Denn am 6. Dezember bitten beide Kirchen traditionell um eine Spende für den ökumenischen Nikolausfonds, aus dem Heidelberger Kindergarten- und Schulkinder bei der Teilhabe im Alltag unterstützt werden.
So können beispielsweise die Teilnahme an Theaterbesuchen, Projekten, Klassenfahrten und der Kauf von Schulmaterialien oder Essensmarken aus dem Fonds finanziert werden.
 
Über Spenden unter dem Stichwort „Nikolausfonds“ auf folgendes Spendenkonto freuen wir uns:
Volksbank Kurpfalz: IBAN DE72 6709 2300 0033 3775 76, BIC GENODE61WNM