Heidelberg, 18.08.2021. Auf den ersten Blick sieht man kaum einen Unterschied, doch die schmalen Pendelleuchten, die dezent vom Deckengewölbe der Heiliggeistkirche herabhängen, haben es in sich. Denn in den vergangenen Wochen wurden die herkömmlichen Halogenleuchten ausgetauscht gegen energetisch hocheffiziente, dimmbare LED Glaszylinderleuchten der Solinger Firma Dinnebier Licht. Die Stromeinsparung liegt bei 93 Prozent, in nur sieben Jahren sollen sich die neuen Leuchten amortisiert haben.
„Es handelt sich hierbei um eine energetische Sanierung, die vom Projektträger Forschungszentrum Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird“, erläutert Architektin Anne Backhaus von der evangelischen Kirchenverwaltung, die das Projekt leitet. Nachhaltigkeit und Förderung regionaler Produkte und Unternehmen stehen dabei ganz oben auf der Prioritätenliste der Evangelischen Kirche in Heidelberg. So werden die neuen LED-Leuchten überwiegend in Deutschland und in Handarbeit hergestellt, montiert und programmiert wurden sie von der Heidelberger Elektrofirma Illing. Die Finanzierung hat die Stiftung Schönau im Rahmen ihrer Baupflicht übernommen.
„Die Heiliggeistkirche erstrahlt nun in neuem, brillantem Licht, das in unterschiedlichen Lichtszenen gesteuert werden kann“, freut sich Licht-Architektin Anne Backhaus. „Erstmalig kann man sehr fein die Deckenbemalung in den Seitenschiffen bewundern. Die Beleuchtung ist extrem wirtschaftlich und somit zukunftsweisend. Darüber hinaus können die verschiedenen Lichtszenen hervorragend liturgisch eingesetzt werden.“
Auch Dekan Christof Ellsiepen ist begeistert von den neuen Lichtquellen im alten Kirchengemäuer: „Einer unserer gesellschaftlichen und auch christlichen Grundaufträge ist die Bewahrung unserer Schöpfung, der verantwortungsvolle und klimaschonende Umgang mit unseren Ressourcen“, erläutert er die Beweggründe zur energetischen Sanierung. „Kirchen sind geistliche Krafträume, in denen die Menschen Energie tanken und den Geist Gottes spüren können, die jedoch auch viel Energie in Form von Strom- und Heizkosten verbrauchen. Insofern sind wir sehr dankbar, dass wir mit Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative einen kleinen, aber für uns wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz beitragen können“, freut sich der Dekan.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und intensiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.



