„Ein Projekt von nationaler Bedeutung!“ – Die Grünen-Politikerinnen Claudia Roth und Theresia Bauer besuchen die Heidelberger Heiliggeistkirche

(von li): Dekan Christof Ellsiepen, Staatsministerin Claudia Roth, OB-Kandidatin Theresia Bauer, Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca und der stellvertretende Dekan Florian Barth
Heidelberg, 27.10.2022. „Ich möchte dir heute zwei schöne und wichtige Projekte in Heidelberg vorstellen, die Strahlkraft bis nach Berlin haben“, begrüßt die Heidelberger OB-Kandidatin Theresia Bauer ihre Parteifreundin Claudia Roth bei strahlendem Sonnenschein auf dem Heidelberger Marktplatz. „Die Heiliggeistkirche steht in besonderer Weise für das, was diese Stadt ausmacht: Kultur und Wissenschaft.“ „Ein Projekt von bundespolitischer Bedeutung also“, erwidert die Staatsministerin für Kultur und Medien prompt. Interessiert ist sie der Einladung ihrer Partei-Kollegin nach Heidelberg gefolgt, die ihr dort „bedeutende kulturelle Orte mit großem Potenzial“ nahebringen möchte.
 
Auf dem Weg durch die lichtdurchflutete Kirche
Und das gelingt bereits beim ersten Betreten der lichtdurchfluteten, kathedralenartigen Kirche. „Ist die wunderbar hell, die strahlt ja richtig!“, so der erste begeisterte Ausruf der Staatsministerin. „Ja, der Weg durch das etwas dunklere Mittelschiff zieht die Besucher hinein in den lichtdurchfluteten Chorraum, in das himmlische Jerusalem“, erläutert Dekan Christof Ellsiepen die einzigartige Wirkung der Architektur. „Heiliggeist ist eine Kirche, die den Geist der Wissenschaft und den Geist des Glaubens in der Architektur vereinigt.“
 
Und nicht nur deshalb gehört die Heiliggeistkirche in Heidelberg zu den bedeutendsten Kirchen in Deutschland. Hier hatte die berühmte „Bibliotheca Palatina“, die sogenannte Mutter aller Bibliotheken, ursprünglich ihren Standort. „Die Kirche war von Anfang an nicht nur als ein religiöser Ort geplant, sondern auf ihren Emporen sollten die ersten Gelehrten der hier geründeten Universität Heidelberg ungestört ihrer wissenschaftlichen Arbeit nachgehen können“, erläutert Dekan Ellsiepen die Nutzung der ungewöhnlich hohen Emporen.
 
Die Pläne für Heiliggeist stoßen auf offene Ohren
„Derzeit denken wir die Heiliggeistkirche neu“, erläutert der stellvertretende Dekan Florian Barth die Pläne der Evangelischen Kirche in Heidelberg für diesen besonderen Raum inmitten der Altstadt. „Für die Gemeinde ebenso wie für die gesamte Heidelberger Stadtgesellschaft und zahlreiche Touristen aus aller Welt, die sich für unsere Kirche mit ihren kulturellen Schätzen interessieren.“ So soll unter anderem auf den Doppelemporen an die berühmte Bibliotheca Palatina an ihrem authentischen Ursprungsort in Form einer digitalen Dauerausstellung erinnert werden.
 
Die Bibliotheca Palatina soll wieder an ihrem Ursprungsort erfahrbar werden
„Diese Präsentation der Palatina auf den Emporen der Heiliggeistkirche kann nur gemeinsam mit der Universität Heidelberg und ihrer Universitätsbibliothek Heidelberg gelingen“, erläutert Dekan Ellsiepen die Tragweite des Projekts, zu dessen Finanzierung eine Stiftung oder auch private Förderer gesucht werden. Eine erste Kooperation zwischen Kirche, Stadt und Universität gibt es bereits am 17. Februar 2023. Mit einem Festakt soll dann an die `Wegführung´ der berühmten Bibliothek in den Vatikan erinnert werden, die sich am 14. Februar zum 400. Mal jährt. „Einige prominente Mitwirkende haben zum Festakt bereits zugesagt“, richtet der Dekan sich abschließend an die Staatsministerin. „Wir würden uns sehr freuen, auch Sie zu diesem Anlass in unserer Heiliggeistkirche begrüßen zu dürfen!“
 
Die beiden Politikerinnen sind sich über die Bedeutung von Heiliggeist einig
„Diese Kirche ist wirklich ein Ort von nationaler Bedeutung!“, resümiert Claudia Roth am Ende ihres Besuchs begeistert. „Ich stelle mir gerade vor, wie Sie das Mittelalter in Form eines digitalen Museums medial erlebbar machen und es so auch Kindern und Jugendlichen vermitteln. Was für eine wunderbare Idee – und Heiliggeist ist der perfekte Ort dafür!“ „Ohne diesen Ort kann man Heidelberg nicht verstehen, die Wissenschaft und das kulturelle Leben in dieser Stadt nicht verstehen“, ergänzt ihre Freundin Theresia Bauer.