Heidelberg, 20.02.2023. Zum 1. März organisiert die Klinikseelsorge Heidelberg ihren Rufdienst neu. Bisher war dieser Rufdienst für dringenden seelsorglichen Bedarf in den Kliniken jeweils von einem katholischen und evangelischen Klinikseelsorgenden besetzt. Ab März wird eine Person jeweils 24 Stunden lang für alle derartigen Anfragen zuständig sein. Katholische und evangelische Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger vertreten sich damit gegenseitig. Der Klinikseelsorge geht es darum, für Menschen in Not da zu sein unabhängig von ihrer Konfession. Auch in Zeiten knapper werdender Ressourcen soll das in Zukunft sichergestellt sein.
„Für mich ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung“, sagt Pfarrer Dr. Nikolaus Schmerbeck, Leiter der katholischen Klinikseelsorge. „Da wächst in der Praxis etwas zusammen und das ist ein starkes Zeichen für die Ökumene.“
Ob jemand evangelisch oder katholisch ist, steht in einem Notfall erfahrungsgemäß für die meisten Patientinnen und Patienten nicht im Vordergrund. Wer ausdrücklich eine Klinikseelsorgerin oder einen Klinikseelsorger der eigenen Konfession wünscht, dem kann dies in der Regel am folgenden Tag vermittelt werden.
„Im Rufdienst werden wir zu Menschen gerufen, die eine für sie herausfordernde Situation erleben. Wir Klinikseelsorgende begleiten und unterstützen sie darin einfühlsam und haltgebend. Darauf, diesen wichtigen Dienst nun im großen Team anbieten zu können, freue ich mich“, sagt die Sprecherin der evangelischen Klinikseelsorgenden Sabine Hannak.
Der Rufdienst der Klinikseelsorge ist rund um die Uhr über die Pforte der Frauenklinik in Heidelberg erreichbar (06221-56-7856).


