Feierliche Einführung von Pfarrerin Anna Maria Baltes in den „Kooperationsraum Nord“

Schuldekanin Beate Großklaus und Dekan Christof Ellsiepen führen Pfarrerin Anna Maria Baltes ein
Am Sonntag, den 24. September wurde Pfarrerin Anna Maria Baltes durch Dekan Christof Ellsiepen und Schuldekanin Beate Großklaus in einem Gottesdienst in der Neuenheimer Jakobuskirche feierlich in ihr neues Amt eingeführt. Nach acht Jahren in der Mannheimer Petrusgemeinde ist Pfarrerin Baltes zum 1. September in den Heidelberger Norden gewechselt. „Worauf ich mich besonders freue, ist die Zusammenarbeit im Team. Es ist gut, großen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Hoffentlich zieht dieser Geist des Miteinanders Kreise und bringt Menschen in Bewegung“, blickt Pfarrerin Baltes ihren neuen Aufgaben entgegen.
 
Mit ihrem Dienstantritt ist die neue Dienstgruppe von Johannes- und Jakobusgemeinde in Neuenheim sowie Friedensgemeinde in Handschuhsheim nun vollständig. Die vier Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die beiden Kantoren der Johannesgemeinde und der Friedensgemeinde werden zukünftig im „Kooperationsraum Nord“ enger zusammenarbeiten und die drei Gemeinden gestalten, gemeinsam mit den drei Ältestenkreisen sowie den übrigen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitenden.
Die Bildung dieser sogenannten „überparochialen Dienstgruppe“ ist eine erste konkrete Maßnahme im Rahmen des Strategieprozesses „Zusammen.Kirche.Erneuern“, in dem die Evangelische Kirche in Heidelberg derzeit nach einer zukunftsfähigen Organisationsform sucht. Schon heute ist klar, dass im Rahmen der allgemeinen Reduktion der Pfarrstellen in Baden um 30 Prozent spätestens 2025 eine der jetzt vier Pfarrstellen in Heidelbergs Norden wegfallen wird.
 
Da Pfarrer Jürgen Holzmann Ende 2024 in den Ruhestand gehen wird, ebenso wie kürzlich der ehemalige Jakobuspfarrer Anselm Friederich-Schwieger, haben die drei Pfarrgemeinden im Heidelberger Norden die Neubesetzung der Pfarrstelle mit Pfarrerin Anna Maria Baltes frühzeitig dazu genutzt, die kirchliche Arbeit in Neuenheim und Handschuhsheim in einem „Kooperationsraum Nord“ für die Zukunft neu aufzustellen.
 
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in der Dienstgruppe und welche Konsequenzen hat dies für die Pfarrgemeinden?
 
v.li.: Pfarrer Gunnar Garleff, Kantor Lukas Henke, Pfarrerin Anna Maria Baltes, Kantor Michael Braatz-Tempel, Pfarrerin Therese Wagner, Pfarrer Jürgen Holzmann
Die sechs Mitglieder der Dienstgruppe verstehen sich als zuständig für alle drei Gemeinden. Dabei wird Kantor Lukas Henke weiterhin die Kirchenmusik an der Johanneskirche verantworten. KMD Michael Braatz-Tempel wird weiterhin die Kirchenmusik an der Friedenskirche verantworten. Die Organistin Manuela Weiss bleibt verantwortlich für die Musik an der Jakobuskirche. Allerdings gibt es seit dem Frühjahr ein gemeinsames und abgestimmtes Musikprogramm, in dessen Konzeption und Planung auch die übrigen nebenamtlichen Chorleiter und Organisten der Friedensgemeinde eingebunden sind.
 
Die Arbeit der vier Pfarrerinnen und Pfarrer wird sich insofern verändern, als dass diese die Gestaltung der Gottesdienste und der Taufen, der Trauungen und Beerdigungen in allen drei Gemeinden gemeinsam verantworten. Die Ältestenkreise erarbeiten hierzu gerade ein neues Gottesdienst-Konzept. Es soll gewährleisten, dass auch mit perspektivisch nur noch drei Gemeindepfarrer*innen sonntags in allen drei Kirchen ein Gottesdienst gefeiert werden kann. Gleichzeitig soll aber jeweils eine Pfarrperson einen dienstfreien Sonntag haben.
 
Denn zunehmend verlagert sich die Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer weg vom Sonntag hinein in die Woche mit Aufgaben wie Seelsorge, Gremienarbeit, Begleitung von neuen Projekten, Erwachsenenbildung, Arbeit mit Studierenden, Kindern- und Jugendlichen sowie Religionsunterricht. Auch für diese Bereiche werden die Pfarrer Holzmann und Garleff sowie die Pfarrerinnen Baltes und Wagner gemeinsame Konzepte entwickeln. Sie sollen ermöglichen, dass durch persönliche Schwerpunktbildung kirchliche Arbeit neu aufgestellt werden kann. Gleichzeitig soll die absehbare Reduktion der vierten Pfarrstelle nicht einfach zu einer Umverteilung der Arbeit von vier auf drei Menschen führen.
 
„Mit der Vereinbarung über die Zusammenarbeit der drei Gemeinden im Heidelberger Norden in einem Kooperationsraum gehen wir in der Evangelischen Kirche in Heidelberg neue Wege. Verbindliche Kooperation wird in der ganzen Evangelischen Kirche in Heidelberg eine zentrale Rolle spielen, auch wenn noch nicht entschieden ist, ob es künftig mehrere Kooperationsräume nach dem Modell des Heidelberger Nordens geben wird oder einen einzigen Kooperationsraum mit allen Pfarrgemeinden und weiteren kirchlichen Präsenzen.