Heidelberg, 12.05.2024. Rund 1000 Gottesdienstbesuchende konnten an diesem Sonntag in zwei aufeinanderfolgenden Gottesdiensten in der Heidelberger Heiliggeistkirche die christliche Botschaft in den Songs von Taylor Swift in Wort und Musik mit eigenen Augen und Ohren erleben. Die Sängerin Tine Wiechmann (Vocal) interpretierte mit einer Band bestehend aus Christoph Georgii (Piano), Christoph Carl (Bass) und Jens Nobiling (Drums) sechs Songs der Pop-Ikone.
Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca spürte in seiner Predigt der Theologie und Spiritualität der berühmten Sängerin nach: „Taylor ist bekennende Christin. Ihr Glaube kennt zugleich Fragen, Zweifel und Zerrissenheit. Sie versteht das Christentum politisch. Aus diesem Grund tritt sie für die Recht von Frauen und queeren Menschen ein und prangert Diskriminierung und Rassismus an.“
Bereits im Vorfeld gab es viel medialen Wirbel um den Gottesdienst mit Musik von Swift, der seit 2015 in einer langen Reihe von Pop-Gottesdiensten in Heiliggeist steht: „Wir haben uns schon mit Weltstars wie den Beatles, Madonna, Bob Dylan, Michael Jackson und Leonard Cohen befasst. Dass Taylor Swift derzeit die wirkmächtigste Popmusikerin der Welt ist, gab für uns den Ausschlag, sie für den 10. Pop-Gottesdienst zu wählen“, erläutert Citykirchenpfarrer Petracca seine Entscheidung.
Ziel des Formates „Citykirche Rock’n’Pop“ ist es, Menschen zu erreichen, die Kirche sonst nicht erreicht. Im Blick sind vor allem jüngere Milieus. „Ich hätte gern, dass Menschen, die zu den Swift-Gottesdiensten gekommen sind, danach im Herzen berührt heraus gehen und in der Seele vielleicht ein bisschen Engelsstaub mit nach Hause nehmen“, wünscht sich Pfarrer Petracca.
Der Taylor Swift-Gottesdienst ist wie die anderen Pop-, Tanz- und Kultur-Gottesdienste der Heidelberger Citykirche Heiliggeist eingebettet in ein Gesamtkonzept. Das Jahresthema lautet `Entgrenzter Raum´. „Unser Ziel ist es, den physischen und spirituellen Raum der Kirche zu öffnen und zu entgrenzen. Wir wollen für Menschen aus Heidelberg und aller Welt Begegnung möglich machen in Spiritualität, Musik, Kunst und Kultur. Kirche mitten in der Gesellschaft sein. Gerade auch die jüngere Generation laden wir ein, ihre Form von Kirche zu finden und zu leben“, erläutert Christof Ellsiepen, Dekan der Evangelischen Kirchen in Heidelberg, dieses Konzept.
Als eine Erweiterung klassischer Kirchenarbeit präsentiert die Heidelberger Citykirche regelmäßig besondere Gottesdienste und kulturelle Formate. Im Juni widmet sie beispielsweise eine Woche vom 4. bis 9. Juni dem Urban Dance. Die Ergebnisse aus dem Workshop und den choreografischen Prozessen der Woche fließen zusammen in einen Streetdance Gottesdienst und dem Church Battle, einem offenen Allstyle Dance Battle mit Gästen aus ganz Europa. „Dies feiern wir am 9. Juni in und um die Heiliggeistkirche herum und freuen uns, wenn das große Interesse an unseren Gottesdienstformaten auch über Taylor Swift hinaus anhält!“, wünscht sich Vincenzo Petracca.
Die Citykirche der Evangelischen Kirche in Heidelberg
wird geleitet von Pfarrer Vincenzo Petracca und hat ihren Sitz in der Heidelberger Heiliggeistkirche. CityGottesdienste sind kreative und thematische Gottesdienste. Sie möchten die zeitgenössische Welt mit dem christlichen Glauben ins Gespräch bringen. Gottesdienstliche Verkündigung wird mit Kunst, Theater, Tanz, Popmusik, modernen Medien, kreativen oder meditativen Formen verknüpft. CityGottesdienste wenden sich an Menschen in Heidelberg oder Besucher*innen, die neu und unkonventionell nach Tragweite und Alltagsbedeutung von Religion fragen. In der Regel findet einmal im Monat ein CityGottesdienst statt.
Infos unter https://heiliggeist-heidelberg.de/
Die Ansprache zum Gottesdienst finden Sie hier:







