„Oh My God“ – Adele-Gottesdienst begeisterte rund 1000 Besucher in der Heidelberger Heiliggeistkirche

Heidelberg, 22.09.2024. In der Reihe "Citykirche Rock 'n' Pop" erklangen am Sonntag im Adele-Gottesdienst mit dem Titel "Oh My God" sieben Songs der berühmten Pop-Diva. Ähnlich wie beim Taylor Swift-Gottesdienst im Mai drehte sich in der Heidelberger Heiliggeistkirche auch dieses Mal alles um die Songs und Spiritualität des britischen Mega-Stars. Aufgrund der großen Nachfrage gab es wieder zwei Gottesdienste hintereinander, zu denen rund 1000 Besucher aus nah und fern kamen.
 

Familie Eckhardt aus Bad-Neuenahr feiert 85. Geburtstag beim Adele-Gottesdienst
So kam eine Familie aus Bad Neuenahr, das noch heute unter der Flutkatastrophe leidet. Werner Eckhardt überraschte seine Frau zum 85. Geburtstag mit einem Besuch des Adele-Gottesdienstes und hatte für sie und seine Familie vom Heiliggeistteam Ehrenkarten erhalten. „Laut Augustinus ernährt die Seele sich von dem, was sie erfreut. Unsere Seelen bedanken sich für die hervorragende Mahlzeit heute in der Heiliggeistkirche“, freute sich das Ehepaar über den musikalischen Gottesdienst.
 
Mit dem Song „Hello“ eröffnete Sängerin Tine Wiechmann mit ihrer Band – Christoph Carl (Bass), Jens Nobiling (Drums), Lars Quincke (Piano) – den Gottesdienst. Auch die weiteren sechs Adele-Lieder waren auf der Setlist der Münchener Adele-Konzerte: „Skyfall“, „Someone Like You“, „Oh My God“, „Easy on me, „When We Were Young“, „Make You Feel My Love“.
 
Aufmerksam lauschen die Gottesdienstbesucher der Ansprache
Durchgängig verwob Pfarrer Petracca die Liturgie des Gottesdienstes mit Adeles Musik und Songtexten. Die Ansprache drehte sich um Adeles Verhältnis zu Religion und Spiritualität. Adele wuchs als Christin im evangelikalen Milieu Londons der 90er Jahre auf, hat sich später vom evangelikalen Glauben ihrer Kindheit zu einer mehr flüssigen Spiritualität entwickelt. Vincenzo Petracca charakterisierte dies genauer und bezeichnete sie als Mystikerin: „Adele glaubt an Gott, Engel und eine kosmische Spiritualität. Sie zeigt uns eine unsichtbare Welt, in der alles in der Schöpfung mit allem verbunden und von Gott und seinen himmlischen Mächten durchdrungen ist. Eine wunderbare Welt, die uns geheimnisvoll trägt und birgt.“
 
In Jamaica habe der Popstar beim Schwimmen ein mystisches Grunderlebnis empfunden, das sie und ihre Musik präge. Adele beschreibt dieses mystische Erlebnis mit den Worten: „Ich fühlte etwas Größeres als mein Ich. Es war, als umarmte mich der Ozean und hätte alles Gewicht von mir abgewaschen, das ich trug. Ich glaube fest daran, dass Gott in diesem Moment anwesend war. Es war eine spirituelle Taufe, die meine Seele berührte.“ Dass die Songs und Texte von Adele, wunderbar interpretiert von Tine Wiechmann mit Band und einfühlsam ausgelegt von Heiliggeistpfarrer Petracca, auch die Seelen der Gottesdienstbesucher berührten, wurde an der aufmerksamen Stille während des Gottesdienstes deutlich.
 
Mr. Quick setzt die Musik in Streetdance um
Im Sommer gab es einen Streetdance Battle in der Heiliggeistkirche. Dieser inspirierte Heiliggeistpfarrer Vincenzo Petracca dazu, die Adele-Musik durch Streetdance zu ergänzen. Damit kam dieses Mal ein neues Element in die Pop-Gottesdienste, die sich als experimentelle Gottesdienste verstehen. Kein geringerer als der ehemalige Weltmeister in Popping und Locking Mr. Quick tanzte zur Livemusik von Adele vor dem Altar. Als beim Schlusslied „Rolling In The Deep“ Pfarrer und Gemeinde miteinander tanzten, hielt es auch die neunjährige Street-Dancerin Aurelia nicht mehr auf dem Platz. Unter tobendem Applaus der Anwesenden legte sie zum Abschluss eine spontane Dance-Performance mit Mr. Quick und Pfarrer auf das Kirchenparkett.
 
Der Adele-Gottesdienst ist der elfte in der Reihe "Citykirche Rock 'n' Pop", die es seit 2015 an der Heiliggeistkirche gibt. Die Reihe beschäftigt sich in Themen-Gottesdiensten mit Rock- und Pop-Stars. Der Taylor Swift-Gottesdienst im Frühjahr fand ein internationales Echo. Ziel der Pop-Gottesdienste ist es, den physischen und spirituellen Raum zu entgrenzen und zu erweitern, neue Menschen zu erreichen und eine neuartige Weise anzubieten, um Kirche kennenzulernen.