Am 10. November 2024 wurde Pfarrer Hans-Jürgen Holzmann durch Dekan Christof Ellsiepen in einem feierlichen Gottesdienst von seinen Pflichten als Pfarrer in der Johannesgemeinde entbunden und in den Ruhestand verabschiedet.
37 Jahre zuvor wurde er, in Heidelberg-Rohrbach aufgewachsen, in der Melanchthonkirche Heidelberg-Rohrbach zusammen mit zwei weiteren Pfarrvikaren durch Landesbischof Prof. Dr. Klaus Engelhardt ordiniert. Sein Weg als in der Evangelischen Landeskirche in Baden führte ihn als Pfarrvikar nach Offenburg und Schriesheim und dann als Pfarrer ins Studierendenpfarramt nach Mannheim, in die Kirchengemeinde Karlsruhe Rüppurr, wo er 15 Jahre verbrachte, und 2014 nach Heidelberg Neuenheim.
Ehemalige Gemeindeglieder und Mitarbeiter dieser Gemeinden waren bei der Verabschiedung anwesend und viele weitere Menschen mit denen Pfarrer Holzmann in seinem Leben seit der Gymnasialzeit am Heidelberger Bunsengymnasium, der Studienzeit in Berlin, Bonn, Jerusalem, Wien und Heidelberg, der Ausbildung und als Kollege verbunden war und ist. Dazu kamen Mitglieder des Evangelischen Bundes und des Johanniterordens. Und natürlich viele Neuenheimer.
Pfarrer Holzmann predigte über Psalm 84 im Zusammenhang mit der baulichen Symbolik der Johanneskirche. Die Kirche stellt sich bei näherer Betrachtung als Garten dar, Vorhof des Paradieses sozusagen. Das Grußwort des Dekans würdigte die Person von Pfarrer Holzmann, erinnerte an seine Bildungsarbeit, besonders durch das Evangelische Forum im Johanneshaus, und seine Predigtkultur, und an das von ihm herausgegebene Buch zur Johanneskirche und zum Johanneshaus.
Beim nachherigen Empfang sprachen Bürgermeisterin Stefanie Jansen und Stadtrat Matthias Kutsch Grußworte, in denen sie an die Bedeutung kirchlicher Arbeit für die Verbundenheit der Menschen in der Stadt erinnerten, aber auch Begegnungen mit Pfarrer Holzmann im Laufe der Jahre Revue passieren ließen. Für die Ökumene in Neuenheim dankte eine Vertreterin der Methodistischen Gemeinde. Weiterhin sprachen die Vorsitzende der Stadtsynode Frau Dr. Hildebrandt, Herr Hitzelberger vom Ältestenkreis der Jakobusgemeinde, Frau Stamm vom Kindergarten der Johannesgemeinde und ein Gemeindeglied, das seinen Dank an Pfarrer Holzmann für sein Wirken als Seelsorger und Begleiter seiner Familie zum Ausdruck brachte.
Der Vorsitzende des Ältestenkreises der Johannesgemeinde, Volker Stich, brachte seinen Dank für das Wirken von Pfarrer Holzmann in Gottesdienst, Bildungsarbeit, Seelsorge und der guten Zusammenarbeit im Ältestenkreis, mit der Überreichung einer Kerze zum Ausdruck, die mit vielerlei Symbolen für Pfarrer Holzmanns Wirken in der Johannesgemeinde geschmückt ist, und von dem in Neuenheim wohnenden Künstler Siegried Angermüller gestaltet wurde.
Pfarrer Holzmann sprach in seinen Worten von großer Dankbarkeit gegenüber seinen Gemeinden. Und das nun auch für die zehn Jahre in der Johannesgemeinde. Dank für die Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet haben in Haupt-und Ehrenamt, Dank für die Bereitschaft, seinen Dienst als Pfarrer anzunehmen und mit ihm mitzugehen, Dank für die Offenheit von Herzen, Häusern und Händen, Dank in einer Gemeinde mit profilierten, oft sehr individuellen und starken und dabei auch diskussionsfreudigen und einsatzbereiten Christinnen und Christen, zehn Jahre als Pfarrer tätig gewesen sein zu können.
Nach einer Rehamaßnahme wird Pfarrer Holzmann ein Sabbatjahr teilweise auch außerhalb Heidelbergs halten, um im Herbst 2025 seinen Ruhestandswohnsitz in Heidelberg-Rohrbach zu nehmen.
Text: Pfarrer Hans-Jürgen Holzmann





