Gemeinsames Statement für eine menschenwürdige Gestaltung von Flucht und Migration

- 31.01.2025 - 

Heidelberg, 31.01.2025 Die Evangelische Kirche in Heidelberg, die Katholische Stadtkirche Heidelberg und das Diakonische Werk Heidelberg erheben ihre Stimme für eine humane Flüchtlingspolitik. Anlässlich der Demo am 30. Januar 2025 in Heidelberg betonte Dr. Christof Ellsiepen, Dekan der Evangelischen Kirche in Heidelberg: „Menschenwürde ist unantastbar – auch für Geflüchtete und Migrant*innen. Sie muss oberste Priorität haben, nicht die Begrenzung von Zahlen.“

Über 114 Millionen Menschen weltweit sind aufgrund von Krieg, Gewalt und Klimakatastrophen auf der Flucht. Doch statt Schutz zu gewähren, verschärft Europa die Asylpolitik: Das geplante „Zustrombegrenzungsgesetz“ bedroht das individuelle Recht auf Asyl und legitimiert Abschottung. Gleichzeitig sterben täglich Menschen im Mittelmeer, während Seenotrettung blockiert wird. „Menschen ertrinken zu lassen, widerspricht allem, was Menschlichkeit bedeutet“, so Ellsiepen.
 
Die Kirchen verurteilen scharf die Zusammenarbeit von CDU und FDP mit der AfD, deren rassistische und menschenverachtende Positionen unvereinbar mit christlichen Werten sind. Landesbischöfin Heike Springhart unterstreicht dies in einer Stellungnahme der Evangelischen Landeskirche in Baden: „Die AfD-Kampagne mit den Abschiebetickets ist menschenverachtend, schürt Hass und Hetze und ist nicht mit christlichen Werten zu vereinbaren“.
 
Als Christ*innen treten wir rechtsextremem Gedankengut entgegen und setzten uns für eine solidarische Gesellschaft ein. Flucht und Migration müssen menschenwürdig gestaltet werden – für uns alle.
 
Gemeinsam fordern wir: Schutz statt Abschottung, Menschlichkeit für alle!
 
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