Hohe Qualitätsstandards für evangelische Kitas in Heidelberg - Kirche für Kinder mit allen Sinnen erfahrbar machen!

- 03.04.2014 - 

Teilnehmer diskuttieren in Gruppen bei der Kita Konferenz
In Gruppen, aufgeteilt nach Pfarrgemeinden, wurden  mit PfarrerInnen, Kitaleitung, Ältesten und Elternvertretern einzelne  Schritte zur Umsetzung der Qualitätsstandards diskutiert und dokumentiert.

Quelle: ekihd

Heidelberg, 03.04.14. Die Evangelische Kirche in Heidelberg ist als Stadtkirchenbezirk Träger von 20 Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Heidelbergs. In den Kitas wird nach hohen pädago-gischen Standards gearbeitet. Im vorigen Jahr wurden die Qualitätsstandards in einem Handbuch veröffentlicht, um auch Eltern eine Sicherheit bei der Wahl der KiTa zu geben. Im 75-seitigen, bunt bebilderten Handbuch „EVA.KITA“ sind einzelne Themen wie Eingewöhnung und Übergänge, Tagesgestaltung, , Spiel, Bewegung, Ernährung, Ruhen und Schlafen, aber auch Teambesprechung, Ausbildung, Erziehungspartnerschaft sowie Raum und Material verbindlich festgelegt. Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug unterstreicht: „In unseren KiTas werden biblische Geschichten erzählt, wird gebetet und gesungen. Dies verstehen wir als Bildungsaufgabe genauso wie die musikalische, sportliche, intellektuelle und die Herzens-Bildung. Ebenso fördern wir soziale Kompetenzen durch inklusives Arbeiten, Lernen und Spielen.“ Sie betont weiterhin, dass alle Kinder willkommen sind, egal welche religiöse Prägung sie aus den Familien mitbringen, denn es werden selbstverständlich auch andere Religionen respektiert, die in Heidelberg vertreten sind.
 
Nun geht es darum, noch nicht erfüllte Qualitätskriterien möglichst zügig in die Praxis umzusetzen. An diesem Prozess sind die Pfarrgemeinden, Kitaleitungen, Erzieherinnen, Kirchenverwaltung und Eltern einbezogen, um in enger Zusammenarbeit die Umsetzung erfüllen zu können. Zu diesem Thema fand kürzlich ein erstes Treffen von Kirchenverwaltung, PfarrerInnen, Kirchenältesten und Elternvertretern im Gemeindehaus der Johannesgemeinde statt. In der Gruppenarbeit wurden einzelne Schritte zur Umsetzung in die Praxis dokumentiert. Ins Auge fielen die lila Ordner, die ab jetzt in den Pfarrbüros mit Arbeitsblättern gefüllt werden. Die Fragen: Welche Standards erfüllen wir, wo machen wir uns auf den Weg, was vereinbaren wir gemeinsam und was sind unsere Stärken-Schwächen-Wünsche? wurden an Stellwänden thematisiert. Abteilungsleiterin Gabriele Brudermüller erklärte: „Die Implementierungsphase der Standards hat bereits begonnen und soll bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Dr. Sandra Grande, Mitglied im Bildungsausschuss, ging auf die Qualität der evangelischen Kindergärten ein: „Wir wollen und sollen das Evangelium an die Kinder weitergeben und im christlichen Jahresablauf erlebbar machen!“ Angelika Lange gab einen lebhaften Bericht aus der Sicht der Leiterin des Johanneskindergartens. Sie hob vor allem die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen PfarrerInnen, Gemeinde und Kita hervor: „Die Gemeindeleitung hat sich mir besonders in schwierigen Situationen als „Träger“ gezeigt. Diese Rückenstärkung und das Mittragen war für mich als Kita-Leiterin oft überlebenswichtig!“ Schuldekanin Dr. Beate Großklaus zauberte eine Schatzkiste für die „Perlen der Zusammenarbeit“ hervor und eine „Kummerbox“ für die schwierigen Themen im Kita-Alltag. Auch die wurden gemeinsam angesprochen. Das Fazit der gemeinsamen Gruppenarbeit zur Implementierung dieser Qualitätsstandards lautete: Wir wollen Kirche für die Kinder mit allen Sinnen erfahrbar machen!