
Quelle: ekihd
Heidelberg, 05.03.14. Soziales Engagement wird vom Rotary Club Heidelberg-Alte Brücke auch durch freiwillige Arbeitseinsätze realisiert, beispielsweise beim sogenannten „Hands-on-day“, der kürzlich bei schönem Wetter auf dem Grundstück der Marienhütte stattfand. Die Devise dieses aktiven Clubs lautet seit dessen Gründung: Nicht nur Geld geben, sondern selber anpacken und sozialen Dienst leisten. Also rückten über 20 Clubfreunde in diesem kleinen Naturparadies mit Axt, Heckenscheren, Motorsäge, Harken und Hacken an. Die „Kinderwelt Marienhütte“ des Diakonischen Werks Heidelberg bietet in den Sommerferien Abenteuer pur in herrlicher Natur. Getreu dem Spruch „Wohltun ist wie ein gesegneter Garten“, der über der Tür der historischen Marienhütte steht, ging das fleißige Team fünf Stunden lang gärtnerisch ans Werk. Wildwuchs wurde beseitigt, Hecken und Bäume geschnitten und das Grundstück von Unkraut befreit. „So, jetzt sieht man allmählich wieder etwas, es war ja alles verwildert“, zeigte sich Clubpräsident Prof. Dr. Wolfgang Stremmel, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik, mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Architekt. Manfred Fischer erklärte: „Wir nennen diese Einsätze „Hands-on-Projekte“, bei denen wir uns jedes Jahr soziale Einrichtungen aussuchen und dort kräftig anpacken.“ Aber warum gerade die Marienhütte? „Als wir im letzten Jahr diesen herrlichen Ort hier mitten im Wald zum ersten Mal besichtigten, waren wir begeistert und haben spontan entschieden, das Gelände vor dem Frühjahr zu verschönern“, sagte er. Fischer bedauerte, es sei schade, dass die Marienhütte zur Erholung und für Freizeiten nicht noch mehr genutzt werde, zum Beispiel durch Übernachtungsmöglichkeiten: „Diese Idylle ist dafür doch bestens geeignet und könnte ausgebaut werden, beispielsweise mit Schlafgelegenheiten für Kinder mit ihren Eltern, dann könnte sogar ein Austausch zwischen den Partnerstädten Heidelbergs hier oben stattfinden“, regte Manfred Fischer an.
Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug war ebenso aktiv dabei, schleppte abgesägte Äste und Zweige zum Sammelplatz. Eine Vesper und Getränke spendete das Diakonische Werk. Marlene Schwöbel-Hug dankte ihren Clubfreunden im Namen der evangelischen Kirche und des Diakonischen Werkes: „Es wurde am Hands-on-day alles ganz wunderbar geplant und organisiert, und es war überwältigend für mich zu sehen, wie viele Freundinnen und Freunde Zeit und Kraft für das Projekt Marienhütte geschenkt haben. Unser Rotary Club ist für mich ein Beispiel für gelungene und gelingende Freundschaften und Einsatz für die Gesellschaft.“ Sie habe das Gefühl, so Schwöbel-Hug, der Traum, diesen Ort vielen Menschen in Heidelberg und darüber hinaus zugänglich zu machen, gewinne durch den Club wirklich an Gestalt. Die Dekanin erwähnte auch, dass der Rotary Club Heidelberg -Alte Brücke bereits zweimal die Aktion „Schulranzen für Janne“ mit einer Spende in Höhe von jeweils 12.500 Euro komplett finanziert hat.
Quelle: ekihd
Freizeitparadies „Marienhütte“ . Die urige „Marienhütte“ wurde 1928 oberhalb des Heidelberger Schlosses auf einem idyllischen Waldgrundstück für Familienfreizeiten erbaut. Aus dem Jahr 1964 stammt das moderne Gebäude, dessen Räume und die Großküche vor zwölf Jahren renoviert wurden. Das Diakonische Werk der evangelischen Kirche Heidelberg veranstaltet dort einmal im Jahr in den Sommerferien die „Kinderwelt Marienhütte“. Pädagogisch geschulte Betreuer bieten den fünf- bis 10-jährigen Kindern vier Wochen lang tagsüber viel Abwechslung. Einkommensschwache Familien können bei der Finanzierung der Freizeitwochen unterstützt werden. In jedem Sommer sind rund 250 Kinder dabei, wochenweise werden bis zu 80 Kinder liebevoll in altersgemischten Workshops von morgens bis abends beschäftigt. Hier können sie in frischer Luft im Schatten hoher Bäume toben und spielen, schaukeln oder auf dem Kitzel-Pfad balancieren.
Jutta Trilsbach

