Heidelberg hat eine neue Schuldekanin!

- 22.11.2013 - 

Quelle: ekihd

Dekanin Marlene Schwöbel-Hug gratuliert Beate Großklaus (Mitte), Prof. Dr. Schneider-Harpprecht (rechts) hatte die Wahl eröffnet und gratulierte im Namen des Evangelischen Oberkirchenrates!

Heidelberg, 22.11.13. Beifall brandete auf im großen Saal des Schmitthennerhauses. Pfarrer David Reichert verkündete nach einer spannenden Wahl im Rahmen der öffentlichen Stadtsynode der evangelischen Kirche: „Wir haben eine neue Schuldekanin.“ Die Heidelberger Schulpfarrerin Dr. Beate Großklaus konnte sich am vergangenen Freitag in geheimer Wahl gegen Schulpfarrer Ludwig Streib aus Stutensee durchsetzen. Mit ihrer flammenden Rede überzeugte die 42-jährige Theologin das Kirchenparlament und acht stimmberechtigte Religionslehrer aus Heidelberger Schulen. Von 61 anwesenden Mitgliedern des stimmberechtigten Wahlkörpers entschieden sich beim dritten Urnengang 49 mit „Ja“ und drei mit „Nein“, bei neun Enthaltungen. Sichtlich erleichtert und freudestrahlend nahm Beate Großklaus die Wahl an. Dabei zeigte sich Pfarrer Ludwig Streib, Religionslehrer an einem Gymnasium in Karlsruhe, als fairer Verlierer, doch man merkte ihm auch ein wenig Enttäuschung an. Denn im ersten Wahlgang fiel das Ergebnis sehr knapp aus, im zweiten Durchgang unterlag Ludwig Streib und schied daher aus.

Oberkirchenrat Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht wünschte Gottes Segen für das neue Amt und sicherte der neuen Schuldekanin jegliche Unterstützung zu: „Sie haben sich an eine große Aufgabe herangewagt, mit Mut, Klarheit und Entschlossenheit, dafür haben wir großen Respekt und gratulieren herzlich!“ Seit 15 Jahren lebt Beate Großklaus in Heidelberg und fühlt sich hier zu Hause. Sie war Pfarrvikarin in Schriesheim, ist Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Taddenschule und Mitglied der evangelischen Stadtsynode. Beate Großklaus präsentierte dem Gremium ein zukunftsträchtiges Konzept zu Religionsunterricht, Schulseelsorge, Leitung und Kommunikation, Fortbildung, Kirche in der Stadt, Schule und Gemeinde, Ruhe und Arbeit. Als evangelische Schuldekanin möchte sie auch beim Thema Fortbildung Bewährtes weiterführen und Neues eröffnen.Teamarbeit und Ökumene sind ihr sehr wichtig. Sie sprach die evangelischen Traditionen in Schulen, Gemeinden, Werken und Institutionen an. „Oft klaffen die gewohnten Traditionen und religiösen Bedürfnisse der Menschen von heute auseinander, daher ist es unsere Aufgabe, diese Bedürfnisse wahrzunehmen, in unserer evangelischen Kirche dafür Räume zu öffnen und den Menschen ihren eigenen Glaubensausdruck zu ermöglichen.“

Danksagung

Quelle: ekihd

Eine bewegende Dankesrede von Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug rüttelte das Gremium auf. Denn dies war gleichzeitig die letzte so zusammengesetzte Synode, die sich nach den Kirchenwahlen am ersten Dezember im neuen Jahr neu konstituieren wird. „Zunächst danken wir Pfarrer Ludwig Streib für seine Bereitschaft zu kandidieren, denn dies ist doch sehr beachtenswert, und wir gratulieren Dir, liebe Beate, zur deinem neuen Amt. Es wird nicht immer einfach sein, aber eines versichere ich Dir: bei uns wird es niemals langweilig!“ Über einen großen Obstkorb als Dankeschön freuten sich beide Pfarrer. Die Dekanin lobte das Engagement der hauptamtlichen Mitarbeiter vom Kirchengemeindeamt und der Pfarrerinnen und Pfarrer in diesem Kirchenparlament, doch besonders die Arbeit der Ehrenamtlichen. „Ich danke allen für ihre konstruktive, engagierte Mitarbeit in der Synode, in den Ausschüssen und vor allem den Ausschussvorsitzenden für ihre wertvolle Mitarbeit, die viel Energie darin eingebracht haben“, sagte die Dekanin unter Beifall und lud zur Feier mit Wein und Imbiss ein.

Über Dr. Beate Großklaus

Dr. Beate Großklaus, 42, wurde in Mainz geboren, promovierte 2003 zur Doktorin der Theologie zum Thema: „Gemeinde als Kommunikationsgeschehen“. Sie ist seit 2004 Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Thadden-Schule, Mitglied der Stadtsynode der evang. Kirche in Heidelberg. Sie wohnt mit Mann und den Kindern Jaro (5) und Noemi (8) im Stadtteil Rohrbach. Fortbildungen in Personalentwicklung, Hochschuldidaktik, Ausbildung in Soziometrie und Gruppendynamik zur Psychodrama-Assistentin.

Text und Fotos: Jutta Trilsbach