
Quelle: ekihd
Heidelberg. 27.10.2013. (tri) Das evangelische Dekanat Heidelberg, die Universitätsgemeinde Heidelberg sowie die evangelischen Frauen in Baden veranstalteten das erste Heidelberger Frauenmahl in der von Kerzen beleuchteten Peterskirche. Die langen Tische waren festlich eingedeckt und wunderschön herbstlich dekoriert. Das vegetarische Viergangmenü aus regionaler Küche mit herbstlichen Blattsalaten, Grünkerncreme, Zucchini-Auberginen-Roulade sowie Variationen von der Zwetschge und guten Weinen schmeckte den rund 100 Frauen aus der Metropolregion vorzüglich. Dazwischen lockerten die Tischreden von Expertinnen aus Kirche, Kunst und Politik beim Heidelberger Frauenmahl den geselligen Abend auf. Und diese Tisch waren überaus gehaltvoll. Dekanin Marlene Schwöbel-Hug begrüßte die Festgäste, Grußworte sprach auch Margit Fleckenstein, Synodalpräsidentin der Landeskirche. Danach beeindruckten Pastorin Aleida Siller, Dr. Brigitte Spielmann, Syndikusanwältin der Weldebräu, Dr. Annette Maleika, Chefärztin Gynäkologie Schwetzingen, Jagoda Marinić, Leiterin des Interkulturellen Zentrums Heidelberg, Nanine Linning, Künstlerische Leiterin am Theater Heidelberg sowie Prof. Dr. Anke Schuster (Stadträtin der SPD) zwischen den Menügängen mit ihren Visionen zur Zukunft von Religion, Kirche und Gesellschaft. “In wunderbarer Atmosphäre gab es Diskussionen in den Reihen der Frauen, der Austausch untereinander war doch so wichtig in einer Zeit der Umbrüche und Krisen sowie der Auseinandersetzung mit der Frage: Welche Impulse können da Frauen setzen?“, betont Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug. Das Salon-Duo „Belle Epoque“ mit Jutta Steyer am Klavier und Jochen Steyer an der Violine wird für musikalische Genüsse beitragen. „Bei diesem stilvollen Essen und gehaltvollen Reden konnten sich die Frauen kennenlernen, viele Anregungen erhalten und sich rundum bedienen lassen, in einer netten Atmosphäre“, erklärte Anke Ruth-Klumbies, Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, dieden Abend moderierte und möglichst Frauenmahle in vielen evangelischen Bezirken durchführen möchte. In ganz Deutschland werden im Rahmen der Reformationsdekade bis 2017 Frauenmahle innerhalb der EKD organisiert. Die sogenannten Tischreden, die das „Herzstück“ der Frauenmahle darstellen, lehnen sich an Martin Luther an, dem es so gelang, Theologie und Alltag überzeugend zusammenzubringen. Diese Redeweise haben die Evangelischen Frauen für die Frauenmahle neu belebt.
Weitere Infos: www.frauenmahl.de.

