Die Faszination des Bällchenbadens ist zurück – Evangelische Kita im Boxbergring wurde nach Komplettumbau wieder eingeweiht

- 05.02.2010 - 

Heidelberg-Boxberg. 5. Februar 2010. Was für ein fröhlicher und für den Boxberg glücklicher Tag:

Quelle: ekihd

Nach eineinhalb Jahren Umbau wurde die evangelische Kindertagesstätte im Boxbergring 105 feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Rund eine Million Euro investierten die evangelische Kirche und die Stadt Heidelberg in das knapp 50 Jahre alte Gebäude. So konnten sich die Gäste auch beim Rundgang in den neuen, hellen und bunten Räumen davon überzeugen: Die Faszination des Bällchenbadens ist zurück! Aus Kartons setzten die Kindergartenkinder im Gottesdienst im Gemeindezentrum Backstein auf Backstein zu einem Haus zusammen und

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dankten für die Baustelle, für Mama, für die schöne Küche, für die Spielsachen und dem lieben Gott, ‚dass er uns seine Welt geschenkt hat’. Mit Liedern und Tänzen rührten sie die Herzen aller. Und natürlich gehörten nach dem Segen von Pfarrer Gregor Wirth zahlreiche Gruß- und Dankesworte sowie Blumen und Geschenke an die Leiterin Carola Semmler zu dieser Feierlichkeit.

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Dekanin Dr. Marlene Schwöbel gratulierte herzlich zu dem gelungenen Umbau der Kita, den die ‚Gerstner Architekten’ und alle am Bau beteiligten Firmen mit viel Liebe zum Detail vollendet hatten. Sie dankte der Stadt für ihr finanzielles Engagement in Höhe von 560.000 Euro beim Gebäude und 32.000 Euro am Außengelände. Allein für die Baumaßnahmen hat die evangelische Kirche 300.000 Euro finanziert sowie für die schmucke Inneneinrichtung rund 80.000 Euro. Marlene Schwöbel zeigte sich froh darüber, dass mit gemeinsamer Anstrengung eine solch vorbildliche Einrichtung mit 52 Kindergartenplätzen nun endlich fertig gestellt werden konnte. Sie sagte auch: „Es ist ein Kindergarten, in dem wir als evangelische Kirche Kinder aus allen Konfessionen willkommen heißen, es ist ein Ort der Freundlichkeit und Herzlichkeit. Wir als Kirche legen Wert darauf, dass wir Kindergärten betreiben!“ Doch nicht der gesamte ehemalige Komplex steht der Kita zur Verfügung. Mit dem Verkauf eines Teiles der Immobilie kann nun endlich die seit langem geplante Wohngruppe ‚Johannes-Falk-Haus’ des Luise Scheppler-Heimes bald in 10 Zimmer einziehen, berichtete LSH-Leiter Ulrich Böhringer. Der Leiter dieser Wohngruppe und „Basi“, ein zukünftiger Bewohner, stellten schon mal in einem Sketch den Tagesablauf vor, der hier in Nachbarschaft zur Kita nach langem Planen nun auf festem Grund stehen kann.

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Ein Musterbeispiel und Aushängeschild sei die neue Kita für Stadt und Kirche, betonte Bürgermeister Joachim Gerner in seinen Grußworten. Sie sei ein Beispiel dafür, was gelingen könne, wenn man gemeinsam das Thema Kinderbetreuung angehe. Seit 40 Jahren leitet Carola Semmler den Boxberg-Kindergarten und zeigte sich überglücklich über die neue Heimstatt für drei Gruppen (Kleinkinder, VÖ-Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten und Tagheim-Betrieb). Hier erwarten  Kinder ab drei Monaten bis sechs Jahren helle, mit großen Fenstern zum Innenhof angelegte Gruppenräume, ein Künstleratelier, ein himmlischer Traumraum mit Lichtinstallationen, ein großzügiger Sportraum, eine farbige Küche und bunt geflieste Wasch- und Toilettenräume.  Architekt Johannes Gerstner erklärte die Besonderheiten. So wurde etwa viel Holz verbaut, die Böden renoviert und Wände hell gestrichen, Heizung und Dächer neu gebaut und das Gebäude komplett wärmeisoliert. Auf dem begrünten Dach können die Kinder bereits im Frühjahr Gräser und Blumen sprießen sehen. Bei einem Rundgang freuten sich die Gäste, darunter auch Isotta Quast, die bereits vor über 40 Jahren als Kirchenälteste damals im Kindergartenkuratorium mitwirkte und Kinder als höchstes Gut unserer Gesellschaft hervorhob: „Dies ist ein Freudentag für den Boxberg!“

Jutta Trilsbach