
Quelle: ekihd
Die Geschäftsführer v.l.n.r. unten: Heidi Farrenkopf, Altenhilfe, Dekanin Dr. Marlene Schwöbel, Karin Happes, Krankenhaus Salem,
obere Reihe: Rüdiger Woll, Agaplesion Bethanien Krankenhaus, Pfarrer Matthias Schärr Evang. Stadtmission, Martin Heß, Diakonisches Werk und Michael Thomas, Agaplesion Bethanien Lindenhof
Geschäftsführer dieser Einrichtungen präsentierten das Konzept
Heidelberg, 22.10.2010. Das Diakonische Werk, Stadtmission und Agaplesion Bethanien in Heidelberg haben das „Bündnis des Vertrauens“ ins Leben gerufen. Die evangelischen Einrichtungen arbeiten zukünftig bei der Betreuung, Versorgung und Nachsorge von Patienten in einem engmaschigen Netz zusammen. Im neuen Prospekt „Gut versorgt? Mit uns ja!“ stellt sich das Bündnis vor. Beim Diakonischen Werk sind dies insgesamt drei Seniorenzentren, eine Diakoniestation und ambulante Hospizhilfen für Kinder und Senioren. Die gemeinnützige Agaplesion AG unterhält das Bethanien-Krankenhaus sowie zwei Wohn- und Pflegeeinrichtungen. Die Evangelische Stadtmission hat drei Pflegehäuser und die Krankenhäuser Salem und St. Vincentius.
„Als Dekanin der Evangelischen Kirche begrüße ich die Vernetzung unserer sozialen Einrichtungen in Seelsorge, Wohnen, Pflege und in der medizinischen Versorgung, die für alle viele Vorteile bringen wird“, betonte Dr. Marlene Schwöbel. Aber es gehe dabei nicht nur um die Patienten, sondern auch um deren Angehörige. Ihnen beiseite zu stehen bei der lückenlosen Organisation von ambulanter bis stationärer Pflege sei die Aufgabe innerhalb dieses Netzwerkes. Wobei der individuelle Wunsch des Patienten stets im Vordergrund stehe, sagte Marlene Schwöbel.
In Zukunft wolle man Hand in Hand zusammenarbeiten und Synergien für alle Seiten gewinnen, erklärte Martin Heß vom Diakonischen Werk. Das bedeute auch eine kompetente Beratung und Versorgung für Patienten. Beispielsweise nütze das Netzwerk, wenn beim Verlassen des Krankenhauses eine weitere Pflege notwendig wird. Karin Happes vom Krankenhaus Salem sagte: „Der Aufenthalt der Patienten in Krankenhäusern wird immer kürzer. Durch die Vernetzung haben wir die Möglichkeit, wenn es erforderlich wird, schnell einen geeigneten Platz im Pflegeheim oder eine ambulante Pflege zu organisieren.“ Die demografische Entwicklung zeige, dass die Menschen nicht nur immer älter werden, sondern zunehmend allein auf sich gestellt seien. Darum sei es so wichtig, dass sich der kranke oder alte Mensch jederzeit gut aufgehoben fühlt und das er in seiner Selbstständigkeit so lange wie möglich unterstützt wird. Pfarrer Matthias Schärr, Stadtmission, unterstrich: „Die Würde des Menschen und die Kommunikation untereinander stehen im Bündnis im Mittelpunkt!“ Rüdiger Woll machte deutlich, dass in den gemeinnützigen Häusern von Agaplesion Bethanien nicht das Gewinnstreben vordergründig sei, sondern die Investition in die Qualitätsverbesserung.
Dies konnte Heidi Farrenkopf, Altenhilfe, nur bestätigen: „Wir haben im Bündnis Arbeitsgruppen mit Mitarbeitern und Pflegedienstleitungen gegründet.“ Ziel sei die Verbesserung der Versorgungsqualitäten durch gemeinsame Schulungen und Fortbildung. Doch ohne das Engagement vieler Frauen und Männer im Ehrenamt könne vieles in der Patientenbegleitung nicht geleistet werden. Beispielhaft seien hier die ehrenamtlichen SeelsorgerInnen, HospizhelferInnen oder die ‚Lila’ und ‚Grünen Damen’ im Krankenhausdienst, lobten die Bündnispartner.

