
Quelle: ekihd
Heidelberg, 06.06.11. Auf Einladung beider Dekane und Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur, fand am 25. Mai eine Informationsver-anstaltung für die Stadträte im Schmitthennerhaus statt. Die jährlichen Treffen dienen dazu, den Austausch über Schnitt-stellen in der gemeinsamen Arbeit von Kirche und Stadt zu pflegen.
Dr. Marlene Schwöbel begrüßte im großen Saal insgesamt neun Stadträte von CDU, SPD, Bündnis 90 Grüne, GAL, FDP und Freie Wähler. Sie gab einen Überblick über die finanzielle Lage der evangelischen Kirche in Heidelberg.
Durch realisierte Gebäudeverkäufe und Sparmaßnahmen habe sich die finanzielle Situation gebessert: „Wir haben es geschafft und sind auf einem guten Weg. Wir haben eine Rücklage und somit zumindest einen eigenen Beitrag dazu leisten können“, so Schwöbel. Ein Personalentwicklungsplan sowie ein gemeinsam erarbeitetes inhaltliches Konzept, das weitere Einsparungen durch notwendig gewordene Fusionen von Pfarrgemeinden wie Heiliggeist/Providenz, Rohrbach-Ost/West sowie Boxberg/ Emmertsgrund einbeziehe, verschaffe der evangelischen Kirche wieder Luft für ihre eigentliche Aufgabe. Für diese Information spendeten die Teilnehmer Applaus. Positiv wurde von den Politikern vor allem die gute ökumenische Zusammenarbeit bewertet, und es wurde eindringlich darum gebeten, als Kirchen in der Kinder- und Jugendarbeit starke Präsenz zu zeigen.
Marlene Schwöbel berichtete weiterhin, dass ein neues Gebäude für ein Gemeindezentrum für die dann fusionierte evangelische Gemeinde Boxberg/ Emmertsgrund geplant sei, zu dem auch die badische Landeskirche finanzielle Unterstützung zugesagt habe. Dekan Dauer erläuterte das Konzept des ökumenischen Seelsorgezentrums im Neuenheimer Feld in Kooperation mit der Universität in der Klinikseelsorge. „Beide Kirchen stellen das Personal und das Klinikum die Räumlichkeiten zur Verfügung“, bestätigte Marlene Schwöbel. Joachim Dauer musste auch von einem drastischen Priestermangel und somit von einer weiteren Ausweitung von Seelsorgeeinheiten mit immer weniger Priestern berichten. „Wir leben in einer veränderten Welt, und der Priestermangel führt in absehbarer Zeit zu immer mehr Zusammenschlüssen in größere Seelsorgeeinheiten - auch in Heidelberg.“
Geschäftsführer Martin Heß vom Diakonischen Werk und Geschäftsführer Hubert Hermann von der Caritas präsentierten die wichtige diakonische Arbeit in ihren sozialen Einrichtungen in der Stadt. Dabei wurde wiederum bewusst, dass ohne die ehrenamtliche Tätigkeit engagierter Bürger viele soziale Projekte nicht verwirklicht werden könnten. Martin Heß informierte sehr anschaulich über die Auswirkungen des Subsidiaritätsprinzips auf Stadt und Kirchen.
Impressum: „Infoblatt“ ist aktuell und informiert Mitarbeiter der Werke, Dienste in der Bezirksgemeinde und im Dekanat über Interessantes hinter dem „Kirchenfenster
Redaktion: Jutta Trilsbach, verantwortlich:
Dekanin Dr. Marlene Schwöbel
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